Vučić zu Besuch in der Ukraine – Karpaten-Gipfel in der Oblast Iwano-Frankiwsk
Der serbische Präsident Aleksandar Vučić ist am 18. September auf Einladung von Wolodymyr Selenskyj in der Ukraine eingetroffen, um an einer Sitzung der „Karpaten-Integrationsinitiative“ in der Oblast Iwano-Frankiwsk teilzunehmen. Parallel kündigte der polnische Ministerpräsident Donald Tusk seine Ankunft in der Ukraine an; ein Treffen mit dem slowakischen Premier Robert Fico zu Sanktionen gegen Russland ist geplant.
Das Wichtigste
- Aleksandar Vučić traf am 18. September auf Einladung von Wolodymyr Selenskyj in der Ukraine ein.
- Der Gipfel der „Karpaten-Integrationsinitiative“ findet in der Oblast Iwano-Frankiwsk statt.
- Die Initiative bündelt acht Karpatenstaaten – Österreich, Tschechien, Polen, Rumänien, Serbien, Slowakei, Ungarn und die Ukraine.
- Der rumänische Präsident Nicușor Dan wird bei der Veranstaltung erwartet.
- Der polnische Premier Donald Tusk kündigte ebenfalls seine Ankunft in der Ukraine an.
- Tusk plant in der Ukraine ein Gespräch mit dem slowakischen Premier Robert Fico über Sanktionen gegen Russland.
- Am 15.–16. Oktober wird der EU-Gipfel in Brüssel die ukrainische Frage mit Präsident Selenskyj behandeln.
Warum es wichtig ist
Es handelt sich um den ersten bekannt gewordenen Besuch eines amtierenden serbischen Präsidenten in der Ukraine seit Beginn der russischen Vollinvasion – ein bemerkenswertes diplomatisches Signal aus einem Land, das sich den westlichen Sanktionen gegen Russland nicht angeschlossen hat. Gleichzeitig eröffnet der Gipfel einen Rahmen für regionale wirtschaftliche und infrastrukturelle Zusammenarbeit der Karpatenstaaten, und das geplante Treffen Tusk–Fico zu Russland-Sanktionen lässt auf abgestimmte Initiativen aus Mitteleuropa hoffen.
Was geschehen ist
Am 18. September traf der serbische Präsident Aleksandar Vučić in der Ukraine ein. Er kam auf Einladung von Wolodymyr Selenskyj, um an einer Sitzung der „Karpaten-Integrationsinitiative“ teilzunehmen, die in der Oblast Iwano-Frankiwsk stattfindet. Vučić kündigte den Besuch über soziale Medien an und erklärte, Serbien könne insbesondere in Bezug auf die Verkehrsanbindung mit Rumänien, Ungarn, der Ukraine und Polen viel beitragen. Sein Ziel sei Stabilität und Frieden für die Bürger und das Land. Der rumänische Präsident Nicușor Dan wird ebenfalls bei der Veranstaltung erwartet. Parallel kündigte der polnische Ministerpräsident Donald Tusk seine Ankunft in der Ukraine an; er will den slowakischen Premier Robert Fico treffen, um über Sanktionen gegen die Russische Föderation zu sprechen. Der Besuch fällt in die Vorbereitungsphase des EU-Gipfels am 15.–16. November in Brüssel, bei dem die EU-Spitzen die ukrainische Frage mit Präsident Selenskyj erörtern wollen.
Hintergrund
Die „Karpaten-Integrationsinitiative“ bringt Staaten zusammen, auf deren Gebiet sich die Karpaten erstrecken – Österreich, Tschechien, Polen, Rumänen, Serbien, Slowakei, Ungarn und die Ukraine –, um wirtschaftliches Potenzial, Investitionsattraktivität, Kultur- und Naturerbe sowie den Zusammenhalt der Region zu fördern. Begleitend zum Gipfel finden das Karpatische Wirtschaftsförderkongress, ein Jugendforum, Treffen lokaler Gebietskörperschaften sowie Sitzungen zu kultureller Zusammenarbeit und Naturschutz statt.