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Ukrzaliznytsia schließt Elektrifizierung des ersten neu gebauten europäischen Streckenabschnitts zwischen Uschhorod und Tschop ab

Die ukrainische Eisenbahn Ukrzaliznytsia hat die Elektrifizierung eines 22 Kilometer langen Abschnitts europäischer Spurweite zwischen Uschhorod und Tschop abgeschlossen. Die zweite Phase bis zur ungarischen Grenze bei Záhony soll bis Jahresende folgen. Das Projekt wird zur Hälfte aus einem EU-Zuschuss finanziert und soll Direktverbindungen aus Ungarn, Österreich, der Slowakei und Tschechien nach Uschhorod ermöglichen.

Das Wichtigste

  • Elektrifizierung eines 22 km langen Abschnitts europäischer Spurweite zwischen Uschhorod und Tschop abgeschlossen
  • Zweite Phase von Tschop bis zur ukrainisch-ungarischen Grenze bei Záhony bis Jahresende geplant
  • Gesamtkosten des Projekts: 1,3 Mrd. Hrywnja
  • 50 % der Kosten aus EU-Zuschuss im Rahmen der Connecting Europe Facility (CEF Transport)
  • 285 Mio. Hrywnja aus dem Staatshaushalt in diesem Jahr bereitgestellt
  • Restliche Finanzierung aus dem Staatshaushalt und Eigenmitteln von Ukrzaliznytsia
  • Nach Abschluss Mehrsystem-Lokomotiven für grenzüberschreitenden Verkehr ohne Lokwechsel möglich

Warum es wichtig ist

Es handelt sich um die erste fertiggestellte Elektrifizierung einer neu gebauten Strecke in europäischer Spurweite in der Ukraine. Damit werden die ukrainischen und ungarischen Bahnnetze für den elektrischen Personenverkehr physisch verbunden, sodass Direktzüge aus Ungarn, Österreich, der Slowakei und Tschechien bis nach Uschhorod verkehren können. Die hälftige EU-Finanzierung unterstreicht die europäische Integration der ukrainischen Verkehrsinfrastruktur.

Was geschehen ist

Ukrzaliznytsia hat die Elektrifizierung eines 22 Kilometer langen Abschnitts europäischer Spurweite zwischen Uschhorod und Tschop abgeschlossen und dies über Facebook bekannt gegeben, wie Ukrinform berichtete. Damit ist die erste Phase des Projekts beendet. Aktuell laufen die Arbeiten an der zweiten Phase, die den Abschnitt von Tschop bis zur ukrainisch-ungarischen Grenze bei Záhony umfasst und bis Ende des Jahres fertiggestellt werden soll.

Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 1,3 Mrd. Hrywnja. Die Hälfte davon wird durch einen EU-Zuschuss im Rahmen der Fazilität „Connecting Europe Facility“ (CEF Transport) gedeckt. Die übrige Finanzierung stammt aus dem Staatshaushalt und Eigenmitteln von Ukrzaliznytsia; in diesem Jahr wurden 285 Mio. Hrywnja aus dem Staatshaushalt bereitgestellt. Das Projekt wird mit finanzieller Beteiligung der Europäischen Union umgesetzt und vom ukrainischen Ministerium für Wiederaufbau, Infrastruktur und Transport unterstützt.

Da die ukrainischen und ungarischen Bahnnetze unterschiedliche Spannungen verwenden, sind nach Abschluss der zweiten Phase Mehrsystem-Lokomotiven nötig, die die Grenze ohne Lokomotivwechsel überqueren können. Damit wird es technisch möglich, dass elektrische Personenzüge aus Ungarn, Österreich, der Slowakei und Tschechien direkt bis Uschhorod verkehren. Ukrzaliznytsia hatte bereits zuvor einen modernisierten Elektro auf der Strecke Lwiw–Uschhorod in Betrieb genommen.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Beide ukrainischsprachigen Quellen berichten über den Abschluss als Meilenstein für Ukrzaliznytsia und betonen die europäische Integrationsdimension des Projekts, die EU-Finanzierung sowie die Verbindungen zu den Nachbarländern.

Wo die Berichte auseinandergehen

Die beiden Quellartikel widersprechen sich bei der Jahresangabe der staatlichen Mittelzuweisung von 285 Mio. Hrywnja: Ein Artikel spricht von „diesem Jahr“ („цьогоріч“), der andere von 2026.

Hintergrund

Die Arbeiten an der zweiten Phase von Tschop bis zur ukrainisch-ungarischen Grenze bei Záhony dauern an und sollen bis Jahresende abgeschlossen werden. Da die Ukraine und Ungarn unterschiedliche Bahnspannungen nutzen, sind Mehrsystem-Lokomotiven für grenzüberschreitende Verbindungen erforderlich. Ukrzaliznytsia hat kürzlich einen modernisierten Elektro auf der Strecke Lwiw–Uschhorod in Betrieb genommen.