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Russland greift Kiew mit ballistischen Raketen und 152 Drohnen an

In der Nacht zum 29. September 2025 hat Russland die ukrainische Hauptstadt Kiew mit einem kombinierten Angriff aus ballistischen Raketen und Drohnen angegriffen. Nach Angaben der ukrainischen Luftstreitkräfte wurden alle drei abgefeuerten Raketen sowie 106 Drohnen abgeschossen. In mehreren Stadtbezirken Kiews sowie in der Oblast Kiew entstanden Schäden an Wohn- und Verwaltungsgebäuden; mindestens eine Person wurde verletzt.

Das Wichtigste

  • Der Angriff begann gegen 1:20 Uhr am 29. September; die Luftstreitkräfte meldeten ballistische Raketen aus der Oblast Kursk Richtung Kiew.
  • Russland setzte eine Anti-Schiffs-Rakete "Zirkon"/"Onyx", zwei ballistische Raketen "Iskander-M"/S-400 sowie 152 Drohnen ein, darunter 82 reaktive Shahed-, Gerbera- und Parodia-Typen.
  • Bis 08:00 Uhr meldete die Luftabwehr 109 abgefangene Ziele: 3 Raketen und 106 Drohnen; Treffer wurden an 24 Orten, herabfallende Trümmer an 16 Orten registriert.
  • In Kiew wurden Bezirke Solomjanskyj, Petscherskyj und Holosijiwskyj getroffen; ein sechsstöckiges Wohnhaus wurde direkt getroffen, eine Person verletzt, zehn Bewohner evakuiert.
  • Im Kreis Butscha der Oblast Kiew gerieten durch einen Drohnentreffer ein Wohnhaus und das Dach eines Nachbarhauses in Brand; zwei Menschen wurden aus den Trümmern gerettet und hospitalisiert.
  • In Kiew kam es durch Schäden am Oberleitungsnetz zu Verspätungen bei mehreren Trolleybuslinien; der Kyiw City Express stellte den Zugverkehr vorübergehend ein.
  • Am 28. September wurden bei russischen Angriffen auf Kiew 26 Menschen verletzt und zwei getötet; der Hauptbau der Nationalen Akademie der Wissenschaften wurde von einer Drohne getroffen.

Warum es wichtig ist

Der nächtliche Angriff zeigt die eskalierende Dimension der russischen Luftangriffe auf die ukrainische Hauptstadt: Hochwertige ballistische und Anti-Schiffs-Raketen wurden mit einem außergewöhnlich großen Drohenschwarm von 152 UAVs eingesetzt. Erstmals wurden bei diesem Angriff direkte Treffer auf Kiewer Wohnhäuser bestätigt – darunter ein sechsstöckiger Wohnblock – was Verletzte und Evakuierungen zur Folge hatte. Zusammen mit den Angriffen vom 28. September starben an diesem Tag in Kiew zwei Menschen, 26 wurden verletzt. Schäden am Oberleitungsnetz und die vorübergehende Einstellung des Kyiw City Express verdeutlichen zudem die massiven Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens in der Hauptstadt.

Was geschehen ist

In der Nacht zum 29. September 2025 startete Russland einen kombinierten Raketen- und Drohnenangriff auf Kiew. Gegen 1:20 Uhr meldeten die Luftstreitkräfte der Ukraine ballistische Ziele, die sich aus der Oblast Kursk kommend in Richtung Kiew bewegten. Zum Einsatz kamen nach offiziellen Angaben eine Anti-Schiffs-Rakete „Zirkon"/„Onyx“, zwei ballistische Raketen „Iskander-M"/S-400 sowie 152 Drohnen – darunter 82 reaktive Shahed-Drohnen, Gerbera-Drohnen und Parodia-Tarndrohnen. In Kiew wurde der „rote“ Luftalarm ausgerufen; ab 1:33 Uhr galt die Bedrohung durch reaktive Drohnen.

Bis 08:00 Uhr erfasste die ukrainische Luftabwehr 109 abgefangene Ziele: die drei Raketen sowie 106 Drohnen. In 24 Fällen wurden direkte Treffer registriert, an 16 weiteren Orten fielen Trümmer abgeschossener Ziele herab. Im Bezirk Solomjanskyj schlugen Raketentrümmer im Hof eines Wohnhauses ein, ein Verwaltungsgebäude wurde getroffen, und ein Korpus einer Bildungseinrichtung geriet in Brand. Im Bezirk Petscherskyj brannte ein dreistöckiges Nichtwohngebäude. Im Bezirk Holosijiwskyj traf es am Morgen ein sechsstöckiges Wohnhaus; eine Person wurde verletzt, zehn Bewohner wurden evakuiert. Im Kreis Butscha der Oblast Kiew entzündete eine Drohne ein Wohnhaus und das Dach eines Nachbarhauses; zwei Menschen wurden aus den Trümmern gerettet und ins Krankenhaus eingeliefert.

Durch Beschädigungen am Oberleitungsnetz auf dem Prospekt Stepana Bandery kam es zu Verspätungen bei den Trolleybuslinien 29, 30, 31, 34, 37, 44 und 47; auf der Schyljanska-Straße waren die Linien 3, 12, 14 sowie die Buslinie 69 blockiert. Der Kyiw City Express unterbrach den Zugverkehr in beiden Richtungen wegen der erhöhten Luftbedrohung und nahm ihn später wieder auf.

Wo die Berichte auseinandergehen

Die Quellen widersprechen sich teilweise beim Ausmaß der abgeschossenen Ziele: Während einzelne Angaben 106 Drohnen als abgeschossen nennen, berichten andere von insgesamt 109 abgefangenen Zielen – darunter zwei ballistische Raketen, eine Anti-Schiffs-Rakete und 106 Drohnen. Uneinigkeit besteht zudem beim Verwaltungsgebäude im Bezirk Solomjanskyj: Bürgermeister Klitschko erklärte, es habe dort kein Feuer gegeben, während die KMVA von einer Beschädigung des Gebäudes berichtete.

Hintergrund

Bereits am 28. September hatte eine russische reaktive Drohne den Hauptbau der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine im historischen Zentrum von Kiew getroffen; auch ein Gebäude des Bildungs- und Wissenschaftsministeriums wurde beschädigt. Bei den Angriffen am 28. September wurden in Kiew 26 Menschen verletzt (acht hospitalisiert, einer in schwerem Zustand) und zwei getötet. Bei dem nächtlichen Angriff auf die gesamte Ukraine setzte Russland laut Luftstreitkräften Anti-Schiffs-Raketen, Iskander-M/S-400-Ballistik sowie 152 Drohnen ein; die Angriffe begannen am 28. September um 18:00 Uhr von Standorten in Russland (Oryol, Millerowo, Kursk, Primorsko-Achtarsk) sowie vom besetzten Donezk, Gwardijski und Tschauda auf der Krim.