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Selenskyj meldet ersten Kampfeinsatz der ukrainischen ballistischen Rakete FP-7

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am 1. Oktober den ersten Kampfeinsatz der ukrainischen taktischen ballistischen Rakete FP-7 des heimischen Rüstungsunternehmens Fire Point bekannt gegeben. Einzelheiten zu Zeitpunkt, Ziel oder Ergebnis des Angriffs nannte er nicht. Die Rakete gilt als deutlich günstigere Analogie zur US-amerikanischen MGM-140 ATACMS.

Das Wichtigste

  • Selenskyj kündigte am 1. Oktober den ersten Kampfeinsatz der FP-7 in sozialen Netzwerken an, begleitet von einem Video.
  • Entwickelt wird die Rakete von der ukrainischen Rüstungsfirma Fire Point, gegründet zu Beginn der großangelegten russischen Invasion.
  • Selenskyj nannte weder Zeitpunkt noch Ort des Starts, das Ziel oder das Ergebnis des Angriffs.
  • Die FP-7 wird vom Hersteller als deutlich günstigere Analogie zur US-amerikanischen MGM-140 ATACMS beschrieben.
  • Die Rakete wird von einer mobilen Bodenplattform gestartet; Fire Point spricht von einer Reichweite von bis zu 250 km und einem Gefechtskopf von bis zu 200 kg.
  • Die aerodynamische Konfiguration und Steuerung ähnelt nach Herstellerangaben der sowjetischen 48N6-Rakete aus dem russischen S-400-System, mit anderen Lenk- und Flugsteuerungssystemen.
  • Fire Point hatte zugesagt, die FP-7 bis Ende 2025 und die größere Variante FP-9 bis Juni 2026 an die ukrainischen Streitkräfte zu liefern.

Warum es wichtig ist

Der erste Kampfeinsatz einer inländisch entwickelten ballistischen Rakete markiert einen Meilenstein für die ukrainische Rüstungsindustrie. Die FP-7 erweitert die Palette ukrainischer Angriffsfähigkeiten über Drohnen und Marschflugkörper hinaus und könnte die Abhängigkeit von westlich gelieferten Präzisionsraketen verringern, da sie nach Herstellerangaben erheblich günstiger als die US-amerikanische ATACMS ist.

Was geschehen ist

Präsident Wolodymyr Selenskyj gab am 1. Oktober in den sozialen Netzwerken den ersten Kampfeinsatz der ukrainischen ballistischen Rakete FP-7 bekannt. Die Nachricht wurde von einem Video begleitet. Selenskyj machte keine Angaben zu Zeit, Ort, Ziel oder Ergebnis des Angriffs. Die FP-7 wird vom ukrainischen Rüstungsunternehmen Fire Point entwickelt, das zu Beginn der großangelegten russischen Invasion gegründet wurde. Sie wird von einer mobilen Bodenplattform aus gestartet. Fire Point hatte zugesagt, die Rakete bis Ende 2025 an die Streitkräfte zu liefern; der Chefdesigner Denys Shtilerman hatte sie zuvor als ATACMS-Analogon beschrieben, das um ein Vielfaches günstiger sei. Die CEO Iryna Terekh erklärte im September 2026 auf der MSPO-Messe in Polen, dass die Kampfeinsetzung nur noch wenige Wochen entfernt sei und das Projekt zwei von drei Testphasen abgeschlossen habe.

Wo die Berichte auseinandergehen

Unterschiedliche Berichte geben unterschiedliche Reichweiten für die FP-7 an: bis zu 250 km, 200–300 km oder bis zu 300 km.

Hintergrund

Fire Point wurde zu Beginn der großangelegten russischen Invasion gegründet und produziert nach eigenen Angaben rund 100 Drohnen pro Tag zu Stückkosten von etwa 55.000 US-Dollar. Das Unternehmen hatte zugesagt, die FP-7 bis Ende 2025 und die größere Variante FP-9 bis Juni 2026 an die ukrainischen Streitkräfte zu liefern. Im August hatte Selenskyj erklärt, der erste Kampfeinsatz ukrainischer ballistischer Raketen sei noch in diesem Herbst möglich. Fire Point arbeitet parallel am Raketenabwehrsystem Freyja und plant dort den Masseneinsatz der FP-7.X-Abfangrakete. Selenskyj hatte bereits zuvor Angriffe auf ein Ziel im Schwarzen Meer, Drohnenstart- und Lagerstätten im Gebiet Oryol, eine Ölanlage im Gebiet Samara und ein russisches Militärlager im Gebiet Brjansk gemeldet.