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Russland verübt nach ukrainischen Angaben größten Drohnenangriff auf Oblast Kirowohrad seit Kriegsbeginn

In der Nacht vom 14. auf den 15. Oktober haben russische Streitkräfte die Oblast Kirowohrad mit nahezu 360 Drohnen angegriffen. Laut dem Leiter der Oblast-Militärverwaltung, Andrii Raikovych, handelt es sich um den massivsten Angriff auf die Region seit Beginn der großangelegten Invasion. In Kropyvnytskyi wurden drei Menschen getötet und sechs verletzt; das Logistikzentrum der Lebensmittelkette "Fajno Market" wurde vollständig zerstört.

Das Wichtigste

  • Nacht vom 14. auf den 15. Oktober: laut OVA-Chef Andrii Raikovych größter Angriff auf die Oblast Kirowohrad seit Beginn der großangelegten Invasion
  • Über der Oblast wurden nahezu 360 russische Drohnen registriert, der Angriff dauerte über 10 Stunden
  • Drei Bewohner von Kropyvnytskyi wurden getötet, sechs verletzt (fünf davon stationär im Krankenhaus)
  • Zahl der Trefferorte: 25 nach Angaben des Staatlichen Notdienstes (DSNS), 26 nach Angaben der OVA
  • Neben Kropyvnytskyi wurden unter anderem Snamjanka, Oleksandrija, Pomitschna und laut einem Bericht auch Switlowodsk getroffen
  • Drohnen zerstörten das Logistikzentrum der Supermarktkette "Fajno Market" in Kropyvnytskyi vollständig; Mitarbeiter des Unternehmens kamen ums Leben
  • Im landesweiten Maßstab schickte Russland in derselben Nacht 2 Kh-59-Raketen und 580 Drohnen; die ukrainische Luftabwehr schoss 536 Drohnen ab

Warum es wichtig ist

Der Angriff ist nach Einschätzung der Oblast-Verwaltung der massivste auf Kirowohrad seit Beginn der großangelegten russischen Invasion. Er traf mit Kropyvnytskyi ein regionales Zentrum und beschädigte kritische Infrastruktur, Verkehrs- und Logistikeinrichtungen, Lager sowie Wohnhäuser. Die Zerstörung des Logistikzentrums der Lebensmittelkette "Fajno Market" – mit getöteten Mitarbeitern – verdeutlicht die direkten Folgen für Beschäftigte und die lokale Warenversorgung. Mit drei Todesopfern, sechs Verletzten und 33 verspäteten Personenzügen sind die Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung und den Bahnverkehr unmittelbar spürbar. Zugleich fügt sich der Angriff in eine landesweite russische Großoffensive ein: In derselben Nacht wurden 2 Kh-59-Raketen und 580 Drohnen gestartet, von denen die ukrainische Luftabwehr 536 abschoss.

Was geschehen ist

In der Nacht vom 14. auf den 15. Oktober führten russische Streitkräfte einen massiven Drohnenangriff auf die Oblast Kirowohrad durch, der nach Angaben des OVA-Chefs Andrii Raikovych mehr als zehn Stunden dauerte und mit nahezu 360 registrierten Drohnen der größte Angriff auf die Region seit Beginn der großangelegten Invasion war. In Kropyvnytskyi, das die schwersten Schäden erlitt, wurden drei Bewohner getötet und sechs verletzt; fünf der Verletzten wurden hospitalisiert. Russische Drohnen trafen nach Angaben der OVA 26, nach Angaben des Staatlichen Notdienstes (DSNS) 25 Standorte in der Oblast, darunter Industriegebiete, Logistikzentren, Lager, Wohngebäude und angrenzende Flächen, an denen Brände ausbrachen. Auch Objekte der Verkehrsinfrastruktur in den Rajons Kropyvnytskyi und Nowoukrajinka wurden getroffen. Neben Kropyvnytskyi schlugen die Drohnen unter anderem in Snamjanka (ein Wohnhaus zerstört, acht weitere Wohnungen sowie ein dreistöckiges, aus einem Wohnheim umgebautes Wohngebäude beschädigt), Oleksandrija, Pomitschna sowie laut einem Bericht in Switlowodsk ein. In Kropyvnytskyi zerstörten Drohnen das Logistikzentrum der Lebensmittelkette "Fajno Market" vollständig; Mitarbeiter des Unternehmens kamen dabei ums Leben – die genaue Zahl wurde nicht veröffentlicht. Das Unternehmen kündigte an, die Logistik umzubauen, und warnte vor Lieferverzögerungen. Bis 11:30 Uhr waren in Kropyvnytskyi 197 Anträge auf Begutachtung beschädigten Eigentums registriert, bis 12:00 Uhr am 15. Oktober waren 33 Personenzüge in der Oblast verspätet. Spezielle Kommissionen sollen an den Einschlagstellen Schäden aufnehmen und Verluste berechnen, um Betroffenen zu helfen. Landesweit griff Russland in derselben Nacht mit 2 Kh-59-Lenkwaffen und 580 Drohnen an, von denen die ukrainische Luftabwehr 536 abschoss.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Ukrainische Quellen stellen die OVA und den Staatlichen Notdienst (DSNS) als zentrale offizielle Sprecher in den Vordergrund, wobei OVA-Chef Andrii Raikovych den Angriff wiederholt als den größten seit Beginn der großangelegten Invasion einordnete. Die Berichterstattung betont die humanitären und infrastrukturellen Folgen in Kropyvnytskyi: ausgebrannte Autos, beschädigte Wohnblocks, blockierte Eingänge, Bewohner, die während des Angriffs im Wald Zuflucht suchten, sowie die Zerstörung des Logistikzentrums von "Fajno Market" mit toten Mitarbeitern. Ukrainische Medien heben zudem administrative Folgemaßnahmen hervor – 197 Schadensanträge in Kropyvnytskyi, den Einsatz spezieller Kommissionen zur Schadensaufnahme und 33 verspätete Personenzüge – und rahmen den Angriff als gezielte russische Attacke auf kritische Infrastruktur, Verkehr und Logistik im Rahmen einer fortlaufenden Kampagne gegen zivile und wirtschaftliche Einrichtungen der Ukraine.

Wo die Berichte auseinandergehen

Die Zahl der getroffenen Standorte in der Oblast Kirowohrad wird unterschiedlich angegeben: Der Staatliche Notdienst (DSNS) nennt 25 Standorte, der Leiter der OVA, Andrii Raikovych, nennt 26 Standorte. Darüber hinaus variieren die Angaben dazu, welche weiteren Gemeinden in der Oblast getroffen wurden: Die meisten Berichte nennen Kropyvnytskyi, Snamjanka, Oleksandrija und Pomitschna, ein einzelner Bericht führt zusätzlich Switlowodsk auf.

Hintergrund

Die ukrainische Luftabwehr operiert seit Langem gegen großangelegte russische Drohnenangriffe; in derselben Nacht startete Russland landesweit 580 Angriffsdrohnen. In der Oblast Kirowohrad sind der Staatliche Notdienst (DSNS) und die Oblast-Militärverwaltung die beiden wichtigsten offiziellen Quellen für Opferzahlen und Angaben zu Einschlagstellen. Die russische Führung bestreitet, dass die russischen Streitkräfte im Verlauf des großangelegten Krieges gezielt zivile Infrastruktur in ukrainischen Städten und Dörfern angreifen.