Russland startet massive Drohnennacht über der Ukraine – 135 Drohnen abgeschossen oder unterdrückt
In der Nacht zum 4. Oktober 2025 hat Russland die Ukraine mit 135 Drohnen mehrerer Typen angegriffen. Die ukrainische Luftabwehr schoss oder unterdrückte nach vorläufigen Angaben 08:30 Uhr 123 Shahed-, Gerbera- und andere Drohnen sowie 2 Banderol/Dan-T-Raketen. Treffer und Drohnenteile wurden an jeweils fünf Orten registriert. Der Angriff erfolgte während des Besuchs von Bundeskanzler Friedrich Merz in Kiew.
Das Wichtigste
- Russland griff die Ukraine in der Nacht zum 4. Oktober (ab 18:00 Uhr am 3. Oktober) mit 135 Drohnen an.
- 52 der 135 Drohnen waren reaktive (düsengetriebene) Shahed-Typen; im Einsatz waren außerdem Gerbera, Banderol/Dan-T sowie Parodia-Täuschdrohnen.
- Die Startrichtungen umfassten Orel, Kursk, Millerowo und Primorsko-Achtarsk in Russland sowie die besetzten Gebiete Donezk und Hvardiiske auf der Krim.
- Bis 08:30 Uhr hatte die ukrainische Luftabwehr 123 Drohnen (Shahed, Gerbera und andere Typen) sowie 2 Banderol/Dan-T abgeschossen oder unterdrückt.
- Treffer durch feindliche Luftangriffsmittel wurden an 5 Orten verzeichnet, Trümmer abgeschossener Drohnen fielen an weiteren 5 Orten herab.
- Zum Zeitpunkt des Berichts dauerte der Angriff an, mehrere Drohnen befanden sich noch im ukrainischen Luftraum.
- In Kiew brach im Stadtteil Desnjanskyj ein Brand auf dem Gelände eines Nichtwohngebäudes aus; im Stadtteil Dnipro fielen Drohnenteile auf das Dach eines Privathauses.
- Der Angriff fiel mit dem Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz in Kiew zusammen; das russische Außenministerium hatte zuvor ausländische Staatsbürger und Diplomaten vor der Anwesenheit in der Ukraine gewarnt.
Warum es wichtig ist
Mit 135 Drohnen in einer einzigen Nacht gehört dieser Angriff zu den größten Drohnensalven des Krieges. Die Mischung aus düsengetriebenen Shaheds, Banderol/Dan-T-Raketen und Parodia-Täuschdrohnen zeigt die fortlaufende Diversifizierung des russischen Fernwaffenarsenals. Trotz einer hohen Abfangquote schlugen Drohnen an fünf Orten ein. Politisch fällt der Schlag mit dem Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz in Kiew zusammen, und das russische Außenministerium hatte den Angriff durch eine vorab veröffentlichte Warnung an ausländische Staatsbürger und Diplomaten indirekt angekündigt.
Was geschehen ist
In der Nacht zum 4. Oktober 2025 (ab 18:00 Uhr am 3. Oktober) griff Russland die Ukraine mit 135 Drohnen verschiedener Typen an: Shahed, Gerbera, Banderol/Dan-T sowie Parodia-Täuschdrohnen. 52 davon waren reaktive düsengetriebene Drohnen. Gestartet wurden sie aus Richtung Orel, Kursk, Millerowo und Primorsko-Achtarsk in Russland sowie aus den besetzten Gebieten Donezk und Hvardiiske auf der Krim. Nach vorläufigen Angaben des ukrainischen Luftwaffenkommandos hatte die ukrainische Luftabwehr bis 08:30 Uhr 123 feindliche Drohnen (Shahed, Gerbera und andere Typen) sowie 2 Banderol/Dan-T-Raketen abgeschossen oder mit elektronischen Mitteln unterdrückt. Treffer wurden an 5 Orten registriert, Trümmer abgeschossener Drohnen fielen an 5 weiteren Orten herab. Zum Zeitpunkt des Berichts dauerte der Angriff an, mehrere Drohnen befanden sich noch im ukrainischen Luftraum. In Kiew brach im Stadtteil Desnjanskyj ein Brand auf dem Gelände eines Nichtwohngebäudes aus, im Stadtteil Dnipro fielen Drohnenteile auf das Dach eines Privathauses. Bürgermeister Vitalij Klitschko bestätigte diese Schäden. Der Angriff erfolgte während des Besuchs von Bundeskanzler Friedrich Merz in Kiew; am Vortag hatte das russische Außenministerium ausländische Staatsbürger und diplomatisches Personal vor der Anwesenheit in der Ukraine gewarnt und weitere Angriffe auf Kiew angekündigt.
Wo die Berichte auseinandergehen
Unter den Quellen ist die Zahl der reaktiven (düsengetriebenen) Drohnen innerhalb der 135 uneinheitlich: Eine Quelle nennt 52, eine andere 45.
Hintergrund
Russland setzt bei seinen Fernschlägen gegen die Ukraine zunehmend auf große nächtliche Wellen iranisch konzipierter Drohnen vom Typ Shahed. Die ukrainische Luftabwehr arbeitet mit einem mehrschichtigen System aus Flugabwehrraketen, Kampfflugzeugen, elektronischer Kriegsführung und mobilen Feuergruppen. Banderol/Dan-T ist ein raketenähnlicher Waffentyp, der sich von den propellergetriebenen Shahed- und Gerbera-Drohnen unterscheidet. Parodia-Täuschdrohnen sollen die ukrainische Luftabwehr überlasten und in die Irre führen.