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Zaun am Flughafen Leipzig/Halle durchbrochen – Ermittlungen laufen

Am Abend des 17. Oktober wurde am Flughafen Leipzig/Halle ein Durchbruch des Perimeterzauns entdeckt. Die Polizei geht mit hoher Wahrscheinlichkeit davon aus, dass ein Fahrzeug den Zaun durchbrochen hat. Die nördliche Start- und Landebahn wurde vorübergehend gesperrt, die südliche Bahn blieb in Betrieb. Die Hintergründe sind unklar; weitere Suchmaßnahmen waren für den Sonntag geplant.

Das Wichtigste

  • Zaundurchbruch am Flughafen Leipzig/Halle am Abend des 17. Oktober gegen 23:00 Uhr entdeckt.
  • Leipziger Polizei: Zaun wurde mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem Fahrzeug (Auto) durchbrochen.
  • Bei der Absuche des Geländes wurden weder unbefugte Personen, verdächtige Gegenstände noch ein Fahrzeug gefunden.
  • Einsatzkräfte der Bundespolizei und der Polizei Sachsen waren vor Ort.
  • Nördliche Start- und Landebahn vorübergehend geschlossen; südliche Bahn blieb in Betrieb, Amazon-Frachtflugzeuge landeten dort.
  • Beschädigter Zaunabschnitt laut deutschen Medien nahe der Abstellposition russischer An-124-„Ruslan“-Frachtflugzeuge, die seit 2022 wegen Sanktionen gegen Russland dort geparkt sind.
  • Im August hatte sich an demselben Flughafen ein mutmaßlicher Sabotageversatz ereignet: eine Drohne mit Sprengsatz kollidierte mit einer ukrainischen An-124, der Sprengsatz detonierte nicht.

Warum es wichtig ist

Der Vorfall ereignete sich an einem Flughafen, auf dem seit 2022 drei russische Frachtflugzeuge wegen Sanktionen geparkt sind – der beschädigte Zaunabschnitt befindet sich nach Berichten deutscher Medien in deren Nähe. Damit reiht sich die Durchbruchsaktion in eine Serie möglicher Sicherheitsvorfälle am Standort ein: Im August kollidierte eine mit Sprengstoff bestückte Drohne mit einer ukrainischen An-124, der Sprengsatz zündete nicht. Die vorübergehende Sperrung der nördlichen Start- und Landebahn zeigt zudem die operativen Auswirkungen auf den Flughafenbetrieb.

Was geschehen ist

Am Abend des 17. Oktober wurde am Flughafen Leipzig/Halle gegen 23:00 Uhr ein Durchbruch des äußeren Zauns festgestellt. Die Polizei Leipzig erklärte, der Zaun sei mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem Fahrzeug – einem Auto – durchbrochen worden. Bei der anschließenden Absuche des Flughafengeländes wurden weder unbefugte Personen, verdächtige Gegenstände noch ein Fahrzeug gefunden. Kräfte der Bundespolizei und der sächsischen Landespolizei waren im Einsatz; für den Sonntag waren zusätzliche Suchmaßnahmen mit weiteren Polizeieinheiten geplant. Wegen des Vorfalls wurde die nördliche Start- und Landebahn vorübergehend gesperrt, während die südliche Bahn weiter in Betrieb blieb und unter anderem Amazon-Frachtflugzeuge dort landeten. Die Umstände und möglichen Motive waren zum Zeitpunkt der Berichterstattung unklar; die Polizei ermittelt in alle Richtungen.

Wo die Berichte auseinandergehen

Beide ukrainischen Quellen berichten über den Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle, setzen ihn jedoch unterschiedlich in den Rahmen: Eine Quelle ordnet den Zaundurchbruch als möglichen terroristischen Akt Russlands ein und betont die Nähe zu den dort geparkten russischen Frachtflugzeugen. Die andere Quelle berichtet sachlich über den Zaunschaden am Flughafen, ohne eine Zuschreibung an einen möglichen Urheber.

Hintergrund

Am Flughafen Leipzig/Halle stehen seit 2022 drei russische An-124-„Ruslan“-Frachtflugzeuge, denen wegen der nach dem russischen Angriff auf die Ukraine verhängten Sanktionen der Start untersagt ist. Bereits im August desselben Jahres hatte sich an demselben Flughafen ein mutmaßlicher Sabotageversuch ereignet: Eine Drohne mit Sprengsatz war mit einer ukrainischen An-124 kollidiert, der Sprengsatz detonierte nicht. Zum Oktober-Vorfall rückten die Bundespolizei und die Polizei des Landes Sachsen aus; für den folgenden Sonntag waren zusätzliche Suchmaßnahmen geplant.