Selenskyj: Russland feuerte über 2.000 Drohnen, 1.700 Bomben und 19 Raketen in einer Woche auf die Ukraine
Präsident Wolodymyr Selenskyj hat über Facebook gemeldet, Russland habe innerhalb einer Woche mehr als 2.000 Kampfdrohnen, 1.700 Luftbomben und 19 Raketen verschiedener Typen auf die Ukraine abgefeuert. Die meisten Drohnen seien düsengetrieben gewesen. Angriffe trafen kritische und zivile Infrastruktur in mehreren Regionen; bei einem FPV-Drohnenangriff auf ein Männerkloster in der Region Cherson wurde ein Mönch getötet und vier weitere verletzt.
Das Wichtigste
- Selenskyj meldete 2000+ Kampfdrohnen, 1700 Luftbomben und 19 Raketen in einer Woche
- Die meisten Drohnen waren nach seinen Angaben düsengetrieben
- Bei einem FPV-Drohnenangriff auf ein Männerkloster in der Region Cherson starb ein Mönch, vier wurden verletzt
- Angriffe trafen kritische und zivile Infrastruktur in Charkiw, Sumy und Odessa
- Wohngebäude wurden in den Regionen Dnipropetrowsk und Saporischschja getroffen
- Ab dem Abend galten auch die Regionen Winnyzja, Kyjiw, Schytomyr und Tscherkassy als angegriffen
- Ukrainische Luftabwehr schoss 101 von 138 Drohnen während der Angriffswelle ab dem Abend des 19. September ab
- Er rief Partner zu neuen Sanktionen gegen Russland und zu „Frieden durch Stärke" auf, insbesondere USA, Europa und G7
Warum es wichtig ist
Die von Selenskyj genannten Zahlen beschreiben ein ungewöhnlich hohes wöchentliches Volumen russischer Angriffe über mehrere Waffentypen hinweg und deuten auf eine intensivierte Luftkampagne hin. Gleichzeitig verdeutlichen die getroffene Infrastruktur in mehreren Regionen und die Opfer an einer religiösen Stätte die humanitären und infrastrukturellen Kosten. Selenskyj nutzte die Bilanz, um internationale Partner zu weiterem Sanktionsdruck und einem Kurs des „Friedens durch Stärke" aufzufordern.
Was geschehen ist
Präsident Wolodymyr Selenskyj veröffentlichte über Facebook eine Wochenbilanz russischer Angriffe auf die Ukraine. Demnach feuerte Russland innerhalb einer Woche mehr als 2.000 Kampfdrohnen – die meisten davon düsengetrieben –, 1.700 Luftbomben und 19 Raketen verschiedener Typen auf das Land. Bereits am Vortag seiner Meldung hatte die russische Seite mit einer FPV-Drohne ein Männerkloster in der Region Cherson getroffen; dabei wurde ein Mönch getötet und vier weitere verletzt. Angriffe trafen kritische und zivile Infrastruktur in den Regionen Charkiw, Sumy und Odessa; Wohngebäude wurden in den Regionen Dnipropetrowsk und Saporischschja getroffen. Ab dem Abend galten zudem die Regionen Winnyzja, Kyjiw, Schytomyr und Tscherkassy als unter Beschuss. Im Rahmen der nächtlichen Angriffswelle ab dem Abend des 19. September schoss die ukrainische Luftabwehr nach eigenen Angaben 101 von 138 Drohnen ab. Selenskyj verband die Zahlen mit einem Aufruf an die Partner der Ukraine – USA, Europa und G7 –, neue Sanktionen gegen Russland zu verhängen und „Frieden durch Stärke" voranzutreiben.
Wie ukrainische Quellen darüber berichten
Alle drei herangezogenen Quellen stammen aus ukrainischen Medienagenturen und stellen Selenskyjs Wochenbilanz russischer Angriffe als Aufmacher heraus. Die Berichterstattung rückt die menschlichen Folgen in den Vordergrund – den Drohnenangriff auf das Kloster in der Region Cherson mit einem getöteten und vier verletzten Mönchen – sowie die Vielzahl der betroffenen Gebiete, von Charkiw, Sumy und Odessa über Dnipropetrowsk und Saporischschja bis hin zu Winnyzja, Kyjiw, Schytomyr und Tscherkassy. Selenskyjs Forderung nach neuen Sanktionen und einem „Frieden durch Stärke" gegenüber den USA, Europa und der G7 ist Teil der Erzählung.
Hintergrund
Die Drohnen- und Bombenzahlen beziehen sich auf eine über eine Woche angehäufte Angriffsbilanz. Eine konkrete nächtliche Angriffswelle ab dem Abend des 19. September, bei der die ukrainische Luftabwehr 138 Drohnen bekämpfte, fällt in diesen Zeitraum.