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Ukraines Industrieproduktion bricht im September 2026 um 9,2 Prozent ein

Die ukrainische Industrieproduktion sank im September 2026 um 9,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Russellische Angriffe auf metallurgische Anlagen und die Energieinfrastruktur sowie weitere Betriebsstörungen verschärften den Rückgang, während das reale Bruttoinlandprodukt im September um 2,4 Prozent sank.

Das Wichtigste

  • Die ukrainische Industrieproduktion fiel im September 2026 um 9,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
  • Von Januar bis Oktober sank die Industrieproduktion um 1,9 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum 2025.
  • Bei Anfang September getroffenen Angriffen auf Hochöfen von drei Werken wurden sieben Anlagen beschädigt oder zerstört.
  • Die Stilllegung betraf Betriebe, die zuvor rund 90 Prozent der ukrainischen Stahlproduktion ausmachten.
  • Metinvest erklärte für Teile seiner Verträge die Force-Majeure-Klausel nach dem Stopp von „Zaporizhstal“ und „Kametstal“.
  • Russische Angriffe auf ukrainische Energieanlagen stiegen bis zum 10. Juli 2026 um 36 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
  • Im September 2026 sank das reale BIP der Ukraine um 2,4 Prozent.

Warum es wichtig ist

Der September-Rückgang zeigt eine deutliche Verschlechterung der industriellen Aktivität nach vergleichsweise moderaten Einbußen zu Beginn des Jahres. Angriffe auf die Bergbau- und Metallindustrie, Produktionsstopps und beschädigte Energieinfrastruktur unterbrechen Lieferketten, reduzieren die Stahlproduktion und belasten Verträge sowie Exportkapazitäten. Zugleich sinken das reale BIP und die landwirtschaftliche Produktion, was auf breiteren wirtschaftlichen Druck hindeutet.

Was geschehen ist

Die ukrainische Industrieproduktion ging im September 2026 um 9,2 Prozent zurück, nachdem sie von Januar bis Februar um 4,6 Prozent, im April vorübergehend um 1,2 Prozent und in den ersten vier місяці 2026 року загалом на 0,4 Prozent gefallen war. Anfang September trafen russische ballistische Raketen die Hochöfen von drei Werken in den Oblasten Saporisj und Dnipropetrowsk; sieben Hochöfen wurden beschädigt oder zerstört. Die betroffenen Betriebe standen für rund 90 Prozent der ukrainischen Stahlproduktion. Wegen der Stilllegung von „Zaporizhstal“ und „Kametstal“ erklärte Metinvest für einen Teil seiner Verträge die Force-Majeure-Klausel. Insgesamt griff Russland nach den verfügbaren Angaben seit Jahresbeginn mindestens 30 Mal wichtige Betriebe des Bergbau- und Metallkomplexes an. Weitere Störungen entstanden durch beschädigte Energieinfrastruktur, Logistikprobleme und die Blockade ukrainischer Seehäfen. Im September sank das reale BIP der Ukraine um 2,4 Prozent.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Die ukrainische Berichterstattung verknüpft den industriellen Rückgang vor allem mit den direkten Folgen russischer Angriffe auf металургійну та енергетичну інфраструктуру, den Stillstand wichtiger Produktionsstätten, gestörte Verträge und zusätzliche logistische Einschränkungen. Eingebettet wird der Rückgang in einen breiteren wirtschaftlichen Kontext mit sinkendem BIP, niedrigerer Zuckerproduktion und Erwartungen einer weiteren Schrumpfung 2026 und 2027.

Hintergrund

Bereits im Januar und Februar 2026 war die Industrieproduktion um 4,6 Prozent gefallen, im April stieg sie kurzfristig um 1,2 Prozent. Für das糖 industry forecast analysts Ukrainian sugar factories of 1,1 bis 1,2 Millionen Tonnen Zucker für die Saison 2026/2027, rund ein Drittel weniger als der vorherige Umfang von etwa 1,8 Millionen Tonnen. Als Ursache werden die schlechten Bedingungen für Zuckerrüben genannt. Der Zuckerexport könnte auf 200.000 bis 300.000 Tonnen sinken. Für das ungünstigste Szenario beziffert Forbes Ukraine die möglichen Verluste der ukrainischen Wirtschaft infolge von Angriffen auf den Bergbau- und Metallkomplex auf 7 Prozent des BIP.