Budanov: Ukraine braucht dringend erweiterten Zugang zu Starlink und Starshield
Kyrylo Budanov, Leiter des Präsidialamts der Ukraine, hat in einem Interview mit Newsforce erklärt, dass die Ukraine dringend erweiterten Zugang zu den Satellitenkommunikationssystemen Starlink und Starshield benötigt. Er begründete die Forderung mit der Notwendigkeit, russische Raketensysteme zu bekämpfen, die die ukrainische Zivilbevölkerung angreifen. Zudem verwies er auf den Bedarf an Abwehrraketen für Patriot-Luftabwehrsysteme.
Das Wichtigste
- Kyrylo Budanov, Leiter des Präsidialamts der Ukraine, erklärte, die Ukraine brauche dringend erweiterten Zugang zu Starlink und Starshield.
- Nach seinen Angaben ist der derzeitige Zugang der Ukraine zu Starlink/Starshield unzureichend.
- Er begründete die Forderung mit der Notwendigkeit, russische Raketensysteme zu bekämpfen, die die ukrainische Zivilbevölkerung terrorisieren.
- Budanov sagte zudem, die Ukraine benötige kritisch Abfangraketen für Patriot-Luftabwehrsysteme.
- Er äußerte sich in einem Interview mit Newsforce; ein Fragment wurde am 27. September in seinem Telegram-Kanal veröffentlicht.
- Starshield wird als militarisierte Version des Starlink-Satellitennetzwerks beschrieben.
Warum es wichtig ist
Die Stellungnahme eines hochrangigen ukrainischen Beamten macht die bestehende Fähigkeitslücke öffentlich und verknüpft Satellitenkommunikation mit der Fähigkeit, russische Startstellungen anzugreifen. Budanov rahmt das Anliegen humanitär: Er stellt den Starlink/Starshield-Zugang als notwendig dar, um die ukrainische Zivilbevölkerung vor russischen Raketenangriffen zu schützen. Die Erklärung fällt in eine Phase, in der die Verhandlungen zwischen der Ukraine und Elon Musk über den Einsatz von Starlink für Angriffe auf Ziele in Russland weiterhin ungelöst sind.
Was geschehen ist
Kyrylo Budanov, Leiter des Präsidialamts der Ukraine, sagte in einem Interview mit Newsforce, die Ukraine benötige dringend erweiterten Zugang zu den Satellitenkommunikationssystemen Starlink und Starshield. Der bestehende Zugang bezeichnete er als unzureichend. Laut Budanov sind diese Fähigkeiten kritisch nötig, um russische Raketensysteme zu bekämpfen und zu treffen, die Raketenangriffe auf die ukrainische Zivilbevölkerung ausführen. In dem Interview erklärte er zudem, die Ukraine brauche dringend Abfangraketen für Patriot-Luftabwehrsysteme. Ein Fragment des Interviews wurde am Sonntag, dem 27. September, in seinem Telegram-Kanal veröffentlicht. Starshield wird als militarisierte Version des Starlink-Satellitennetzwerks beschrieben.
Hintergrund
Starshield gilt als militarisierte Variante des Starlink-Satellitennetzwerks. Am 8. August berichtete The Atlantic unter Berufung auf Quellen aus dem Umfeld des ehemaligen ukrainischen Verteidigungsministers Mykhailo Fedorov, dass Elon Musk einer Nutzung von Starlink für Angriffe auf russische Startstellungen bislang nicht zugestimmt habe. Im Juli hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj den damaligen US-Präsidenten Donald Trump gebeten, mit Musk über eine solche Möglichkeit zu sprechen; Trump äußerte bei diesem Treffen keine klare Unterstützung. Am 21. August meldete die Financial Times, die Ukraine versuche, Musks Erlaubnis für den Betrieb von Starlink-bestückten Angriffsdrohnen gegen russische Raketenstellungen bis zu 200 km tief auf russischem Territorium zu erhalten; Kiew schlug vor, die Drohnenreichweite auf 200 km von der russischen Grenze zu begrenzen. Am 31. August berichtete die Kyiv Independent, Musk bleibe gegen den Einsatz von Starlink für Angriffe auf Russland; die Verhandlungen zwischen Musk und Fedorov seien „äußerst erfolglos" verlaufen. Am 23. September wurde berichtet, die Ukraine habe das Thema bei dem Treffen zwischen Trump und Selenskyj am 22. September in New York erneut angesprochen; Trump habe geantwortet: „Darüber müssen Sie mit Elon (Musk) sprechen."