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Ballistische Raketenangriffe auf Kiew am Abend des 13. Oktober – TEC-4 und Wohnhaus getroffen

Am Abend des 13. Oktober schlugen russische ballistische Raketen in Kiew ein und trafen das Heizkraftwerk TEC-4 sowie ein neunstöckiges Wohnhaus im Desnianskyi-Bezirk. Nach Angaben von Präsident Selenskyj und seinem Berater Dmytro Lytvyn erhielt die Ukraine über die üblichen Geheimdienstkanäle keine Vorwarnung von Partnern; die Raketen wurden erst im Anflug auf Kiew erfasst. Es war die zweite Nacht in Folge ohne Partnerwarnung.

Das Wichtigste

  • Angriff am 13. Oktober gegen 22:40 Uhr Kiewer Zeit mit ballistischen Raketen
  • TEC-4 (Heizkraftwerk) – eines der wichtigsten Energieobjekte Kiews – wurde getroffen
  • Neunstöckiges Wohnhaus im Desnianskyi-Bezirk getroffen, ein Toter und mindestens 13 Verletzte
  • Zweite Nacht in Folge ohne Partnerwarnung bei russischen Raketenschlägen auf Kiew
  • Selenskyj: Ukraine unterstütze Energie-Waffenstillstand, Russland setze Angriffe auf Energieinfrastruktur fort
  • Trump erklärte am Dienstag, die USA helfen weiterhin und würden Geheimdienstinformationen teilen

Warum es wichtig ist

Der Angriff traf eines der wichtigsten Energieobjekte Kiews, was Folgen für die Wärme- und Stromversorgung haben kann. Er erfolgte die zweite Nacht in Folge ohne Vorwarnung von Partnern und trotz eines öffentlich angekündigten Energie-Waffenstillstands – was in Kiew als Verletzung der Vereinbarungen kritisiert wird. Mindestens ein Mensch wurde getötet, die Verletztenzahl stieg in den Stunden nach dem Einschlag weiter an.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Ukrainische Quellen stellen den Einschlag in TEC-4 und das Fehlen einer Partnerwarnung in den Mittelpunkt. Präsident Selenskyj und sein Berater Lytvyn betonen, dass die Raketen erst im Anflug auf Kiew erfasst wurden. Die Berichterstattung rahmt den Angriff als Bruch eines angekündigten Energie-Waffenstillstands und als zweite Nacht in Folge ohne Vorwarnung; Selenskyj ruft die Welt auf, nicht zu schweigen. Die Kiewer Stadtverwaltung und der Bürgermeister veröffentlichen eskalierende Opferzahlen, während vor weiteren Angriffen gewarnt wird.

Wie internationale Quellen darüber berichten

Die englischsprachige internationale Berichterstattung konzentriert sich auf den Einschlag in einem Schlüsselkraftwerk Kiews, zitiert Selenskyjs Darstellung der Folgen und des Ausbleibens einer Partnerwarnung und verweist auf Trumps Dementi, dass die US-Geheimdienstzusammenarbeit mit der Ukraine eingestellt worden sei.

Wo die Berichte auseinandergehen

Die Opferzahlen aus dem getroffenen Wohnhaus unterscheiden sich zwischen den Updates und Quellen: eine Quelle nennt sechs Verletzte, eine erste Mitteilung der Kiewer Stadtverwaltung (KMVA) vier Verletzte, eine spätere Zahl 13 Verletzte mit zehn im Krankenhaus und vier in ernstem Zustand, eine andere einen Getöteten und 13 Verletzte.

Hintergrund

TEC-4 (CHPP-4) gilt als zentrales Energieobjekt für Kiew und versorgt Berichten zufolge den Dniprovskyi-Bezirk und Teile des Darnytskyi-Bezirks mit Wärme und Strom; es wurde im Verlauf des Krieges bereits mehrfach getroffen. In der Nacht zuvor (12. Oktober) hatten russische ballistische Raketen ebenfalls Kiew getroffen, wobei die Luftschutzwarnung der höchsten Stufe erst nach den ersten Explosionen erfolgte. Zuvor war spekuliert worden, die USA hielten zentrale Geheimdienstinformationen zur Bedrohungserkennung zurück; Donald Trump wies dies zurück und erklärte: "We are helping them and we are sharing intel." Präsident Selenskyj sprach zudem telefonisch mit dem kanadischen Ministerpräsidenten Mark Carney über den Angriff und das Ausbleiben einer Vorwarnung.