Veröffentlicht am

NABU: Hochrangiger SBU-Mitglied bedrohte_detektive mit Waffe und verhinderte genehmigte Durchsuchung

Das ukrainische Antikorruptionsbüro NABU hat einen hochrangigen Beamten der Sicherheitsbehörde SBU beschuldigt, during einer gerichtlich genehmigten Durchsuchung mit dem Einsatz einer Schusswaffe gedroht und die NABU-Detektive am Zutritt zum Durchsuchungsort gehindert. SBU-Spezialkräfte erschienen ebenfalls am Ort. Das NABU nannte weder den Ort noch das zugrunde liegende Strafverfahren; die SBU reagierte zunächst nicht.

Das Wichtigste

  • Die Durchsuchung wurde von NABU-Detektiven auf Grundlage eines Beschlusses eines Richters des Höheren Antikorruptionsgerichts durchgeführt.
  • Ein hochrangiger SBU-Beamter drohte laut NABU mit dem Einsatz einer Schusswaffe.
  • Der Beamte hinderte die NABU-Detektive am Zutritt zum Durchsuchungsort.
  • SBU-Spezialkräfte erschienen ebenfalls am Durchsuchungsort.
  • Das NABU bezeichnete die Behinderung der gesetzlichen Ermittlungsarbeiten als unzulässig.
  • Das NABU nannte weder den Durchsuchungsort noch das zugrunde liegende Strafverfahren.
  • Die SBU hatte auf die Erklärung des NABU zunächst nicht reagiert.

Warum es wichtig ist

Der Vorfall wirft Fragen danach auf, ob die NABU-Detektive ihre gesetzlich genehmigten Ermittlungshandlungen trotz des Widerstands anderer staatlicher Institutionen durchsetzen können. Zugleich blieb die SBU bis zur Veröffentlichung der materiellen Informationen ohne публichen Kommentar, während Ort und zugrunde liegendes Strafverfahren weiterhin unbekannt waren.

Was geschehen ist

Das NABU erklärte am Morgen des 4. November, dass seine Detektive auf Grundlage eines Beschlusses eines Richters des Höheren Antikorruptionsgerichts eine Durchsuchung durchführten. Ein hochrangiger Beamter der SBU habe sie während der gesetzlichen Ermittlungsmaßnahmen mit dem Einsatz einer Schusswaffe bedroht und nicht zum Durchsuchungsort gelassen. Außerdem seien dort SBU-Spezialkräfte erschienen. Das Büro bezeichnete die Handlungen des Beamten sowie die Ankunft der Spezialkräfte als unzulässig und als Behinderung der gesetzlichen Verfahrenspflichten seiner Detektive. Es nannte weder den Ort der Durchsuchung noch das entsprechende Strafverfahren und kündigte weitere Einzelheiten an.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Die ukrainische Berichterstattung konzentriert sich auf die formellen Vorwürfen des NABU, der hochrangige SBU-Beamte habe eine rechtmäßig genehmigte Durchsuchung behindert und mit einer Schusswaffe gedroht. Einige Berichte identifizieren den Beamten anhand von Quellen in den Strafverfolgungsbehörden als General Serhii Duk, betonen aber, dass das NABU ihn in seiner öffentlichen Erklärung nicht nannte.

Hintergrund

Die Detektive des NABU führten die Durchsuchung auf Grundlage eines Beschlusses eines Richters des Höheren Antikorruptionsgerichts durch. Quellen in den Strafverfolgungsbehörden identifizierten den hochrangigen SBU-Beamten als General Serhii Duk, während die öffentliche Erklärung des NABU keinen Namen nannte. Der Vorfall wurde am Morgen des 4. November gemeldet.