Rubio trifft Lawrow in New York am Rande der UN-Generalversammlung
US-Außenminister Marco Rubio trifft am Mittwoch, den 23. September, in New York den russischen Außenminister Sergei Lawrow. Das Treffen findet am Rande der UN-Generalversammlung statt und folgt auf ein Gespräch von Wolodymyr Selenskyj mit US-Präsident Donald Trump einen Tag zuvor.
Das Wichtigste
- Rubio und Lawrow treffen sich am 23. September in New York am Rande der UN-Generalversammlung.
- Das Treffen wurde vom US-Außenministerium angekündigt, wie Reuters berichtet.
- Am 22. September traf Selenskyj Trump in New York; Selenskyj bezeichnete das Gespräch als „positiv" und „produktiv".
- Die US-Seite verlangte bei dem Treffen mit Selenskyj keine einseitige Einstellung der Angriffe auf russische Energieinfrastruktur durch die Ukraine.
- Lawrow erklärte in der Vorwoche, Russland werde die Kampfhandlungen nicht einstellen, solange Verhandlungen möglich seien.
- Rubio erklärte, es gebe derzeit keine Waffenstillstandsvereinbarung und keine Aussicht auf einen entscheidenden militärischen Sieg einer der Seiten.
Warum es wichtig ist
Das Treffen Rubio–Lawrow fällt zeitlich mit dem UN-Gipfel zusammen und folgt unmittelbar auf das Gespräch zwischen Trump und Selenskyj. Es ist eingebettet in widersprüchliche Signale beider Seiten: Lawrow schließt eine Waffenruhe während laufender Gespräche aus, Rubio betont das Fehlende eines Waffenstillstandsabkommens und die Abwesenheit militärischer Siegoptionen. Die Tagesordnung baut auf den Ergebnissen des Treffens Trump–Selenskyj auf, darunter Selenskyjs Angaben zur Offenheit der USA für Patriot-Produktionslizenzen und die bedingte ukrainische Bereitschaft, Angriffe auf russische Energieinfrastruktur einzustellen.
Was geschehen ist
US-Außenminister Marco Rubio trifft am Mittwoch, den 23. September, den russischen Außenminister Sergei Lawrow in New York. Das Treffen findet am Rande der UN-Generalversammlung statt und wurde vom US-Außenministerium angekündigt, wie Reuters berichtet. Einen Tag zuvor, am 22. September, war der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in New York mit US-Präsident Donald Trump zusammengetroffen. Selenskyj bezeichnete das Gespräch als „positiv" und „produktiv" und sagte, Trump sei der Erteilung von Lizenzen an die Ukraine zur Produktion von Patriot-Raketen positiv gegenüber eingestellt. Beide Seiten, so Selenskyj, wollten den russischen Krieg noch vor dem Winter beenden. Auf US-Seite nahmen an dem Treffen auch Außenminister Marco Rubio, Finanzminister Scott Bessent, Sondergesandter Steve Witkoff und Jared Kushner teil; die ukrainische Delegation umfasste Kyrylo Budanov, Rustem Umerov, Außenminister Andrij Sybiha, Dawyd Arachamija und Pawlo Palisa. Die US-Seite forderte bei dem Treffen von der Ukraine keine einseitige Einstellung der Angriffe auf russische Energieinfrastruktur. Lawrow erklärte in der Vorwoche, Russland werde die Kampfhandlungen nicht einstellen, solange mögliche Verhandlungen liefen; Rubio stellte fest, es gebe derzeit keine Waffenstillstandsvereinbarung und keine Aussicht auf einen entscheidenden militärischen Sieg.
Wie ukrainische Quellen darüber berichten
Ukrainische Quellen stellen Selenskyjs Darstellung des Treffens mit Trump als „positiv" und „produktiv" in den Mittelpunkt und betonen, dass die USA die Ukraine nicht zu einer einseitigen Einstellung der Angriffe auf russische Energieinfrastruktur gedrängt haben. Sie heben Selenskyjs genannte Bedingungen für einen Energie-Waffenstillstand hervor – Gegenseitigkeit, Einbeziehung der Wasserversorgung und eine Verknüpfung mit dem Verhalten Russlands – und bekräftigen seine Bereitschaft zu direkten Gesprächen mit Putin. Die Quellen schildern zudem die Zusammensetzung der ukrainischen Delegation und unterstreichen damit die Breite des Kiewer Engagements in New York.