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Selenskyj kündigt Verzögerungen bei US-Lieferungen und unerfüllte Luftabwehr-Zusagen an

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Verzögerungen bei Lieferungen aus den Vereinigten Staaten auf Ebene des Pentagon sowie unerfüllte politische Vereinbarungen zur Lieferung von Luftabwehrsystemen an die Ukraine öffentlich kritisiert. Selenskyj hat den Verteidigungs- und Außenminister sowie das Präsidialamt mit dringenden Kontakten zu Partnern beauftragt, die die ukrainische Luftabwehr unterstützen können.

Das Wichtigste

  • Selenskyj erklärte, es gebe Verzögerungen bei bestimmten Lieferungen aus den USA auf Ebene des US-Verteidigungsministeriums.
  • Selenskyj nannte nicht, welche Waffentypen von der Verzögerung betroffen sind.
  • Selenskyj sagte, einige politische Vereinbarungen zur Lieferung von Luftabwehrsystemen seien auf Arbeitsebene nicht umgesetzt worden – ohne Angabe, welche Länder gemeint sind.
  • Verteidigungsminister, Außenminister und das Präsidialamt wurden beauftragt, dringend Kontakt zu Partnern aufzunehmen, die die ukrainische Luftabwehr unterstützen können.
  • Selenskyj hatte zuvor den USA vorgeworfen, Kiew zu Zugeständnissen an Russland drängen zu wollen.
  • US-Präsident Donald Trump erklärte am Sonntag, er habe einem Geschäft über Dieselmexporte und die Aufhebung von Sanktionen zugestimmt, um Wladimir Putin nicht von Friedensgesprächen abzubringen, und warf Selenskyj vor, den Krieg zu verlängern.
  • Laut The Wall Street Journal schlug Putin ein Treffen mit Trump und Chinas Präsident Xi Jinping im nächsten Monat zur Beendigung des Krieges vor; Trump habe dem nicht zugestimmt.

Warum es wichtig ist

Selenskyj räumt öffentlich Verzögerungen bei einem wichtigen militärischen Unterstützer ein – ein Hinweis auf Spannungen nicht in den politischen Zusagen, sondern bei deren Umsetzung. Die parallel laufenden Berichte über US-Druck auf Kiew zu Zugeständnissen gegenüber Russland sowie der vorgeschlagene Trump-Putin-Xi-Gipfel verdeutlichen den schwierigen diplomatischen Kontext, in dem die Ukraine aktiv auf zusätzliche Luftabwehrunterstützung drängt.

Was geschehen ist

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat erklärt, dass es bei bestimmten Lieferungen aus den Vereinigten Staaten auf Ebene des US-Verteidigungsministeriums (Pentagon) zu Verzögerungen kommt, ohne die betroffenen Waffentypen zu benennen. Gleichzeitig teilte er mit, dass einige politische Vereinbarungen zur Lieferung von Luftabwehrsystemen an die Ukraine auf Arbeitsebene nicht erfüllt worden seien; welche Staaten er damit meinte, ließ er offen. Selenskyj kündigte ein zusätzliches Abendtreffen zur Auswertung der tagsüber geführten Kontakte an und äußerte die Erwartung konkreter Ergebnisse. Der Verteidigungsminister, der Außenminister und das Team des Präsidialamts wurden mit dringenden Aufgaben betraut, sich an Partner zu wenden, die die ukrainische Luftabwehr möglichst rasch unterstützen können. Diese Äußerungen folgen auf Selenskyjs frühere Anschuldigung, die USA versuchten, Kiew zu einer Kapitulation gegenüber Russland zu drängen. Am Sonntag hatte US-Präsident Donald Trump erklärt, er habe einem Abkommen über Dieselexporte und der Aufhebung von Sanktionen zugestimmt, um den russischen Machthaber Wladimir Putin nicht von Friedensgesprächen abzubringen, und warf Selenskyj vor, den Krieg zu verlängern. Laut The Wall Street Journal schlug Putin zudem ein Treffen mit Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping im nächsten Monat zur Beendigung des Ukraine-Krieges vor; Trump habe dem nicht zugestimmt, der Gipfel sei ungewiss.

Wo die Berichte auseinandergehen

Trump hat öffentlich behauptet, Selenskyj wolle den Krieg verlängern, während Selenskyj seinerseits den USA vorwirft, Kiew zu einer Kapitulation gegenüber Russland drängen zu wollen. Die beiden Seiten zeichnen damit ein gegensätzliches Bild von den Absichten des jeweils anderen. Beide ukrainische Quellen – die Agentur Interfax-Ukraine und die Zeitung Jevropejska prawda – berichten übereinstimmend über diese Spannungen.

Hintergrund

Selenskyjs frühere Anschuldigung, die USA versuchten, die Ukraine zu Zugeständnissen an Russland zu drängen, bildet den Rahmen für seine aktuellen Klagen über Verzögerungen auf Pentagon-Ebene. Trump wiederum begründete seine eigenen Russland-bezogenen Entscheidungen öffentlich damit, dass er Putin in Friedensgespräche einbinden wolle, und warf Selenskyj das Gegenteil vor.