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Ukrainianische Antikorruptionsbehörden decken Großorganisation „Karthago“ auf

Das ukrainische Nationale Antikorruptionsbüro (NABU) und die Spezialstaatsanwaltschaft für Korruptionsverbrechen (SAP) haben am 4. November die Zerschlagung einer großen kriminellen Organisation im Rahmen der Operation „Karthago“ gemeldet. Den Ermittlungen zufolge waren neben dem Drogenhandel und Betrugscallcentern auch Fälschung und organisierte Gewalt im Spiel. Mehrere hochrangige Sicherheits- und Polizeifunktionäre wurden festgenommen oder vorläufig suspendiert; ihre Beteiligung wird untersucht.

Das Wichtigste

  • NABU und SAP haben am 4. November 2026 die Operation „Karthago“ und die Aufdeckung einer kriminellen Organisation mit mindestens zwölf Beteiligten gemeldet.
  • Die Organisation soll Schaumgeld-Callcenter, Drogenhandel, die Herstellung falscher Euro, Angriffe auf Menschen sowie illegale Tabakprodukte betrieben haben.
  • Generalmajor Serhij Duka wurde am 4. November festgenommen; laut NABU hinderte er die Ermittlungen und drohte mit einer Waffe.
  • Serhij Duka ist nach journalistischen Recherchen mit dem Pseudonym „Akim“ identifiziert worden und war erster stellvertretender Leiter der Abteilung für den Schutz der nationalen Staatssicherheit der SBU.
  • NABU-Detektive nennen Andrij Osypow, einen früher mehrfach verurteilten Mann mit weitreichenden Kontakten zu Sicherheitsbehörden, den Gründer und Leiter der Organisation unter dem Pseudonym „Kriminal“.
  • Jeweler Burkin, der als „Mexikaner“ identifiziert wurde, ist in der Ukraine zur Fahndung ausgeschrieben und seit Dezember 2023 persönlichen Sanktionen unterworfen; Medien berichten, dass er in Mexiko untertaucht ist.
  • Ermittler gehen davon aus, dass „Chimprom“ seine Aktivitäten nach Beginn des russischen Großangriffs mit Unterstützung einflussreicher ukrainischer Sicherheitsbeamter ausweitete.

Warum es wichtig ist

Die Ermittlungen werfen Fragen über die Kontrolle über Sicherheits- und Strafverfolgungsbehörden sowie über eine mögliche Duldung oder Beteiligung hochrangiger Beamter aus. Zugleich zeigen sie, dass ein transnationaler Drogen- und Betrugskartell nach Beginn des Großangriffs seine Tätigkeit in der Ukraine offenbar erweitern konnte. Die Festnahmen und Suspendierungen können daher Auswirkungen auf die operative Arbeit der betroffenen Institutionen haben.

Was geschehen ist

NABU und SAP meldeten am 4. November die викриття einer масштабної злочинної організації в межах спецоперації «Карфаген». За версією слідства, вона займалася шахрайськими колцентрами, торгівлею наркотиками, виготовленням фальшивих євро та замовними нападами на людей; операція виявила також викрадення і побиття людей, незаконне виготовлення цигарок та підробленої іноземної валюти. До складу організації входило щонайменше 12 осіб, а її учасники ошукували як українців, так і іноземців.

Сергія Дуку затримали 4 листопада після того, як детективи НАБУ прийшли до нього з обшуком. За повідомленням НАБУ, Дука перешкоджав слідчим діям і погрожував зброєю, а озброєні люди протягом приблизно трьох годин не дозволяли розпочати обшук. На місце прибули спецпризначенці СБУ. В результаті операції вже було здійснено певні відсторонення посадовців; за даними джерел, також затримали Володимира Ценова («Прайс»), Олександра Дем’янчука («Консультант») і Віталія Рибалка («Боксер»).

Слідство пов’язує організацію з «Хімпромом» — транснаціональним наркокартелем, що спеціалізується на мефедроні, альфа-PVP, так званій «сіль», а також на шахрайських колцентрах. За твердженням детективів, картель продовжив розширювати діяльність після початку повномасштабного вторгнення, отримуючи підтримку впливових українських правоохоронців.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Die ukrainische Darstellung betont den Umfang der aufgedeckten Organisation, предполагаute Verbindungen zu hochrangigen Beamten und die Identifizierung der unter Pseudonymen geführten Beteiligten. Im Mittelpunkt stehen die Festnahmen von Mitarbeitern der SBU und der Nationalpolizei sowie der Vorwurf, das ukrainische Sicherheitsapparat hätten das Wachstum des Kartells nach Beginn des Großangriffs ermöglicht.

Hintergrund

Die SBU meldete bereits 2023 eine Operation gegen „Chimprom“, bei der 89 Drogenhändler festgenommen und Drogenlabore zerstört wurden. Die SBU hatte die Organisation mit russischen Geheimdienstkreisen in Verbindung gebracht. Journalisten identifizierten inzwischen die meisten Beteiligten, die von den Antikorruptionsbehörden unter Pseudonymen genannt worden waren. Auf einer im Ermittlungsmaterial erwähnten Tonaufnahme spricht „Mexikaner“ von einer Zusammenarbeit mit Vertretern des russischen FSB und nennt einen Mitarbeiter der russischen Geheimdienste mit dem Nachnamen Abdrafikov.