Selenskyj kündigt neue Sanktionspakete gegen Russland an und fordert vollständige Anwendung des Graham-Gesetzes
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat angekündigt, dass neue Sanktionspakete gegen Russland vorbereitet werden, die Finanzströme, Lieferketten für Waffenkomponenten sowie Unternehmen und Personen vor allem aus der russischen Raketenproduktion treffen sollen. Die Sanktionen sollen im Oktober in Kraft treten. Gleichzeitig forderte er die vollständige Umsetzung des US-Sanktions- und Zollgesetzes von Senator Lindsey Graham und appellierte an die G7- und G20-Partner, den Druck auf Moskau zu erhöhen.
Das Wichtigste
- Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigte neue Sanktionspakete gegen Russland an, die im Oktober in Kraft treten sollen.
- Die Pakete zielen auf Finanzketten, Lieferwege für Komponenten und Ausrüstung zur russischen Waffenproduktion sowie auf Unternehmen und Personen, die an der Herstellung ballistischer Waffen beteiligt sind.
- Selenskyj erklärte, das US-Sanktions- und Zollgesetz von Senator Lindsey Graham werde bisher nur teilweise angewendet; er forderte die vollständige Umsetzung.
- Selenskyj forderte die G7- und G20-Partner auf, den Druck auf Russland entschlossen zu erhöhen.
- Er warf Russland vor, diplomatische Signale zu manipulieren, um Zeit für Krieg und Terror zu gewinnen.
- Seit dem 26. September hat Russland nach Angaben Selenskyjs 277 Angriffsdrohnen verschiedener Typen eingesetzt, davon 155 mit Strahlantrieb.
- Selenskyj erklärte, eine echte russische Deeskalation hätte diese Welle von Drohnenangriffen auf Kiew und andere ukrainische Städte unmöglich gemacht.
Warum es wichtig ist
Die angekündigten Sanktionen sollen Russlands finanzielle Netzwerke, Beschaffungswege für Waffenkomponenten und die Produzenten ballistischer Raketen direkt treffen – und damit Moskaus Kriegsfähigkeit weiter einschränken. Mit der Forderung nach vollständiger Anwendung des Graham-Gesetzes in den USA verbindet Selenskyj die ukrainische Strategie explizit mit dem bestehenden US-Sanktionsrahmen. Die parallel genannten Drohnenzahlen – 277 Drohnen innerhalb von knapp zwei Tagen, 155 davon strahlgetrieben – untermauern sein Argument, dass Russland trotz diplomatischer Signale seine Angriffe auf ukrainische Städte fortsetzt.
Was geschehen ist
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am 27. September erklärt, dass neue Sanktionspakete gegen Russland vorbereitet werden. Diese sollen Finanzketten, Lieferwege für Komponenten und Ausrüstung zur russischen Waffenproduktion sowie einzelne Unternehmen und Personen betreffen, die insbesondere an der Herstellung russischer ballistischer Waffen beteiligt sind. Ein Inkrafttreten der Sanktionen wird für Oktober erwartet. Selenskyj erklärte zudem, das US-Sanktions- und Zollgesetz von Senator Lindsey Graham werde bisher nur teilweise angewendet, und forderte dessen vollständige Umsetzung. Er rief die G7- und G20-Partner auf, den Druck auf Russland entschlossen zu erhöhen. Russland warf er vor, diplomatische Signale zu manipulieren, um Zeit für Krieg und Terror zu gewinnen. Zur Untermauerung verwies Selenskyj darauf, dass seit dem 26. September 277 Angriffsdrohnen verschiedener Typen gegen die Ukraine eingesetzt worden seien, davon 155 strahlgetrieben.
Wie ukrainische Quellen darüber berichten
Ukrainische Quellen stellen Selenskyjs Erklärungen ins Zentrum und rahmen die Geschichte als Aufruf zu entschlossenerem internationalem Sanktionsdruck. Sie benennen die konkreten Ziele der geplanten Sanktionen – Finanzketten, Waffenkomponenten und Hersteller ballistischer Raketen – und beziffern die jüngsten Drohnenangriffe, um die Dringlichkeit des Handelns zu unterstreichen.
Hintergrund
Selenskyj verband den Appell mit dem Vorwurf an Russland, diplomatische Signale zu manipulieren, um Zeit für den fortgesetzten Krieg zu gewinnen. Als Adressaten für den Aufruf zu entschlossenem Druck auf Moskau nannte er die Partner in der G7 und G20.