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Selenskyj kündigt Abkommen mit Belgien über Lieferung von drei F-16-Kampfjets an

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am 29. September ein Abkommen mit Belgien über die Lieferung von drei F-16-Kampfjets an die Ukraine noch in diesem Jahr bekannt gegeben. Die Übergabe soll in einem beschleunigten Verfahren erfolgen. Selenskyj verwies auf die eskalierenden russischen Angriffe und die Notwendigkeit, Luftziele abzufangen und die Bevölkerung zu schützen.

Das Wichtigste

  • Selenskyj kündigte am 29. September ein Abkommen mit Belgien über die Lieferung von drei F-16-Kampfjets noch in diesem Jahr an.
  • Die Übergabe der Jets soll in einem beschleunigten Verfahren erfolgen.
  • Die Ukraine hat nach Angaben Selenskyjs bereits dringend Munition für F-16 aus Belgien und anderen Ländern, darunter Spanien, erhalten.
  • Selenskyj begründete den Bedarf mit der täglichen russischen Eskalation und der Notwendigkeit, Luftziele abzufangen und Menschen zu schützen.
  • Er dankte dem belgischen Premierminister Bart De Wever und der belgischen Regierung für entschlossene Unterstützung.
  • Anfang 2026 hatte Belgien noch keinen der 30 zugesagten F-16 geliefert und die Verzögerung mit verschobenen F-35-Lieferzeiten begründet.
  • Belgiens Verteidigungsminister Theo Francken hatte im Juni angekündigt, in diesem Jahr sieben F-16 liefern zu wollen – vier als Ersatzteilspender und drei für den aktiven Einsatz.

Warum es wichtig ist

Belgien hatte zuvor die Lieferung der zugesagten F-16-Jets verzögert; eine neue beschleunigte Lieferzusage markiert einen Stimmungswandel in der belgischen Haltung. Die Jets werden von Kiew als dringend benötigt eingestuft, um die eskalierenden russischen Luftangriffe abzuwehren. Die Ankündigung spiegelt die laufende Abstimmung der F-16-Versorgung unter europäischen Verbündeten wider, einschließlich eines parallelen Munitionsprogramms mit Belgien und Spanien.

Was geschehen ist

Am Dienstag, dem 29. September 2026, gab der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj über Telegram und weitere soziale Netzwerke bekannt, dass mit Belgien eine Vereinbarung über die Lieferung von drei F-16-Kampfjets an die Ukraine getroffen wurde. Die Jets sollen noch in diesem Jahr im Rahmen eines beschleunigten Verfahrens übergeben werden. Selenskyj erklärte zudem, die Ukraine habe bereits dringend Munition für F-16 aus Belgien und weiteren Ländern, darunter Spanien, erhalten. Er verwies auf die tägliche russische Eskalation und begründete den zusätzlichen Bedarf an Flugzeugen mit der Notwendigkeit, Luftziele abzufangen und die Zivilbevölkerung zu schützen. Selenskyj dankte ausdrücklich Belgien, Premierminister Bart De Wever und der gesamten belgischen Regierung für entschlossene Unterstützung angesichts der russischen Angriffe. Hintergrund ist, dass Belgien Anfang 2026 noch keinen der 30 zugesagten F-16 geliefert hatte und die Verzögerung mit verschobenen Lieferzeiten für neue belgische F-35 begründet hatte.

Wie internationale Quellen darüber berichten

Der einzige internationale Agenturbericht – von der aserbaidschanischen, englischsprachigen Agentur APA – übernimmt weitgehend die ukrainische Darstellung, formuliert die Ankündigung jedoch stärker als Selenskyjs Ankündigung eines „Pakts" und weniger als vollständig bestätigtes bilaterales Abkommen, was einen vorsichtigeren Ton widerspiegelt.

Wo die Berichte auseinandergehen

Die Quellen sind uneins darüber, ob die Lieferfrist „bis Ende dieses Jahres" das Ende des Jahres 2026 oder das Ende des Jahres 2027 meint. Die Mehrheit der Artikel und Fakten gibt „Ende dieses Jahres" oder „Ende 2026" an, während einzelne Quellen „Ende 2027" nennen.

Hintergrund

Belgiens Verteidigungsminister Theo Francken hatte im Juni angekündigt, Belgien wolle in diesem Jahr sieben F-16 liefern – vier davon als Ersatzteilspender und drei für den aktiven Einsatz – und signalisiert, er werde vorschlagen, in den kommenden Jahren alle belgischen F-16 an die Ukraine abzugeben. Anfang 2026 hatte Belgien noch keinen der 30 zugesagten F-16 übergeben und die Verzögerung mit verschobenen Lieferzeiten für neue F-35 begründet. Selenskyj hatte den Zeitplan für die belgischen Lieferungen im Juni in Brüssel mit Premierminister Bart De Wever erörtert; dabei ging es auch um ein neues Verteidigungspaket und Beiträge zum PURL-Programm. Die Ukraine setzt F-16 sowohl an der Front als auch im rückwärtigen Raum ein, um russische Marschflugkörper und andere Luftziele abzufangen. Norwegens Premierminister Jonas Gahr Støre hatte im April erklärt, die erste von sechs norwegischen F-16, die sich derzeit zur umfassenden Wartung im Ausland befinden, sei bald einsatzbereit. Verbündete haben in den letzten Jahren Dutzende F-16 an die Ukraine übergeben; die genauen Zahlen sind als Verschlusssache eingestuft.