Russische mobile Feuergruppen setzen offenbar chinesische QW-18/19-MANPADS ein
Russische mobile Feuergruppen der 51. Luftverteidigungsdivision trainieren in der Oblast Rostow mit mutmaßlich chinesischen QW-18/19-MANPADS. Die russischen Soldaten bezeichnen das System als „Iwa“. Die Startgeräte tragen keine Markierungen, was auf eine bewusste Verschleierung der Herkunft hindeutet.
Das Wichtigste
- Russische mobile Feuergruppen nutzen vermutlich chinesische QW-18/19-MANPADS.
- Beobachtet beim Training in der Oblast Rostow bei der 51. Luftverteidigungsdivision.
- Russische Soldaten nennen das System „Iwa“ (Ива).
- Startgeräte tragen keine Markierungen – möglicher Hinweis auf Verschleierung des Herkunftslandes.
- Das System ähnelt visuell dem iranischen Misagh-3 und dem chinesischen QW-18A/QW-19.
- Eine genauere Zuordnung zu QW-18 oder QW-19 ist anhand der Fotos nicht möglich.
- Im Juli wurde ein iranisch-chinesisches Geschäft über bis zu 400 MANPADS im Wert von geschätzt 60–70 Mio. US-Dollar bekannt.
Warum es wichtig ist
Der Bericht verweist auf den aktiven Einsatz chinesisch gefertigter Luftverteidigungswaffen durch russische Streitkräfte im Kontext des Krieges gegen die Ukraine. Die fehlenden Markierungen auf den Startgeräten sprechen für eine bewusste Verschleierung der Herkunft. Zudem wird deutlich, dass Drittlängel wie der Iran als Transitweg für derartige Waffen dienen können.
Was geschehen ist
Russische mobile Feuergruppen der 51. Luftverteidigungsdivision haben während des Trainings in der Oblast Rostov ein System eingesetzt, bei dem es sich vermutlich um chinesische QW-18/19-Panzerabwehr-Lenkwaffen handelt. Die russischen Soldaten bezeichnen es als „Iwa“. Da die Startgeräte keinerlei Markierungen aufweisen, lässt sich das Herkunftsland nicht eindeutig bestimmen – was als Versuch gewertet wird, die Herkunft zu verschleiern. Detaillierte Fotoanalysen zeigen visuelle Ähnlichkeiten sowohl mit dem iranischen Misagh-3 als auch mit den chinesischen Modellen QW-18A/QW-19, wobei bestimmte Merkmale eher auf die chinesische Variante hindeuten. Eine eindeutige Zuordnung zu QW-18 oder QW-19 ist anhand der vorliegenden Aufnahmen jedoch nicht möglich.
Wie ukrainische Quellen darüber berichten
Beide Quellartikel stammen aus ukrainischsprachigen Medien. Sie betonen die vermutete chinesische Herkunft der Waffen und heben die fehlenden Markierungen als Hinweis auf eine bewusste Verschleierung hervor.
Hintergrund
Bereits im Juli wurde ein iranisch-chinesisches Geschäft über bis zu 400 MANPADS – darunter QW-12 und FN-16 – im geschätzten Wert von 60–70 Mio. US-Dollar bekannt. Iranische Misagh-Komplexe basieren auf der chinesischen QW-Familie; ähnliche Systeme werden in Pakistan als Anza-2 produziert. Zudem hatte Politico zuvor berichtet, dass das chinesische Staatsunternehmen Jilin Chemical Fiber Group Chemikalien für die Herstellung von Kamikaze-Drohnen an eine Tochtergesellschaft von Rosatom geliefert habe; auch diese Lieferung sei verschleiert worden. Die zugrunde liegenden Unterlagen stammen vom ukrainischen Security and Cooperation Center (USCC) und wurden an die Regierungen Großbritanniens und der USA weitergeleitet.