Ukrzaliznytsia schließt Elektrifizierung der ersten neu gebauten europäischen Spur zwischen Uschhorod und Tschop ab
Die ukrainische Eisenbahn Ukrzaliznytsia hat die Elektrifizierung des ersten, neu gebauten Abschnitts einer europäischen Spur zwischen Uschhorod und Tschop abgeschlossen. Der 22 Kilometer lange Abschnitt ist Teil eines Projekts zur Elektrifizierung bis zur ungarischen Grenze; nach Abschluss sollen elektrische Personenzüge aus Ungarn, Österreich, der Slowakei und Tschechien direkt bis Uschhorod fahren können. Die EU finanziert die Hälfte der Projektkosten über die Fazilität „Connecting Europe“.
Das Wichtigste
- Elektrifizierung der 22 km langen Neubaustrecke europäischer Spur zwischen Uschhorod und Tschop abgeschlossen.
- Arbeiten an Phase zwei – von Tschop bis zur ukrainisch-ungarischen Grenze (Záhony) – im Gange, Abschluss bis Jahresende geplant.
- Multisystem-Elektrolokomotiven sollen die ungarisch-ukrainische Grenze ohne Lokwechsel queren können.
- Elektrische Personenzüge aus Ungarn, Österreich, der Slowakei und Tschechien sollen künftig direkt bis Uschhorod verkehren können.
- Gesamtkosten des Projekts: 1,3 Mrd. Hrywnja.
- 50 % der Kosten – 650 Mio. Hrywnja – über EU-Zuschuss im Rahmen von CEF Transport gedeckt.
- 285 Mio. Hrywnja 2026 aus dem Staatshaushalt für das Projekt bereitgestellt, der Rest aus Haushaltsmitteln und Eigenmitteln von Ukrzaliznytsia.
Warum es wichtig ist
Die Inbetriebnahme der ersten neu gebauten und elektrifizierten europäischen Strecke in der Ukraine ist ein konkreter Schritt zur Anbindung des ukrainischen Schienennetzes an das der EU. Nach Abschluss der zweiten Phase entfällt der Lokwechsel an der Grenze, was Reisezeiten verkürzt und Betriebskosten senkt. Dass die EU über CEF Transport die Hälfte der Projektkosten trägt, zeigt zudem die direkte finanzielle Beteiligung der Union an der ukrainischen Verkehrsinfrastruktur.
Was geschehen ist
Ukrzaliznytsia hat die Elektrifizierung der ersten Phase eines neu gebauten Abschnitts europäischer Spur zwischen Uschhorod und Tschop abgeschlossen. Die Strecke ist 22 Kilometer lang. Bereits laufen die Arbeiten an Phase zwei, die bis zur ukrainisch-ungarischen Grenze bei Záhony führt und bis Ende des Jahres fertiggestellt sein soll. Nach Abschluss beider Phasen können Multisystem-Elektrolokomotiven die Grenze ohne Lokwechsel überqueren, sodass elektrische Personenzüge aus Ungarn, Österreich, der Slowakei und Tschechien technisch in der Lage sind, direkt bis Uschhorod zu fahren. Das Projekt wird mit EU-Mitteln kofinanziert: 50 % der Gesamtkosten von 1,3 Mrd. Hrywnja stammen aus einem Zuschuss im Rahmen von CEF Transport, die übrigen Mittel aus dem Staatshaushalt und Eigenmitteln von Ukrzaliznytsia. Für das laufende Jahr wurden 285 Mio. Hrywnja aus dem Staatshaushalt bereitgestellt. Die ukrainische und die ungarische Bahnnetzspannung unterscheiden sich, weshalb Multisystem-Lokomotiven erforderlich sind.
Wo die Berichte auseinandergehen
Eine Quelle formuliert die Mittelzuweisung von 285 Mio. Hrywnja aus dem Staatshaushalt als „diesjährig“ ohne genaue Jahresangabe, eine andere Quelle datiert dieselbe Zuweisung ausdrücklich auf 2026.
Hintergrund
Die Netze der ukrainischen und der ungarischen Eisenbahn verwenden unterschiedliche Spannungen, weshalb für einen durchgehenden grenzüberschreitenden Verkehr Multisystem-Lokomotiven erforderlich sind. Wenige Tage vor der Bekanntgabe hatte Ukrzaliznytsia einen modernisierten Elektrozug auf der Strecke Lwiw–Uschhorod in Betrieb genommen.