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Le Pen: Frankreich kann Ukraine nicht weiter finanziell unterstützen

Marine Le Pen, inoffizielle Chefin des rechtsextremen „Rassemblement National" in Frankreich, hat erklärt, Frankreich könne der Ukraine angesichts der eigenen Finanzlage nicht mehr die gleiche finanzielle Hilfe wie bisher leisten. Sie betonte, dies sei „kein Akt der Feindseligkeit gegenüber der Ukraine", und sprach sich dafür aus, die Ausbildung ukrainischer Soldaten und die Lieferung von Ausrüstung fortzusetzen.

Das Wichtigste

  • Le Pen sagte, Frankreich könne der Ukraine nicht mehr das gleiche Maß an finanzieller Unterstützung wie bisher geben und verwies auf die verschlechterte Finanzlage des Landes.
  • Sie erklärte, ihre Haltung sei „kein Akt der Feindseligkeit gegenüber der Ukraine".
  • Frankreich solle nach ihren Worten weiterhin ukrainische Soldaten ausbilden und Ausrüstung liefern, damit die Ukraine sich verteidigen könne.
  • Le Pen verwies auf den Widerspruch, dass Mittel für die Indexierung von Renten fehlten, während Milliarden an den EU-Haushalt flössen.
  • Sie sprach sich für eine „große Friedenskonferenz" zur Erreichung einer „diplomatischen Lösung" des russischen Krieges gegen die Ukraine aus.
  • Le Pen führt laut Umfragen vor der französischen Präsidentschaftswahl 2027 mit deutlichem Abstand; Parteipräsident Bardella hat eine Neubewertung der Ukraine-Unterstützung gefordert.
  • Die Aussage wurde im Sender LCI gemacht und von Le Figaro sowie von „Jevropejska Prawda" aufgegriffen.

Warum es wichtig ist

Le Pen führt die Umfragen vor der französischen Präsidentschaftswahl 2027 mit deutlichem Abstand; ihre Position könnte die künftige französische Politik gegenüber der Ukraine prägen. Sie rahmt den Schritt als finanziell und nicht politisch motiviert ein und hält damit die Militärhilfe – Ausbildung und Ausrüstung – ausdrücklich offen. Parteichef Bardella, der im Fall eines Wahlsiegs Ministerpräsident werden könnte, fordert parallel eine Neubewertung der Ukraine-Unterstützung, was auf eine breitere Linie des Rassemblement National hindeutet. Kritiker verweisen auf Le Pens frühere Kontakte nach Moskau und frühere russische Finanzierungen und stellen die Motive hinter dem vorgeschlagenen Finanzierungsschritt in Frage.

Was geschehen ist

Marine Le Pen, inoffizielle Chefin des rechtsextremen Rassemblement National, erklärte im französischen Sender LCI, Frankreich könne der Ukraine wegen der verschlechterten eigenen Finanzlage nicht mehr die gleiche finanzielle Unterstützung wie bisher leisten. Sie verwies auf den Widerspruch, dass Mittel für die Rentenindexierung fehlten, während Milliarden in den EU-Haushalt flossen. Zugleich betonte sie, dies sei kein Akt der Feindseligkeit gegenüber der Ukraine, und sprach sich dafür aus, die Ausbildung ukrainischer Soldaten und die Lieferung von Ausrüstung zur Verteidigung fortzusetzen. Le Pen warb zudem für eine „große Friedenskonferenz" mit dem Ziel einer „diplomatischen Lösung" des russischen Krieges gegen die Ukraine. Die Aussage wurde von Le Figaro aufgegriffen und von „Jevropejska Prawda" verbreitet.

Hintergrund

Le Pen wurde 2017 im Präsidialwahlkampf im Kreml von Wladimir Putin empfangen; 2014 wurde ihr vorgeworfen, ein Darlehen über 9 Millionen Euro von einer russischen Bank für ihre Partei aufgenommen zu haben. Sie warb in drei Präsidentschaftswahlen (2012, 2017, 2022) und verlor jeweils; 2017 erreichte sie mit 33,9 Prozent die Stichwahl. 2025 wurde sie zu vier Jahren Haft (davon zwei mit elektronischer Fußfessel) und einer Geldstrafe von 100.000 Euro verurteilt und für fünf Jahre von öffentlichen Ämtern ausgeschlossen; im Juli 2026 milderte ein Pariser Gericht das Urteil, was eine theoretische Kandidatur 2027 wieder möglich macht. Die französische Präsidentschaftswahl ist für den 18. April 2027 angesetzt, die Stichwahl für den 2. Mai 2027. Le Pen tritt für eine „große Friedenskonferenz" zur „diplomatischen Lösung" des russischen Krieges gegen die Ukraine ein. Dem Bericht zufolge haben der französische Präsident und der Premierminister Rekorde an Unbeliebtheit aufgestellt.