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Russischer Angriff beschädigt Trypilska-Wärmekraftwerk in Kiewer Oblast

Beim russischen Angriff in der Nacht zum 30. September wurde die Stromerzeugungsanlage des Trypilska-Wärmekraftwerks in der Oblast Kiew beschädigt, wie der Betreiber Centrenergo mitteilte. Im Kreis Tscherkassy brach durch den Absturz einer feindlichen Drohne ein Brand an einer Infrastruktureinrichtung aus, der rasch gelöscht wurde; Verletzte gab es nicht. Präsident Selenskyj und Premierminister Korezkyi erklärten, der Energiesektor der Hauptstadtregion sei das Hauptziel des massiven kombinierten Angriffs gewesen.

Das Wichtigste

  • Am 30. September wurde die Stromerzeugungsanlage des Trypilska-Wärmekraftwerks in der Oblast Kiew durch einen russischen Angriff beschädigt.
  • Centrenergo, Betreiber des Kraftwerks, meldete den Schaden und erklärte, weitere Angaben aus Sicherheitsgründen zurückzuhalten.
  • Im Kreis Tscherkassy entstand durch den Absturz einer feindlichen Drohne ein Brand an einer Infrastruktureinrichtung, der rasch gelöscht wurde; es gab keine Verletzten.
  • Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, das Hauptziel des Angriffs sei der Energiesektor der Oblast Kiew gewesen.
  • Premierminister Serhij Korezkyi bezeichnete den Angriff als den massivsten kombinierten Angriff auf die Energieinfrastruktur seit Ende der vergangenen Heizperiode.
  • Die Luftwaffe meldete den Abschuss von fünf ballistischen Raketen und 155 Drohnen; der Angriff erfolgte mit Zircon/Onyx-Seezielflugkörpern, Iskander-M/S-400-Raketen und 188 Kampfdrohnen.
  • Ukrenergo verzeichnete neue Stromausfälle in den Oblasten Donezk, Dnipropetrowsk, Charkiw, Sumy, Kiew sowie in Kiew.

Warum es wichtig ist

Das Trypilska-Wärmekraftwerk war mit einer installierten Leistung von 1.800 MW nach der Stilllegung des Kernkraftwerks Tschernobyl das größte Stromerzeugungswerk in der Oblast Kiew. Eine Beschädigung der Erzeugungsanlage trifft damit die regionale Stromversorgung unmittelbar vor Beginn der Heizperiode. Präsident Selenskyj und Premierminister Korezkyi werteten den Angriff als gezielte Kampagne gegen den ukrainischen Energiesektor; Ukrenergo meldete Ausfälle in mindestens sechs Oblasten sowie in Kiew.

Was geschehen ist

In der Nacht zum 30. September (beginnend am Abend des 29. September) führte Russland einen großangelegten kombinierten Angriff auf die Ukraine durch. Nach Angaben der Luftwaffe kamen Zircon/Onyx-Seezielflugkörper, Iskander-M/S-400-Ballistikraketen und 188 Kampfdrohnen zum Einsatz, davon 86 mit Düsenantrieb; die Hauptschlagrichtung war die Oblast Kiew. PJSC Centrenergo bestätigte, dass die Stromerzeugungsanlage des Trypilska-Wärmekraftwerks in der Oblast Kiew beschädigt wurde; CEO Serhij Isachenko erklärte als unmittelbare Priorität die Schadensaufnahme und kündigte Reparaturarbeiten an, sobald die Sicherheitslage dies zulasse. Weitere Details zu den Folgen wurden aus Sicherheitsgründen zurückgehalten. In der Oblast Tscherkassy schossen Luftabwehrkräfte nach Angaben von Gouverneur Ihor Taburez drei russische Drohnen ab; im Kreis Tscherkassy brach durch den Absturz einer feindlichen Drohne ein Brand an einer Infrastruktureinrichtung aus, der rasch gelöscht wurde – Verletzte waren nicht zu beklagen. Präsident Selenskyj erklärte, der Energiesektor der Hauptstadtregion sei das Hauptziel gewesen; Premierminister Korezkyi bezeichnete den Angriff als die massivste kombinierte Attacke auf die Energieinfrastruktur seit Ende der vergangenen Heizperiode. Ukrenergo verzeichnete neue Stromausfälle in den Oblasten Donezk, Dnipropetrowsk, Charkiw, Sumy und Kiew sowie in der Hauptstadt.

Wo die Berichte auseinandergehen

Die Quellen bezeichnen den Centrenergo-CEO teils als 'Serhij Isachenko' (Сергій Ісаченко), in einer Angabe jedoch auch als 'Andriy Isachenko'. Der Angriff wird unterschiedlich gerahmt: Teils als 'massivster kombinierter Angriff seit Ende der vergangenen Heizperiode' (Aussage Korezkyi), teils als Beleg dafür, dass Russland 'jetzt zu massiven Angriffen auf den Energiesektor übergegangen ist'.

Hintergrund

Das Trypilska-Wärmekraftwerk war mit 1.800 MW installierter Leistung nach der Stilllegung des Kernkraftwerks Tschernobyl das größte Stromerzeugungswerk in der Oblast Kiew. Bereits im April 2024 war es durch einen russischen Raketenangriff vollständig zerstört worden. Zum Portfolio von Centrenergo gehören das Trypilska-Kraftwerk (Oblast Kiew), das Kraftwerk Smiijiwka (Oblast Charkiw), das Kraftwerk Wuhlehirsk (Oblast Donezk) sowie die Einheit Remenergo in Tscherkassy. Beim Angriff in der Nacht zum 30. September wurden laut Luftwaffe Zircon/Onyx-Seezielflugkörper, Iskander-M/S-400-Ballistikraketen und 188 Kampfdrohnen (86 mit Düsenantrieb) eingesetzt, die Hauptschlagrichtung war die Oblast Kiew.