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Russland exportiert erstmals seit 1996 Gusseisen über Murmansk

Russland hat erstmals seit 1996 die Ausfuhr von Gusseisen über den arktischen Hafen Murmansk aufgenommen. Grund ist die Umleitung von Lieferungen aus dem Schwarzmeerraum, wo Angriffe auf Schiffe den Seehandel unsicherer gemacht haben. Die Route ist rund zehn Tage länger und nahezu doppelt so teuer wie die üblichen Schwarzmeerverbindungen.

Das Wichtigste

  • Mehr als 180 Eisenbahnwagen mit 65.000 Tonnen Metall wurden für die Testverladung aus dem Ural nach Murmansk gebracht.
  • Der Hafen Murmansk meldete am 14. Oktober die Lieferung und den Beginn der Bearbeitung der Ladung.
  • Die Route nach Murmansk dauert etwa zehn Tage länger als über das Schwarze Meer.
  • Die Frachtkosten von Murmansk in die Türkei sind fast doppelt so hoch wie von Schwarzmeerhäfen.
  • Einige russische Produzenten und Frachtführer zahlen für den Transport über Murmansk 100 US-Dollar mehr je Tonne.
  • Das letzte Gusseisen-Exportverladen aus Noworossijsk erfolgte am 31. Juli 2026.
  • Die Europäische Union untersagte ab dem 1. Januar 2026 den Import von russischem Gusseisen.

Warum es wichtig ist

Die Umleitung zeigt, wie stark sich Russlands Seewirtschaftstransporte an die Angriffe auf Schiffe im Schwarzen Meer anpassen. Der Wechsel verteuert den Export und verlängert die Lieferzeiten. Zugleich belasten die umgeleiteten Waren die russischen Eisenbahnstrecken. Sollte die Testverladung erfolgreich sein, könnte der arktische Hafen dauerhaft zu einem zusätzlichen Exportkorridor werden.

Was geschehen ist

Russland hat die Ausfuhr von Gusseisen über den arktischen Hafen Murmansk wieder aufgenommen, womit erstmals seit 1996 metall через этот порт экспортироваться. Для тестовой отгрузки были доставлены более 180 вагонов с 65 тысячами тонн металла из Урала. Мурманск сообщил 14 октября о начале обработки груза. Вероятным направлением пробной партии называется Турция, а после успешного теста порт может организовать регулярные поставки. Перевозка этим путем примерно на десять дней дольше и почти вдвое дороже, чем через Черное море. Последняя отгрузка российского чугуна из Новороссийска состоялась 31 июля 2026 года.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Ukrainische Medien stellen den Wechsel vor allem mit ukrainischen Angriffen auf russische Schiffe im Schwarzen Meer in Verbindung. Sie betonen außerdem die längere Transportzeit, die höheren Frachtkosten, die EU-Beschränkungen für russisches Gusseisen und die durch die Umleitung verursachten Engpässe auf der russischen Eisenbahn.

Hintergrund

Nach Angaben der Sicherheitsfirma Ambrey wurden seit Jahresbeginn im Schwarzen Meer fast 700 Angriffe auf Schiffe registriert. Russland hatte bereits einen erheblichen Teil seiner Rohstofftransporte auf Ostseehäfen verlagert, von wo einzelne Ladungen weiter in entfernte Regionen geschickt werden. Die Umleitung von Gütern belastet zudem das von „Russische Eisenbahnen“ betriebene Netz.