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Sybiha: Russland führt bereits Krieg gegen Europa

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha hat in einem Beitrag auf X erklärt, Russland führe bereits aktiv Krieg gegen Europa. Er verwies auf eine Reihe von Vorfällen – Drohnenvorfälle am Flughafen Leipzig, Sabotageakte an Rüstungsbetrieben, GPS-Störungen, Verletzungen des NATO-Luftraums, Beschädigungen von Unterseekabeln in der Ostsee, Cyberangriffe, Desinformation und entdeckte Tunnel von Belarus in baltische Staaten – und forderte drei Schritte: die Präsenz russischer Bürger in Europa einzuschränken, alle Bindungen an Russland zu kappen und russische Einflussnetzwerke in Europa zu zerschlagen.

Das Wichtigste

  • Sybiha veröffentlichte die Erklärung am 5. September auf der Plattform X.
  • Er nannte Drohnen am Flughafen Leipzig, Sabotage an Rüstungsbetrieben in EU-Ländern, GPS-Störungen im Luftverkehr sowie Drohnen- und Raketeneindringen in den NATO-Luftraum als Beispiele.
  • Er listete zudem Beschädigungen von Unterseekabeln in der Ostsee, Cyberangriffe, Desinformationskampagnen zur Krise in der spanischen Enklave Ceuta sowie Tunnel von Belarus in baltische Staaten auf.
  • Er zog eine Parallele zu den Phasen vor 2014 und 2022 und warnte, Europa befinde sich auf einem ähnlichen Kurs.
  • Er forderte drei Maßnahmen: Beschränkung der Präsenz russischer Staatsbürger, Abbruch aller Bindungen einschließlich Handelsembargo und Ende aller Energieprojekte sowie Zerschlagung russischer Einflussnetzwerke.
  • Die Ukraine sei bereit, ihre Erfahrungen im Umgang mit russischer Aggression mit europäischen Regierungen zu teilen.
  • Der dänische Geheimdienst hatte am 3. September mitgeteilt, Russland habe Sabotageakte an Rüstungsbetrieben geplant, um Lieferungen an die Ukraine zu stoppen.

Warum es wichtig ist

Sybiha bündelt eine Vielzahl separater Vorfälle in Europa zu einem Bild einer abgestimmten russischen Strategie und Parallelen zur Vorgeschichte der Aggressionen gegen die Ukraine 2014 und 2022. Mit drei konkreten politischen Forderungen – Visa-Restriktionen, Embargo und Energietrennung, Auflösung russischer Einflussstrukturen – richtet er eine abgestimmte öffentliche Botschaft an europäische Regierungen. Zugleich positioniert er die Ukraine als europäischen Partner mit konkreter Erfahrung im Umgang mit russischer Aggression.

Was geschehen ist

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha veröffentlichte am 5. September einen Beitrag auf der Plattform X, in dem er erklärte, Russland führe bereits aktiv Krieg gegen Europa. Als Belege führte er eine Reihe von Vorfällen an: den Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig, Sabotage an Rüstungsbetrieben in Dutzenden EU-Ländern, die geheime Anwerbung von Agenten, GPS-Störungen im Luftverkehr, Drohnen- und Raketeneindringen in den NATO-Luftraum, Beschädigungen von Unterseekabeln in der Ostsee, Cyberangriffe, großangelegte Desinformationskampagnen zur Krise in der spanischen Enklave Ceuta und kürzlich entdeckte Tunnel von Belarus in baltische Staaten. Sybiha zog eine Parallele zu den Phasen vor 2014 und 2022 und mahnte, diese Vorfälle nicht isoliert, sondern als koordiniertes Muster zu betrachten. Er formulierte drei politische Forderungen an europäische Regierungen: die Präsenz russischer Staatsbürger in Europa drastisch zu beschränken und russische Kämpfer aus der EU auszuweisen, alle Bindungen zu Russland zu kappen einschließlich Handelsembargo, verschärfter Sanktionen und der Beendigung aller Energieprojekte – auch im Nuklearbereich – sowie die vollständige Zerschlagung russischer Einflussnetzwerke in Europa, einschließlich der Schließung aller Filialen von Rossotrudnichestwo und der ‚Russischen Häuser‘, dem Ende kultureller und wissenschaftlicher Austauschprogramme, dem Verbot russischer Propaganda und der Aufdeckung illegaler Netzwerke, die politische und wirtschaftliche Eliten korrumpieren. Die Ukraine sei bereit, ihre Erfahrung im Umgang mit russischer Aggression mit europäischen Regierungen zu teilen.

Wo die Berichte auseinandergehen

In Sybihas Erklärung wird die Desinformationskampagne in den vorliegenden Fakten teils als auf die ‚Krise in Syrien‘ bezogen, teils bestätigt als auf die Krise in der spanischen Enklave Ceuta bezogen beschrieben. Zudem wird die geheime Anwerbung von Agenten in einer Formulierung als Rekrutierung europäischer Sicherheitskräfte als ‚Marionetten‘ beschrieben, während andere Darstellungen allgemeiner von Agentenrekrutierung sprechen.

Hintergrund

Der dänische Geheimdienst hatte am 3. September mitgeteilt, Russland habe Sabotage an Rüstungsbetrieben geplant, um Lieferungen an die Ukraine zu unterbinden. Die Süddeutsche Zeitung berichtete am 5. September, die deutschen Strafverfolgungsbehörden hätten seit Beginn des Jahres 2026 mehr als 165 möglicherweise sabotagebezogene Vorfälle registriert. Die Telegraph berichtete, Russland rekrutiere Banden für Sabotageakte an europäischen Rüstungsbetrieben.