US-Gesandte treffen ukrainische Delegation in New York zu Deeskalationsgesprächen
Die US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner treffen sich am 22. September in New York mit dem ukrainischen Verhandlungsteam sowie Sicherheitsberatern aus Großbritannien, Frankreich und Deutschland. Im Mittelpunkt stehen ukrainische Vorschläge für eine Deeskalierung des Krieges mit Russland. Präsident Wolodymyr Selenskyj bekräftigte nach einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump seine Bereitschaft zu persönlichen Verhandlungen mit dem russischen Machthaber Wladimir Putin.
Das Wichtigste
- Treffen am 22. September in New York zwischen den US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner sowie der ukrainischen Verhandlungsgruppe
- Teilnehmer aus Großbritannien, Frankreich und Deutschland als nationale Sicherheitsberater
- Thema: ukrainische Vorschläge für eine Deeskalierungsvereinbarung mit Russland
- Selenskyj traf zuvor US-Präsident Donald Trump und erklärte sich zu persönlichen Verhandlungen mit Putin bereit
- Selenskyj fordert ein trilaterales Treffen der Staatschefs zur Lösung sensibler Fragen
- Witkoff und Kushner hatten Anfang September Kiew besucht
Warum es wichtig ist
Das hochrangige Treffen in New York signalisiert anhaltende diplomatische Bemühungen zur Beendigung des Krieges. Dass die Ukraine eigene Deeskalationsvorschläge einbringt, zeigt, dass Kyiw nicht nur auf US-amerikanische oder russische Positionen reagiert, sondern ein eigenes Verhandlungsrahmenwerk mitbringt. Die Beteiligung von Großbritannien, Frankreich und Deutschland belegt, dass europäische Verbündete weiterhin direkt in den Verhandlungsprozess eingebunden sind.
Was geschehen ist
Am 22. September treffen sich die US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner in New York mit der ukrainischen Verhandlungsgruppe. Ebenfalls anwesend sind nationale Sicherheitsberater aus Großbritannien, Frankreich und Deutschland. Gegenstand ist ein ukrainischer Vorschlag für eine Vereinbarung zur Deeskalation des Krieges mit Russland. Nach einem vorangegangenen Treffen mit US-Präsident Donald Trump hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj seine Bereitschaft zu direkten Verhandlungen mit dem russischen Machthaber Wladimir Putin bekräftigt und ein trilaterales Spitzentreffen zur Lösung sensibler Fragen angeregt. Der Durchbruch zu den Gesprächen wurde vom Axios-Korrespondenten Barak Ravid über die Plattform X unter Berufung auf zwei mit der Situation vertraute Quellen gemeldet. Witkoff und Kushner hatten Anfang September Kiew besucht.
Wie ukrainische Quellen darüber berichten
Die ukrainische Berichterstattung bezeichnet Putin als „Diktator" und stellt Selenskyjs Bereitschaft zu Verhandlungen in einen moralischen Rahmen. Das vorherige Treffer zwischen Trump und Selenskyj wird ausdrücklich hervorgehoben, wodurch die New Yorker Gespräche als Fortsetzung der direkten US-ukrainischen Zusammenarbeit auf höchster Ebene erscheinen.
Wie internationale Quellen darüber berichten
Der englischsprachige Agenturbericht verwendet für Putin die neutrale Bezeichnung „Russian leader" und rückt den diplomatischen Inhalt der Gespräche — die ukrainischen Deeskalationsvorschläge — in den Vordergrund. Zudem wird stärker betont, dass die Nachricht über einen Scoop des Axios-Korrespondenten Barak Ravid auf X Verbreitung fand und weniger über eine offizielle Ankündigung.
Hintergrund
Witkoff und Kushner hatten Anfang September Kiew besucht. Nach dem Treffen mit US-Präsident Donald Trump erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj öffentlich seine Bereitschaft zu persönlichen Verhandlungen mit dem russischen Machthaber Wladimir Putin. Selenskyj bezeichnete ein trilaterales Treffen der Staatschefs als entscheidenden nächsten Schritt zur Lösung sensibler Fragen und zur Beendigung des Krieges.