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Ukraine: Etwa 1.700 Menschen in besetzten Oleschky eingeschlossen

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha hat am 17. Oktober die kritische humanitäre Lage in der russisch besetzten Stadt Oleschky in der Oblast Cherson beschrieben. Nach seinen Angaben sind die einzige Straße aus der Stadt und der nahegelegene Fluss vermint, die Straße wird zudem von Drohnen überwacht. Er rief die Uno, das IKRK und internationale Partner zur Sicherung von Evakuierungskorridoren und humanitärem Zugang auf und dankte Papst Leo XIV. für dessen Appell an Wladimir Putin.

Das Wichtigste

  • Etwa 1.700 Menschen sind in der besetzten Stadt Oleschky in der Oblast Cherson eingeschlossen.
  • Die einzige Ausfallstraße und der nahe Fluss sind vermint; die Straße wird von russischen Drohnen überwacht.
  • Im örtlichen Krankenhaus sind die Medikamente ausgegangen.
  • Dutzende Leichen liegen auf Straßen und in Häusern, da russische Kräfte Bestattungen verbieten.
  • Familien hungern und ernähren sich von Gartenresten, Konserven und Schnecken; russische Soldaten haben Bewohner mit Waffen bedroht, um Lebensmittel zu erpressen.
  • Außenminister Sybiha hat Uno, IKRK und internationale Partner zur Sicherung von Evakuierungskorridoren und humanitärem Zugang aufgerufen.
  • Papst Leo XIV. hatte am 16. Oktober in einem Telefonat mit Putin eine Waffenruhe in Oleschky zur Hilfslieferung und Evakuierung gefordert.

Warum es wichtig ist

Rund 1.700 Zivilisten sind in Oleschky eingeschlossen, während Fluchtwege vermint und durch Drohnen überwacht sind. Die humanitäre Lage verschärft sich vor dem Winter – ohne Medikamente, mit hungernden Familien und nicht bestatteten Toten. Die Ukraine versucht, den Fall international zu eskalieren, unter anderem über die Uno-Vollversammlung und einen vatikanischen Appell an Putin.

Was geschehen ist

Am 17. Oktober schilderte Außenminister Andrij Sybiha über die Plattform X die Lage in der besetzten Stadt Oleschky in der Oblast Cherson. Nach seinen Angaben sind etwa 1.700 Menschen eingeschlossen, weil die einzige Straße und der nahe Fluss vermint sind und die Straße von russischen Drohnen überwacht wird. Er berichtete, dass im örtlichen Krankenhaus die Medikamente ausgegangen sind, Dutzende Leichen auf Straßen und in Häusern liegen und russische Kräfte Bestattungen verbieten. Familien hungerten und ernährten sich von Gartenresten, Konserven und Schnecken; russische Soldaten hätten Bewohner mit Waffen bedroht, um Lebensmittel zu erpressen. Sybiha erklärte, Russland wolle Oleschky in eine „Todesfalle" verwandeln, und rief die Uno, das IKRK und internationale Partner auf, Evakuierungskorridore und humanitären Zugang zu sichern. Am 16. Oktober hatte Papst Leo XIV. in einem Telefonat mit Wladimir Putin eine Waffenruhe in Oleschky zur Hilfslieferung und Evakuierung gefordert.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Ukrainische Quellen stellen den Fall über die Aussagen von Außenminister Sybiha dar, der Russlands Vorgehen als Verwandlung Oleschky in eine „Todesfalle" beschreibt. Die Berichte schildern konkrete humanitäre Details – verminte Straßen und Flüsse, Drohnenüberwachung, Hungerdiät, nicht bestattete Tote und bewaffnete Drohungen durch russische Soldaten. Ukrainische Stellen wenden sich an die Uno, das IKRK und den Vatikan und verweisen auf die diplomatische Eskalation, einschließlich der Behandlung des Falls in der Uno-Vollversammlung. Der Leiter der Oblast Cherson, Oleksandr Prokudin, wirft Russland vor, die Schuld für die Tragödie in Oleschky auf die Ukraine abwälzen zu wollen.

Wie internationale Quellen darüber berichten

International wird der Fall vor allem durch den deutschen Beitrag der Bild aufgegriffen, die Oleschky als humanitär blockiert beschreibt; die Bewohner hätten den Sommer mit Gemüse aus eigenen Gärten überlebt. Der Vatikan tritt durch das Telefonat von Papst Leo XIV. mit Wladimir Putin in Erscheinung, in dem er eine Waffenruhe in Oleschky für Hilfslieferungen und die sichere Evakuierung von Zivilisten forderte. Der Kreml erklärte, Putin habe die vatikanische Initiative zur Lieferung von Hilfsgütern an Zivilisten in Oleschky unterstützt.

Wo die Berichte auseinandergehen

Der Kreml hat erklärt, Wladimir Putin habe die vatikanische Initiative zur Hilfslieferung an Zivilisten in Oleschky unterstützt. Der Leiter der Oblast Cherson, Oleksandr Prokudin, sagte dagegen, Russland versuche, die Schuld für die Tragödie in Oleschky auf die Ukraine abzuwälzen, und verwies darauf, dass die Besatzer für nahezu tägliche Todesfälle verantwortlich seien.

Hintergrund

Oleschky wurde in den ersten Tagen der russischen Vollinvasion im Februar 2022 besetzt. Laut der städtischen Militärverwaltung wurden zuletzt am 26. Mai Lebensmittel auf dem Landweg in die besetzte Stadt gebracht. Frühere Berichte stellten Oleschky als humanitär blockiert dar; die Bewohner hätten den Sommer mit Gartengemüse überlebt. Der ukrainische Ombudsmann erklärte, Russland bestätige seit Langem nicht die Bereitschaft zur Evakuierung von Zivilisten, trotz zuvor getroffener Vereinbarungen und vorbereiteter Missionsalgorithmen. Ukrainische Streitkräfte haben zweimal Lebensmittel per Drohnenabwurf in die Stadt gebracht.