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EU-Botschafter blockieren Verlängerung der Russland-Sanktionen – Frankreich und Slowakei fordern Streichungen

EU-Botschafter konnten sich am Freitag nicht auf die Verlängerung der persönlichen Sanktionen gegen Russland einigen. Die Slowakei blockierte die Verlängerung, und Frankreich unterstützt die Forderung, den russischen Geschäftsmann Alischer Usmanow von der Liste zu streichen. Eine weitere Verhandlungsrunde ist für Montag, den 14. September angesetzt – einen Tag vor Ablauf der Sanktionen.

Das Wichtigste

  • EU-Botschafter konnten am Freitag keine Einigung über die Verlängerung der persönlichen Sanktionen erzielen.
  • Die Slowakei blockierte die Verlängerung und fordert die Streichung von Alischer Usmanow und Michail Fridman.
  • Frankreich unterstützt die Streichung Usmanows, was laut Diplomaten auf Unmut bei anderen EU-Staaten stößt.
  • Die aktuellen persönlichen Sanktionen laufen am 15. September aus.
  • Die nächste Verhandlungsrunde der Botschafter findet am Montag, dem 14. September statt.
  • Eine Verlängerung erfordert die einstimmige Zustimmung aller EU-Mitgliedstaaten.
  • Diskutiert wird auch ein Wechsel vom bisherigen Sechs-Monats- zu einem Zwölf-Monats-Rhythmus.

Warum es wichtig ist

Die persönlichen Sanktionen gegen mit dem russischen Regime verbundene Personen laufen am 15. September aus. Gelingt keine Verlängerung, würden die betroffenen Personen automatisch von den Beschränkungen befreit. Der Konflikt zeigt, wie nationale Einzelinteressen – insbesondere die Streichungsforderungen Frankreichs und der Slowakei – die Sanktionspolitik der EU insgesamt gefährden können. Dass ein europäischer Diplomat wirtschaftliche Motive hinter der französischen Haltung vermutet, unterstreicht den politischen Sprengstoff der Debatte.

Hintergrund

Die letzte Sanktionsrunde wurde am 14. März um sechs Monate verlängert. Bereits damals hatte die Slowakei die Streichung von Usmanow und Fridman verlangt, sich am Ende aber compromiseshalber enthalten. Usmanow steht seit dem Beginn der russischen Vollinvasion der Ukraine im Jahr 2022 unter EU-Sanktionen; die EU betrachtet ihn als eine Person im Umfeld der russischen Behörden. Eine mit ihm in Verbindung gebrachte Superyacht ist nicht mehr von EU-Sanktionen erfasst.