Selenskyj warnt vor neuem russischen Großangriff – Großbritannien kündigt Luftabwehrpaket über 100 Millionen Pfund an
Wolodymyr Selenskyj erklärte bei einem Treffen mit dem britischen Premierminister Andy Burnham am 22. September in New York, die ukrainische Aufklärung habe Informationen über die Vorbereitung eines neuen massiven russischen Angriffs auf die Ukraine. Großbritannien kündigte parallel ein Luftabwehrpaket im Wert von 100 Millionen Pfund (116 Millionen Euro) an, das unter anderem Patriot-Raketen umfasst und über den PURL-Mechanismus vor dem Winter geliefert werden soll.
Das Wichtigste
- Selenskyj erklärte am 22. September in New York, die ukrainische Aufklärung habe Informationen über die Vorbereitung eines neuen massiven russischen Angriffs.
- Die Äußerung fiel bei einem Treffen mit dem britischen Premierminister Andy Burnham.
- Themen des Gesprächs waren Sicherheit, der Schutz der Ukrainer, die Vorbereitung auf den Winter und diplomatische Möglichkeiten.
- Großbritannien stellt 100 Mio. Pfund (116 Mio. Euro) für ein Luftabwehrpaket bereit, das auch Patriot-Raketen umfasst.
- Die Lieferung der britischen Luftabwehrwaffen erfolgt über den PURL-Mechanismus.
- Selenskyj erklärte, solange die Ukrainer täglich unter Raketen- und Drohnenangriffen lebten, könne von einer Lockerung der Sanktionen keine Rede sein.
- Selenskyj sagte am Dienstag, US-Präsident Donald Trump sei einer Lizenzvergabe für die Produktion von Patriot-Raketen in der Ukraine „positiv aufgeschlossen“.
Warum es wichtig ist
Selenskyjs öffentliche Warnung vor einem bevorstehenden russischen Großangriff, gestützt auf Erkenntnisse der Aufklärung, erhöht die Alarmbereitschaft in der Ukraine und bei den Verbündeten. Die Verknüpfung mit einem konkreten britischen Luftabwehrpaket unterstreicht die operative Abstimmung mit Partnern vor dem Winter, wenn Russland die Energieinfrastruktur verstärkt unter Druck setzen dürfte.
Was geschehen ist
Präsident Wolodymyr Selenskyj traf am 22. September in New York den britischen Premierminister Andy Burnham. Bei dem Gespräch erklärte Selenskyj, die ukrainische Aufklärung verfüge über Informationen, dass Russland einen neuen massiven Angriff auf die Ukraine vorbereite. Er kündigte an, dass Großbritannien 100 Millionen Pfund (116 Millionen Euro) für ein Luftabwehrpaket bereitstelle, das auch Patriot-Raketen umfasse und über den PURL-Mechanismus vor dem Winter geliefert werden solle. Selenskyj dankte dem Vereinigten Königreich für die anhaltende Unterstützung des ukrainischen Energiesektors und wies auf den neuen britischen Beitrag vor dem Winter hin. Beide Seiten erörterten zudem Sicherheitsfragen, den Schutz der ukrainischen Bevölkerung, die Vorbereitung auf den Winter und verfügbare diplomatische Möglichkeiten. Selenskyj sagte, Kiew arbeite mit Partnern an einer Verstärkung der Luftabwehr und sei in ständigem Kontakt über zusätzliche Kapazitäten. Er betonte, seine Position zur Beibehaltung und Verschärfung der Sanktionen gegen Russland werde von Burnham geteilt. Am Dienstag hatte Selenskyj zudem erklärt, US-Präsident Donald Trump sei einer Lizenzvergabe für die Produktion von Patriot-Raketen in der Ukraine positiv aufgeschlossen.
Wo die Berichte auseinandergehen
Die Quellen sind sich uneinig über die Identität des britischen Gesprächspartners: Mehrere Fakten identifizieren ihn als Andy Burnham, während einzelne Fakten die alternative Angabe „Keir Starmer (Andy Burnham)“ enthalten. Damit bleibt offen, ob der amtierende britische Premierminister oder der Mayor of Greater Manchester anwesend war.
Hintergrund
Selenskyj verknüpfte die tägliche Bedrohung der Ukraine durch Raketen- und Drohnenangriffe mit der Begründung für die Aufrechterhaltung und Verschärfung der Sanktionen gegen Russland. Zudem verwies er darauf, dass US-Präsident Donald Trump Berichten zufolge einer Lizenzvergabe für die Produktion von Patriot-Raketen in der Ukraine positiv gegenüberstehe.