Pentagon schließt vorläufigen 20,7-Milliarden-Dollar-Vertrag mit Raytheon über AMRAAM-Raketen
Das US-Verteidigungsministerium hat mit Raytheon, einer Division von RTX, eine vorläufige mehrjährige Vereinbarung im Wert von 20,7 Milliarden US-Dollar über die beschleunigte Produktion von AMRAAM-Raketen unterzeichnet. Der Vertrag ist Teil der Bemühungen, US-Munitionsbestände aufzufüllen, die durch Lieferungen an Verbündete – darunter die Ukraine – und durch eigene Militäroperationen geschrumpft sind. Er fügt sich in die breitere Initiative „Arsenal of Freedom“ und eine Reihe weiterer Großvermutenderdes Pentagons in diesem Jahr ein.
Das Wichtigste
- Vorläufiger mehrjähriger Vertrag zwischen Pentagon und Raytheon (RTX) über 20,7 Mrd. US-Dollar zur Beschleunigung der AMRAAM-Produktion.
- AMRAAM-Raketen werden im Luftkampf von Kampfflugzeugen und im Flugabwehrsystem NASAMS eingesetzt, das unter anderem Washington DC schützt und in über zehn Ländern – darunter die Ukraine – genutzt wird.
- RTX hat 2025 die AMRAAM-Produktion gegenüber dem Vorjahr nahezu verdoppelt und plant mindestens 1.900 Raketen pro Jahr.
- Industrievertreter warnen, dass der Kongress die für die mehrjährigen Verpflichtungen nötigen Mittel noch nicht bewilligt hat.
- Im Juli hatte das Pentagon mit Lockheed Martin einen separaten 58,6-Mrd.-US-Dollar-Vertrag über Patriot-Abwehrraketen bis zum Haushaltsjahr 2032 geschlossen.
- Die Vereinbarung ist Teil der Politik der Trump-Regierung, Waffenproduktion über Aktionärsgewinne zu stellen, und der Pentagon-Initiative „Arsenal of Freedom“.
Warum es wichtig ist
AMRAAM-Raketen sind eine zentrale Munition sowohl für Kampfflugzeuge als auch für das Flugabwehrsystem NASAMS, das Washington DC schützt und in über zehn Ländern – darunter die Ukraine – im Einsatz ist. Der Vertrag steht im Zeichen wachsender Sorge über geleerte US-Bestände an Patriot- und THAAD-Abwehrraketen und ist Teil der Initiative „Arsenal of Freedom“ der Trump-Regierung, die Rüstungsproduktion gegenüber Aktionärsrenditen priorisiert.
Was geschehen ist
Das US-Verteidigungsministerium hat mit Raytheon, einer Division des Rüstungskonzerns RTX, eine vorläufige mehrjährige Vereinbarung im Wert von 20,7 Milliarden US-Dollar unterzeichnet, um die Produktion von AMRAAM-Raketen zu beschleunigen. AMRAAM werden im Luftkampf von Kampfjets und als Bestandteil des Flugabwehrsystems NASAMS verwendet, das unter anderem den Großraum Washington DC schützt und in über zehn Ländern – darunter die Ukraine – im Einsatz ist. RTX hatte bereits 2025 die Produktion von AMRAAM im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdoppelt und plant nun mindestens 1.900 Raketen pro Jahr. Der Vertrag reiht sich ein in eine Reihe großer Munitionsaufträge des Pentagons in diesem Jahr, darunter ein separater 58,6-Mrd.-US-Dollar-Vertrag mit Lockheed Martin über Patriot-Abwehrraketen bis 2032 und Vereinbarungen mit Lockheed Martin und Northrop Grumman über mehr als drei Milliarden US-Dollar zur Erweiterung der Patriot- und THAAD-Komponentenproduktion. Industrievertreter warnen, dass der US-Kongress die für die Erfüllung der mehrjährigen Verpflichtungen erforderlichen Mittel noch nicht bewilligt hat.
Hintergrund
Vor dem Krieg umfasste das US-Arsenal rund 2.200 Patriot-Raketen der neuesten Varianten und 452 THAAD-Abfangraketen. Nach Schätzungen des CSIS sind davon weniger als 1.000 Patriot- und weniger als 250 THAAD-Raketen übrig. Die US-Regierung hat Verbündete auf Lieferverzögerungen von bis zu fünf Jahren bei wichtigen Waffensystemen hingewiesen, während die eigenen Bestände aufgefüllt werden. Das Pentagon plant, die Patriot-Produktion zu verdreifachen und die THAAD-Produktion zu vervierfachen.