Trump empfängt Xi im Weißen Haus – kein Durchbruch bei KI, Handel, Taiwan oder Iran
US-Präsident Donald Trump empfing Chinas Staatschef Xi Jinping am Donnerstag, dem 24. September, im Weißen Haus zu Gesprächen. Nach Berichten brachte das Treffen keine sichtbaren Fortschritte bei den Themen künstliche Intelligenz, Handel, Taiwan und Iran. Trump kündigte an, mit Xi über den sogenannten „Graham Law“ zu Russland-Sanktionen sprechen zu wollen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte Trump gebeten, Xi zur Beeinflussung Wladimir Putins im Ukraine-Krieg zu drängen.
Das Wichtigste
- Trump empfing Xi am 24. September im Weißen Haus, während in New York die UN-Generalversammlung tagte.
- Am Abend fand ein offizielles Dinner in formeller Kleidung mit Gästen aus der Tech-Branche statt; Trump zeigte Gästen die Baustelle eines neuen Ballsaals.
- Beide Seiten sprachen von einem „gemeinsamen Verständnis“; Reuters-Berichte sahen jedoch keine Durchbrüche bei KI, Handel, Taiwan oder Iran.
- Trump sagte, er werde mit Xi über den „Graham Law“ sprechen, der Sanktionen gegen Russland und Strafzölle auf Käufer russischer Energie vorsieht.
- Selenskyj hatte Trump gebeten, Xi aufzufordern, auf Putin einzuwirken, um den Krieg in der Ukraine zu beenden oder zu deeskalieren.
- Xi forderte die USA auf, die Unabhängigkeit Taiwans abzulehnen, und schlug ein Austauschprogramm für bis zu 100.000 junge Amerikaner in China vor.
- Vor dem Treffen hatte Trump nach seiner China-Reise im Mai ein Waffenpaket an Taiwan im Wert von rund 14 Mrd. US-Dollar ausgesetzt und es als „sehr gutes Verhandlungspfand“ bezeichnet.
Warum es wichtig ist
Das Gipfeltreffen war der ranghöchste bilaterale Kontakt zwischen den USA und China und prägte den unmittelbaren Kurs der Beziehungen beider Staaten. Dass es bei mehreren zentralen Streitfragen – KI, Handel, Taiwan und Iran – keine sichtbaren Fortschritte gab, ließ diese Themen ungelöst. Gleichzeitig verknüpfte Trump das Treffen mit dem Krieg in der Ukraine, indem er ankündigte, mit Xi über Russland-Sanktionen sprechen zu wollen.
Was geschehen ist
US-Präsident Donald Trump empfing Chinas Staatschef Xi Jinping am Donnerstag, dem 24. September, im Weißen Haus. Am Abend nahmen beide Seiten an einem offiziellen Dinner in formeller Kleidung teil, unter den Gästen befanden sich Führungskräfte aus der Tech-Branche; Trump zeigte den Gästen zudem die Baustelle eines neu beauftragten Ballsaals nahe dem Weißen Haus. In der Nähe des Weißen Hauses protestierten Menschen unter anderem mit Slogans wie „China out of Hong Kong“. Beide Staatschefs sprachen von einem „gemeinsamen Verständnis in vielen Fragen“; Trump sagte, er und Xi „kamen nie besser miteinander aus“. Nach Reuters-Berichten brachte das Treffen jedoch keine sichtbaren Durchbrüche bei KI, Handel, Taiwan oder Iran. Xi rief beide Seiten auf, „als verantwortliche große Staaten zu handeln“, äußerte die Hoffnung auf „faire Behandlung“ chinesischer Firmen in den USA und verwies auf die „Thukydides-Falle“, die durch friedliche Koexistenz überwunden werden könne. Xi forderte laut chinesischen Medien in den bilateralen Gesprächen, dass die USA die Unabhängigkeit Taiwans ablehnen. Trump kündigte an, mit Xi über den „Graham Law“ zu Russland-Sanktionen sprechen zu wollen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte Trump gebeten, Xi aufzufordern, auf Wladimir Putin einzuwirken, um den Krieg zu beenden oder zu deeskalieren. Das Treffen fand statt, während Dutzende andere Staats- und Regierungschefs in New York zur UN-Generalversammlung weilten; Trump hatte dort zuvor in einer Rede den Einsatz militärischer Gewalt gerechtfertigt und angedeutet, Iran „zerstören“ zu können.
Wie internationale Quellen darüber berichten
Beide verwendeten Quellen sind ukrainischsprachige Medien, die internationale Agenturen wie Reuters sowie chinesische Staatsmedien weiterverbreiten. Die Rahmung spiegelt daher, wie ukrainische Medien diese internationalen Quellen kanalisierten. Reuters-Bezüge betonten das Fehlen sichtbarer Durchbrüche; chinesische Staatsmedien wurden mit ausführlicher Darstellung von Xis Aufruf zu Kooperation und Vermeidung einer Konfrontation zwischen Großmächten zitiert.
Wo die Berichte auseinandergehen
Die Qulagen bewerten den inhaltlichen Erfolg des Treffens unterschiedlich: Trump sprach davon, er und Xi „kamen nie besser miteinander aus“ und hätten ein „gemeinsames Verständnis in vielen Fragen“ mit „neuer strategischer Orientierung“ erreicht, während Reuters zusammenfassend berichtete, der Gipfel habe keine sichtbaren Durchbrüche bei KI, Handel, Taiwan oder Iran gebracht. Auch in der Haltung zur Beziehung unterschieden sich die Seiten: Trump betonte warme persönliche Bindungen und Fortschritte im Handel, Xi hingegen sprach im Rahmen verantwortlicher Großmachtkooperation, Vermeidung von Konfrontation und Überwindung der „Thukydides-Falle“. Der zitierte Analyst Edgar Kagan bewertete Xis Auftreten als deutlich vorsichtiger als das von Trump.
Hintergrund
Das Treffen fand statt, während in New York die UN-Generalversammlung tagte; Trump hatte dort zuvor in einer Rede den Einsatz militärischer Gewalt gerechtfertigt und angedeutet, Iran „zerstören“ zu können. Nach Trumps China-Reise im Mai hatte er die Genehmigung eines Waffenpakets an Taiwan im Wert von rund 14 Mrd. US-Dollar ausgesetzt und es als „sehr gutes Verhandlungspfand“ bezeichnet. US-Demokraten im Senatsausschuss für auswärtige Beziehungen hatten in einer gemeinsamen Erklärung an Trump appelliert, den „Graham Law“ anzuwenden, der Sanktionen gegen Russland und Strafzölle auf Käufer russischer Energie vorsieht. Der ehemalige Ostasien-Mitarbeiter im Weißen Haus, Edgar Kagan, hatte angemerkt, dass Trumps Rhetorik persönliche Beziehungen zu Xi betone, während Xi deutlich vorsichtiger auftrete.