EU will voraussichtlich zwei Drittel der zusätzlichen Finanzierung für die Ukraine bereitstellen
Die Europäische Union will nach Angaben des Präsidenten des Europäischen Rates, António Costa, rund 46,7 Milliarden Euro der von der Ukraine für 2027 angefragten 70 Milliarden Euro übernehmen. Für die verbleibende Summe sollen vor allem Partner außerhalb der EU beitragen. Parallel wird ein neuer, durch gemeinsame EU-Anleihen finanzierter Kredit geprüft.
Das Wichtigste
- Die EU will voraussichtlich zwei Drittel der zusätzlichen 70 Milliarden Euro für die Ukraine bereitstellen.
- Der geplante EU-Anteil beträgt rund 46,7 Milliarden Euro.
- Bereits genehmigt ist ein Finanzierungsrahmen von 90 Milliarden Euro für 2026 und 2027.
- Велика Британія, Канада та Норвегія отримали запит про додаткове фінансування України.
- ЄС розглядає новий кредит на основі спільних запозичень як пріоритетний варіант.
- Угорщина, Словаччина, Чехія та Болгарія не братимуть участі в новому кредиті.
- Рішення можуть ухвалити 26–27 листопада або 17–18 грудня 2026 року.
Warum es wichtig ist
Der geplante EU-Beitrag von 46,7 Milliarden Euro könnte einen wesentlichen Teil des für 2027 erwarteten ukrainischen Haushaltsdefizits abdecken. Die Finanzierung entscheidet darüber, wie die Ukraine in Kriegszeiten notwendige Staatsaufgaben, Verteidigung und die Stabilität ihrer Institutionen sichern kann. Ein gemeinsam finanzierter Kredit und Beiträge von Partnern außerhalb der EU würden die Last auf mehrere Staaten verteilen. Uneinige Positionen und der weitere Zeitplan könnten den Beschluss bis Dezember jedoch verzögern.
Was geschehen ist
Die Europäische Kommission bezifferte den Finanzierungsbedarf der Ukraine für 2027 auf 70 Milliarden Euro. Daraufhin beauftragte der Europäische Rat die Kommission, Vorschläge zur Deckung des Defizits auszuarbeiten. Nach den Angaben von Europäischem Ratspräsident António Costa soll die EU zwei Drittel dieser Summe, also etwa 46,7 Milliarden Euro, übernehmen. Den übrigen Betrag sollenPartner außerhalb der EU beitragen; die EU wandte sich deshalb insbesondere an das Vereinigte Königreich, Kanada und Norwegen. Als vorrangige Finanzierungsoption wird ein neuer Kredit auf Grundlage gemeinsamer EU-Anleihen geprüft, während zusätzliche Anleihemöglichkeiten nicht ausgeschlossen wurden.
Wie ukrainische Quellen darüber berichten
Die Berichte betonen das Ausmaß des ukrainischen Finanzierungsbedarfs, den möglichen EU-Anteil von zwei Dritteln und die Erwartung, dass verbleibende Mittel von Verbündeten außerhalb der EU kommen. Sie heben außerdem die diplomatische Suche nach Unterstützung durch das Vereinigte Königreich, Kanada und Norwegen sowie die geprüfte Option eines neuen gemeinsamen Kredits hervor.
Wie internationale Quellen darüber berichten
Im Mittelpunkt stehen die Verhandlungen innerhalb der EU und unterschiedliche Positionen der Mitgliedstaaten. Ungarn, Slowakei, Tschechien und Bulgarien wollen sich nicht an einem neuen Kredit beteiligen, wollen die übrigen Staaten aber nicht daran hindern. Belgien lehnt den Einsatz eingefrorener russischer Vermögen ab, während Deutschland zusätzliche Anleihen nicht ausschließt.
Hintergrund
Für die Ukraine ist bereits ein Finanzierungsrahmen von 90 Milliarden Euro genehmigt, aus dessen Mitteln 2026 und 2027 Zahlungen erfolgen sollen. Darüber hinaus benötigt das Land nach Einschätzung der Europäischen Kommission weitere 70 Milliarden Euro, um sein Budgetdefizit 2027 zu schließen. Das weitere Vorgehen hängt von den Verhandlungen über einen neuen Kredit ab, der möglicherweise durch gemeinsame EU-Anleihen finanziert würde.