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Selenskyj: Russland feuerte über 2.200 Drohnen, 1.650 Bomben und 38 Raketen innerhalb einer Woche auf die Ukraine

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat in seiner morgendlichen Ansprache am 27. September die wöchentliche Bilanz russischer Angriffe veröffentlicht: mehr als 2.200 Kampfdrohnen, rund 1.650 Luftbomben und 38 Raketen, ein erheblicher Teil davon ballistisch. Angriffe trafen Wohngebäude, Energieinfrastruktur und weitere zivile Objekte in mindestens acht Oblasten. Bei einem Doppelschlag auf ein Rechenzentrum in Kiew wurden unter anderem zwei Kinder verletzt. Selenskyj verband die Zahlen mit der Aussage, die Angriffe widersprächen jeder russischen Beteuerung einer Deeskalation.

Das Wichtigste

  • Mehr als 2.200 Kampfdrohnen, rund 1.650 Luftbomben und 38 Raketen (davon ein erheblicher Teil ballistisch) innerhalb einer Woche, gemeldet von Präsident Selenskyj am 27. September.
  • Seit dem Vortag setzte Russland 277 Drohnen verschiedener Typen ein, davon 155 reaktive Drohnen.
  • In der Nacht zum 27. September wurden Wohngebäude, Energieinfrastruktur und weitere zivile Objekte in den Oblasten Odessa, Charkiw, Sumy, Mykolajiw, Cherson, Poltawa, Schytomyr und Kiew getroffen.
  • In der Oblast Saporischschja starben drei Menschen durch Beschuss; in Kiew kam ein Mann durch einen Drohnentreffer ums Leben.
  • Ein Rechenzentrum in Kiew wurde am Morgen zweimal getroffen; beim ersten Schlag wurden drei Menschen verletzt, darunter zwei Kinder.
  • In Kiew wurde unter anderem die Residenz des saudischen Botschafters beschädigt; in der Oblast Sumy wurde das Gebäude des regionalen Kinderheims beschädigt.
  • Selenskyj forderte die Anwendung des Graham-Sanktionsgesetzes in den USA sowie neue Sanktionspakete, die im Oktober in Kraft treten sollen.

Warum es wichtig ist

Die von Selenskyj genannten wöchentlichen Zahlen markieren ein außergewöhnlich hohes Tempo russischer Fernangriffe auf die Ukraine. Die Angriffe trafen Energie-, Wohn-, Bildungs- und diplomatische Infrastruktur in mindestens acht Oblasten, darunter die Residenz des saudischen Botschafters in Kiew, und forderten zivile Opfer, einschließlich verletzter Kinder bei einem Rechenzentrum in Kiew. Selenskyj verband die Bilanz mit der Aussage, sie widerspreche jeder russischen Behauptung einer Deeskalation, und richtete zugleich konkrete Forderungen an die Partner – insbesondere zur Anwendung des Graham-Sanktionsgesetzes in den USA und zu neuen Sanktionspaketen, die im Oktober wirksam werden sollen.

Was geschehen ist

Präsident Wolodymyr Selenskyj veröffentlichte am Morgen des 27. September die wöchentliche Statistik russischer Angriffe: mehr als 2.200 Kampfdrohnen, etwa 1.650 Luftbomben und 38 Raketen verschiedener Typen, von denen ein erheblicher Teil ballistisch war. Allein seit dem Vortag wurden 277 Drohnen verschiedener Typen eingesetzt, davon 155 reaktive Drohnen. In der Nacht zum 27. September schlugen russische Angriffe in Wohngebäude, Energieanlagen und weitere zivile Infrastruktur in den Oblasten Odessa, Charkiw, Sumy, Mykolajiw, Cherson, Poltawa, Schytomyr und Kiew ein. In der Oblast Saporischschja starben drei Menschen durch Beschuss; in Kiew wurde ein Mann durch eine Drohne getötet, im Stadtteil Solomjansky kam ein 56-jähriger Lagerwächter ums Leben. Am Morgen traf Russland ein Rechenzentrum in Kiew zweimal; beim ersten Schlag wurden drei Menschen verletzt, darunter zwei Kinder, beim zweiten Schlag starb ein Mensch. In Kiew wurden zudem die Residenz des saudischen Botschafters, das Hauptgebäude von Kyivstar, Kindergärten, Schulen und Lagergebäude beschädigt; in der Oblast Sumy wurde das Gebäude des regionalen Kinderheims getroffen. Selenskyj verband die Bilanz mit dem Vorwurf, Russland spiele amerikanischen Unterhändlern Deeskalation vor, während es die Ukraine weiter massiv angreift, und forderte die Anwendung des Graham-Sanktionsgesetzes sowie neue Sanktionspakete, die im Oktober wirksam werden sollen.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Ukrainische Quellen stellen das Ausmaß der russischen Fernangriffe in den Vordergrund und betonen Schäden an zivilen Objekten – Schulen, Kindergärten, die Residenz des saudischen Botschafters in Kiew sowie ein Kinderheim in der Oblast Sumy. Im Mittelpunkt steht Selenskyjs Rahmung, dass die Angriffe jeder russischen Deeskalationsbehauptung widersprechen. Die Berichte heben zudem konkrete Opferzahlen hervor, darunter den getöteten 56-jährigen Lagerwächter im Kiewer Stadtteil Solomjansky und die Verletzung zweier 16-jähriger Mädchen im Stadtteil Schewtschenkiwsky.

Wie internationale Quellen darüber berichten

Alle vorliegenden Quellen sind ukrainisch; im Eingangsmaterial finden sich keine nicht-ukrainischen Ausgaben, daher lässt sich aus den verfügbaren Daten keine eigenständige internationale Rahmung ableiten.

Hintergrund

Die wöchentlichen Gesamtzahlen wurden von Präsident Selenskyj in seiner morgendlichen Ansprache am 27. September genannt. Der verstärkte Einsatz russischer Shahed-Munition ist ein wiederkehrendes Merkmal der Angriffswelle seit 2024–2025. Selenskyj hatte wiederholt an Partner im Globalen Süden – darunter China, Indien, Brasilien und Südafrika – appelliert, eine stärkere und beständigere Haltung gegenüber Russland einzunehmen.