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Finnland liefert F-16-Munition an die Ukraine in den kommenden Tagen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigte nach einem Telefongespräch mit dem finnischen Präsidenten Alexander Stubb am Samstag, dem 10. Oktober, an, dass die Ukraine in den kommenden Tagen Munition für F-16-Kampfjets aus Finnland erhalten wird. Selenskyj bezeichnete F-16-Munition als das, was derzeit das Abschießen der düsengetriebenen Shahed-Drohnen ermöglicht, und dankte Stubb für ein Unterstützungspaket zum Schutz des ukrainischen Luftraums.

Das Wichtigste

  • Die Ukraine erhält in den kommenden Tagen F-16-Munition aus Finnland.
  • Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigte die geplante Lieferung nach einem Telefongespräch mit dem finnischen Präsidenten Alexander Stubb am 10. Oktober an.
  • Selenskyj bezeichnete F-16-Munition als das Mittel, mit dem derzeit düsengetriebene Shahed-Drohnen abgeschossen werden.
  • Selenskyj dankte Stubb für ein Unterstützungspaket zum Schutz des ukrainischen Luftraums.
  • Die beiden Präsidenten erörterten zusätzliche russische Einnahmen aus Ölproduktexporten, die weitere russische Aggression finanzieren könnten.
  • Die Lieferung reiht sich ein in jüngste europäische Hilfszusagen für F-16-Munition und -Wartung aus Belgien, Spanien, Polen und den Niederlanden.

Warum es wichtig ist

Finnland schließt sich damit Belgien, Spanien, Polen und den Niederlanden an, die in den letzten Wochen ebenfalls F-16-Munition, -Ersatzteile oder zusätzliche Flugzeuge zugesagt haben. Selenskyj zufolge ist diese Munition derzeit entscheidend, um düsengetriebene Shahed-Drohnen abzufangen – ein direkter Beitrag zur ukrainischen Luftverteidigung gegen eine der häufigsten russischen Angriffswaffen.

Was geschehen ist

Präsident Wolodymyr Selenskyj führte am Samstag, dem 10. Oktober, ein Telefongespräch mit dem finnischen Präsidenten Alexander Stubb. Im Anschluss kündigte Selenskyj an, dass die Ukraine in den kommenden Tagen Munition für F-16-Kampfjets aus Finnland erhalten werde. Er dankte Stubb für ein finnisches Unterstützungspaket zum Schutz des ukrainischen Luftraums und erläuterte, F-16-Munition sei derzeit das, was das Abschießen düsengetriebener Shahed-Drohnen ermögliche. Die beiden Präsidenten sprachen zudem über zusätzliche russische Einnahmen aus dem Export von Ölprodukten, die zur Finanzierung weiterer russischer Aggression genutzt werden könnten, und informierten einander über die jüngsten russischen Angriffe. Selenskyj berichtete über das Gespräch auf Facebook.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Alle verfügbaren Quellen sind ukrainischsprachige Medien. Sie stellen die Ankündigung in den Mittelpunkt und rahmen das finnische Paket sowohl als Beitrag zur Luftverteidigung als auch als Ergebnis des Telefongesprächs zwischen Selenskyj und Stubb. Besonders hervorgehoben wird die operative Bedeutung der F-16-Munition für das Abschießen düsengetriebener Shahed-Drohnen sowie Selenskyjs Dank an Finnland für die Unterstützung beim Schutz des Luftraums.

Hintergrund

Die ukrainischen Verteidigungskräfte hatten Mitte September begonnen, F-16 gegen düsengetriebene russische Drohnen einzusetzen. Anfang September hatte ein hochrangiger Luftwaffenvertreter einen akuten Mangel an Luft-Luft-Raketen für ukrainische Piloten gemeldet. Selenskyj hatte zuvor angegeben, die Ukraine benötige täglich 5.000 bis 6.000 Schuss Munition im Kaliber 20 mm für F-16, um düsengetriebene Drohnen zu zerstören. Anfang Oktober hatten Belgien, Spanien und Polen mit der Lieferung von 20-mm-Geschossen für F-16 begonnen, Belgien kündigte zudem eine beschleunigte Übergabe von drei F-16 bis Jahresende an, und der niederländische Ministerpräsident sagte Hilfe bei Wartung, Ersatzteilen und Munition für die ukrainischen F-16 zu.