Veröffentlicht am · Aktualisiert:

Russische Streitkräfte greifen Personenzug Nr. 122 auf der Strecke Kiew–Mykolajiw an

Am 16. September haben russische Streitkräfte den Personenzug Nr. 122 auf der Strecke Kiew–Mykolajiw angegriffen. Dank einer Vorwarnung des Überwachungsteams von Ukrzaliznytsia wurden alle Fahrgäste sowie die Lok- und Zugbesatzung rechtzeitig evakuiert; es gab keine Verletzten. Ukrzaliznytsia organisiert gemeinsam mit der Militärverwaltung der Oblast Mykolajiw Bustransfers für die Fahrgäste.

Das Wichtigste

  • Am 16. September griffen russische Streitkräfte den Personenzug Nr. 122 auf der Strecke Kiew–Mykolajiw an.
  • Lok- und Zugbesatzung sowie alle Fahrgäste wurden nach einer Warnung des Überwachungsteams von Ukrzaliznytsia vorab evakuiert.
  • Bei dem Angriff wurde niemand verletzt.
  • Ukrzaliznytsia organisiert gemeinsam mit der Militärverwaltung der Oblast Mykolajiw Bustransfers für die Fahrgäste.
  • Laut Ukrzaliznytsia wurde der Zug Berichten zufolge von einer russischen Drohne getroffen.
  • Am 13. September hatten russische Streitkräfte bereits einen Personenzug auf der Strecke Kiew–Warschau nahe dem Grenzübergang Jahodyn mit einer Drohne angegriffen; auch dort gab es keine Verletzten.

Warum es wichtig ist

Der Angriff auf einen inländischen Personenzug zeigt, dass zivile Eisenbahninfrastruktur in der Ukraine weiterhin Ziel militärischer Angriffe ist. Dank einer Vorwarnung von Ukrzaliznytsia konnte eine Evakuierung durchgeführt und Schlimmeres verhindert werden. Ukrzaliznytsia ordnet den Vorfall in ein anhaltendes Muster gezielter Angriffe auf Personenzüge ein und ruft die internationalen Partner zum Handeln auf.

Was geschehen ist

Am 16. September griffen russische Streitkräfte den Personenzug Nr. 122 auf der Strecke Kiew–Mykolajiw an. Das Überwachungsteam von Ukrzaliznytsia hatte zuvor eine Warnung ausgegeben; daraufhin wurden die Lok- und Zugbesatzung sowie alle Fahrgäste vor dem Einschlag evakuiert. Bei dem Angriff wurde niemand verletzt. Ukrzaliznytsia organisierte gemeinsam mit der Regionalen Militärverwaltung Mykolajiw Bustransfers für die Fahrgäste. Berichten zufolge wurde der Zug von einer russischen Drohne getroffen.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Alle vorliegenden Quellen sind ukrainisch und schreiben den Angriff russischen Streitkräften zu. Die Berichterstattung hebt die Rolle von Ukrzaliznytsia hervor, deren Frühwarnung die Evakuierung ermöglichte und so Verluste verhinderte. Die Führung von Ukrzaliznytsia ordnet den Angriff in ein anhaltendes Muster ein, bei dem Personenzüge gezielt angegriffen werden, und fordert eine entschlossene Reaktion der internationalen Partner.

Wo die Berichte auseinandergehen

Die vorliegenden Fakten beschreiben die eingesetzte Munition unterschiedlich: Während mehrere Quellen den Zug allgemein als „von einem Angriff getroffen" bezeichnen, gibt eine Quelle an, er sei von einer russischen Drohne getroffen worden.

Hintergrund

Am 13. September hatten russische Streitkräfte einen Personenzug auf der Strecke Kiew–Warschau nahe dem Grenzübergang Jahodyn in der Oblast Wolyn, zwei Kilometer von der polnischen Grenze entfernt, mit einer Drohne angegriffen; der Zug war vorab gestoppt worden, es gab keine Verletzten. Ukrzaliznytsia erklärte, kurz vor dem Einschlag habe sich am Bahnhof Jahodyn ein diplomatischer Zug befunden, an Bord unter anderem Sicherheitsberater mehrerer EU-Mitgliedstaaten und ehemalige europäische Spitzenpolitiker wie Boris Johnson. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass die Drohne diesem Zug gegolten habe.