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Rubio: Ukraine existiert heute nur dank US-Hilfe

US-Außenminister Marco Rubio hat gesagt, die Ukraine würde ohne amerikanische Hilfe nicht mehr existieren, und die Bevölkerung sowie die ukrainischen Soldaten ausdrücklich gelobt. Er äußerte sich am 20. Oktober in Mumbai gegenüber Journalisten und reagierte dabei auch auf Vorwürfe aus Kiew, die US-Regierung habe Hilfen eingeschränkt, sowie auf einen WSJ-Bericht über Starlink-Restriktionen für die Ukraine.

Das Wichtigste

  • US-Außenminister Marco Rubio sagte, die Ukraine würde heute ohne US-Hilfe nicht mehr existieren – die Unterstützung habe unter der Biden-Regierung begonnen und werde unter der jetzigen Regierung fortgesetzt.
  • Rubio erklärte, kein anderes Land habe so viel für die Ukraine getan wie die USA, die Milliarden Dollar an Hilfen bereitgestellt hätten.
  • Rubio lobte die Tapferkeit ukrainischer Soldaten, die sich gegen ein deutlich größeres Land verteidigten, und sagte, mit US-Hilfe seien Millionen Menschen gerettet worden.
  • Rubio wies Vorwürfe ukrainischer Beamter zurück, das Weiße Haus habe Hilfe für Kiew eingeschränkt, und bezeichnete Berichte, wonach Menschen durch amerikanische Ablehnungen starben, als unwahr.
  • Rubio reagierte auf einen WSJ-Bericht, wonach SpaceX-Chef Elon Musk persönlich Einschränkungen von Starlink für die Ukraine angeordnet haben soll, und sagte, die USA könnten einem Privatunternehmen keine Vorschriften machen.
  • Am 20. Oktober führten Wolodymyr Selenskyj und Rubio ein Telefonat, bei dem sie unter anderem Sicherheitsgarantien, Geheimdienstkooperation, Starlink und Verzögerungen bei Patriot-Abwehrsystemen besprachen; Selenskyj bezeichnete das Gespräch als „positiv".
  • US-Präsident Donald Trump erneuerte seine Forderung, die Ukraine müsse ein Friedensabkommen mit Russland schließen, und warnte vor „sehr schlechten Konsequenzen".

Warum es wichtig ist

Rubios Aussagen verknüpfen das Überleben der Ukraine direkt mit US-Hilfe und beantworten zugleich den Streit über angeblich eingeschränkte Unterstützung sowie über Starlink-Restriktionen. Seine Reaktion auf einen WSJ-Bericht zu Elon Musks angeblichem Vorgehen bei Starlink sowie Selenskyjs Hinweise zu Sicherheitsgarantien, Geheimdienstkooperation, Starlink-Nutzung und Patriot-Verzögerungen machen das Telefonat vom 20. Oktober zum zentralen Bezugspunkt für den Stand der US-ukrainischen Abstimmung. Parallel erhöht Trump mit seiner Forderung nach einem Friedensabkommen den Druck auf Kiew.

Was geschehen ist

US-Außenminister Marco Rubio erklärte am Rande eines Besuchs in Mumbai gegenüber Journalisten, die Ukraine würde heute ohne US-Hilfe nicht mehr existieren, die unter der Biden-Regierung begonnen und unter der jetzigen Regierung fortgesetzt werde. Die USA hätten Milliarden Dollar an Hilfe geleistet und mehr getan als jedes andere Land; Millionen Menschen seien dadurch gerettet worden. Er lobte die Tapferkeit ukrainischer Soldaten gegen einen größeren Gegner und wies Vorwürfe aus Kiew zurück, das Weiße Haus habe Hilfe eingeschränkt.

Rubio kommentierte zudem einen WSJ-Bericht, wonach SpaceX-Chef Elon Musk persönlich Starlink-Nutzungen für die Ukraine beschränkt und dies möglicherweise mit Präsident Donald Trump besprochen habe. Rubio sagte, er wisse nicht, ob Trump davon gewusst habe, und betonte, die USA könnten einem Privatunternehmen keine Vorgaben machen. Zugleich kündigte er an, die USA würden sich in der Starlink-Frage nicht länger defensiv verhalten.

Parallel dazu hatte Präsident Wolodymyr Selenskyj am 20. Oktober ein Telefonat mit Rubio geführt, das er als „positiv" beschrieb und bei dem nach seinen Angaben Sicherheitsgarantien, Geheimdienstdaten, Kommunikation, Starlink und Verzögerungen bei Patriot-Abwehrraketen besprochen wurden. Selenskyj erklärte, das System zur Übermittlung von US-Geheimdienstdaten an die Ukraine habe bereits zu arbeiten begonnen. Trump wiederholte unterdessen seine Forderung, die Ukraine müsse ein Friedensabkommen mit Russland schließen, und warnte vor „sehr schlechten Konsequenzen".

Wie internationale Quellen darüber berichten

Die internationale Berichterstattung stellt Rubios Aussagen in den Kontext einer weiterhin umstrittenen US-Unterstützung Kiews: Rubio habe das Überleben der Ukraine der US-Hilfe zugeschrieben und zugleich die Frage offen gelassen, ob Trump von möglichen Starlink-Restriktionen wusste. Eine englischsprachige Schlagzeile hob neben der Hilfeleistung ausdrücklich auch die Tapferkeit ukrainischer Soldaten hervor. Internationale Berichte rahmen die Äußerungen zudem mit Trumps Forderung nach einem Friedensabkommen zwischen Ukraine und Russland.

Wo die Berichte auseinandergehen

Die Quellen unterscheiden sich vor allem in Zeitpunkt und Ort von Rubios Äußerungen: Während mehrere Berichte die Aussagen auf den 20. Oktober datieren, verorten andere Rubio am 21. Oktober 2026 in Mumbai im Taj Mahal Palace Hotel. Daneben unterscheidet sich die Gewichtung: Ukrainische Quellen stellen Rubios Behauptung in den Mittelpunkt, die Ukraine verdanke ihr Überleben den USA; eine internationale Schlagzeile rückt neben der US-Hilfe ausdrücklich auch die Tapferkeit der ukrainischen Soldaten in den Vordergrund.

Hintergrund

Rubio erklärte, die US-Unterstützung habe unter der Biden-Regierung begonnen und werde unter der aktuellen Regierung fortgesetzt. Selenskyj hatte das Telefonat mit Rubio am 20. Oktober als „positiv" beschrieben und ein weiteres Gespräch angekündigt. Zuvor hatte Selenskyj gesagt, die Ukraine werde einen unabhängigen Staat auch ohne US-Hilfe bewahren, warnte aber, dass dies es schwerer machen würde, den russischen Machthaber Wladimir Putin zum Frieden zu zwingen.