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Kushner: Gebietsfrage ist größtes Hindernis in Ukraine-Russland-Verhandlungen

Der US-Sondergesandte Jared Kushner hat beim YES-Forum in Kiew erklärt, die Gebietsfrage sei das schwierigste ungelöste Problem in den Friedensverhandlungen zwischen der Ukraine und Russland. Die USA arbeiteten an der Organisation eines trilateralen Treffens zwischen der Ukraine, den USA und Russland.

Das Wichtigste

  • Kushner sagte am 11. September beim YES-Forum in Kiew, die Gebietsfrage sei der härteste ungelöste Punkt in den Ukraine-Russland-Verhandlungen.
  • Kushner bezeichnete die Reisen nach Moskau und Kiew am 5. und 6. September als „sehr erfolgreich".
  • Die USA arbeiten nach Kushners Angaben an der Organisation eines trilateralen Treffens zwischen der Ukraine, den USA und Russland.
  • Wenn die Ukraine einem Rückzug auf die von Putin vorgegebene Linie zustimme, wäre „der Rest des Deals im Wesentlichen in unseren Händen" – die Ukraine wolle dies jedoch derzeit nicht.
  • Laut Kushner verlangt der Kreml die Übergabe des gesamten Donezbeckens an russische Kontrolle; die ukrainische Regierung weigert sich.
  • Am 6. September fanden in Kiew drei Verhandlungsrunden statt, darunter einer unter Beteiligung von nationalen Sicherheitsberatern aus Großbritannien, Deutschland und Frankreich.
  • US-Außenminister Marco Rubio erklärte am 9. September, die USA sähen in den kommenden Wochen die Möglichkeit, einen Aktionsplan zur Wiederaufnahme der Verhandlungen zu entwickeln.

Warum es wichtig ist

Die Äußerungen Kushners benennen die Gebietsfrage – insbesondere die Kreml-Forderung nach Übergabe des gesamten Donezbeckens – als zentralen Verhandlungsblock und zeigen, dass die USA ein trilateralen Treffen zwischen Kiew, Washington und Moskau anstreben. Damit liegt erstmals eine öffentliche Lesart des US-Vermittlers zum hartnäckigsten Streitpunkt und zur nächsten Verhandlungsphase vor.

Was geschehen ist

Jared Kushner, Sondergesandter von US-Präsident Donald Trump, sprach am 11. September online beim YES-Forum in Kiew und erklärte, die Gebietsfrage sei der schwierigste ungelöste Punkt in den Ukraine-Russland-Friedensverhandlungen. Er sagte, die Positionen der Seiten zu diesem Thema gingen weiter auseinander und die Lage hänge auch vom „sehr dynamischen" Geschehen auf dem Schlachtfeld ab. Wenn die Ukraine einem Rückzug auf die von Putin vorgegebene Linie zustimme, wäre „der Rest des Deals im Wesentlichen in unseren Händen" – die Ukraine wolle dies jedoch nicht. Kushner bezeichnete die Reisen von ihm und Steve Witkoff nach Moskau am 5. September und nach Kiew am 6. September als „sehr erfolgreich" und sagte, sie hätten neue Ideen hervorgebracht. Die USA arbeiteten an der Organisation eines trilateralen Treffens zwischen der Ukraine, den USA und Russland; ein solches Treffen sei produktiver als reine „Shuttle-Diplomatie". Bei den Gesprächen in Kiew am 6. September fanden drei Runden statt, darunter eine multilaterale Runde mit nationalen Sicherheitsberatern aus Großbritannien, Deutschland und Frankreich. US-Außenminister Marco Rubio erklärte am 9. September, die USA sähen in den kommenden Wochen die Möglichkeit, einen Aktionsplan zur Wiederaufnahme der Verhandlungen zu entwickeln. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor gesagt, eine trilateralen Begegnung könnte in den Vereinigten Arabischen Emiraten, der Schweiz, der Türkei oder einem anderen Land stattfinden, idealerweise noch im September.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Ukrainische Quellen stellen Kushners Aussage zur Gebietsfrage als Kern des Problems heraus und betonen die Kreml-Forderung nach Übergabe des gesamten Donezbeckens bei gleichzeitiger ukrainischer Weigerung. Im Mittelpunkt der Berichterstattung stehen Kiewer Ereignisse – das YES-Forum sowie die Verhandlungsrunden vom 6. September – sowie Stellungnahmen von Präsident Selenskyj und dem Leiter des Präsidialamtes zu den nächsten Schritten. So wird der territoriale Streit zugleich als Frage der russischen Abnutzungsstrategie gegen die Ukraine insgesamt gerahmt, da Putin sie ins Zentrum seiner aktuellen Forderungen gestellt habe.

Wo die Berichte auseinandergehen

Eine Quelle (Artikel 16482) bezeichnet einen möglichen neuen trilateralen Verhandlungs­durchgang als Oktober 2026, während eine andere (Artikel 16477) lediglich vom Oktober ohne Jahresangabe spricht.

Hintergrund

Die US-Gesandten Jared Kushner und Steve Witkoff hatten am 5. September Moskau und am 6. September Kiew besucht, wo drei Verhandlungsrunden stattfanden, an denen auch nationale Sicherheitsberater aus Großbritannien, Deutschland und Frankreich teilnahmen. Der Kreml fordert die Übergabe des gesamten Donezbeckens unter russische Kontrolle; die ukrainische Seite lehnt dies ab, und Analysten des Institute for the Study of War weisen darauf hin, dass die russischen Forderungen über den Donbass hinausgehen. Die jährliche Yalta European Strategy (YES)-Konferenz, organisiert von der Victor-Pinchuk-Stiftung, fand am 11. und 12. September in Kiew statt mit rund 700 Teilnehmenden aus 28 Ländern.