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Ukraine plant Erdämme und Pontonbrücken als Reserve für Dnipro-Brücken in Kyjiw

Das ukrainische Ministerium für Wiederaufbau bereitet nach den russischen Drohnenangriffen auf die Dnipro-Brücken in Kyjiw Ersatzüberquerungen vor. Laut Wiederaufbauminister Mykola Kalaschnyk sollen bereits ab der kommenden Woche Erdämme mit Pontonbrücken gebaut werden, um im Fall beschädigter Brücken die Verbindung zwischen linkem und rechtem Ufer zu sichern.

Das Wichtigste

  • Wiederaufbauminister Mykola Kalaschnyk kündigte an, dass der Bau mehrerer Reserveüberquerungen über den Dnipro in Kyjiw bereits in der nächsten Woche beginnen soll.
  • Als schnelle Lösung prüft das Ministerium Erdämme mit Pontonübergängen, um das linke und rechte Ufer Kyjiws zu verbinden.
  • Pro Tag queren nach Angaben des Ministers durchschnittlich rund 600.000 Fahrzeuge die Kyjiwer Brücken.
  • Die Reserveübergänge sollen laut Ministerium etwa die Hälfte der Kapazität der bestehenden Brücken bieten.
  • Der Bau der Erdämme kann bis zu drei Monate dauern; Standorte wurden bereits festgelegt.
  • Langfristig wird auch ein Tunnel unter dem Dnipro geprüft, dessen Kosten sich laut Ministerium auf zehn bis hunderte Milliarden Hrywnja belaufen.
  • Die Ukraine verfügt nach eigener Darstellung nicht über die nötigen Mittel und sucht Investoren, Geber und internationale Partner.

Warum es wichtig ist

Die russischen Drohnenschläge auf die Kyjiwer Dnipro-Brücken haben bereits zu Teilsperrungen geführt und gefährden den täglichen Verkehr von rund 600.000 Fahrzeugen zwischen beiden Ufern. Mit der öffentlichen Vorbereitung von Reserveüberquerungen behandelt Kyjiw Brückenunterbrechungen nicht mehr als Einzelfall, sondern als wahrscheinliches, wiederkehrendes Szenario. Die Koordination ist von der Stadtverwaltung auf das nationale Ministerium für Wiederaufbau, die Wiederaufbauagentur und das Militär übergegangen. Langfristige Optionen wie ein Dnipro-Tunnel hängen laut Ministerium direkt von internationalen Partnern und Finanzierung in Höhe von Dutzenden Milliarden Hrywnja ab.

Was geschehen ist

Nach Drohnenangriffen Russlands auf die Dnipro-Brücken in Kyjiw, die im Oktober zur Sperrung der Piwdennyj-Brücke und zu Einschränkungen auf weiteren Brücken führten, hat das Ministerium für Wiederaufbau unter Minister Mykola Kalaschnyk Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Verbindung zwischen linkem und rechtem Ufer angekündigt. Kurzfristig sollen bereits in der kommenden Woche Erdämme mit Pontonübergängen gebaut werden; Standorte sind bereits identifiziert, die Bauzeit wird mit bis zu drei Monaten veranschlagt, und die Reservekapazität soll rund die Hälfte der bestehenden Brückenleistung betragen. Geprüft werden zudem schnell errichtete Betonkonstruktionen und langfristig ein Tunnel unter dem Dnipro, dessen Kosten laut Ministerium zehn bis hunderte Milliarden Hrywnja erreichen können und nur mit externen Partnern umsetzbar wäre. Eine Koordinationsbesprechung im Präsidentenamt hat das Ministerium, die Wiederaufbauagentur, das Militär und die Stadtverwaltung Kyjiw mit der Umsetzung beauftragt. Der stellvertretende Vorsitzende des Verkehrsausschusses der Werchowna Rada, Wolodymyr Kreidenko, wies darauf hin, dass Fährverbindungen zwischen der Metrostation Slavytych und dem Poschtowa-Ploschtscha für Lastwagen und Personenkraftwagen grundsätzlich möglich seien.

Hintergrund

Im Oktober begann Russland, die Kyjiwer Brücken über den Dnipro mit Drohnen anzugreifen, was zur Sperrung der Piwdennyj-Brücke und zu Einschränkungen auf weiteren Brücken führte. Der Bau der vorgeschlagenen Erdämme kann bis zu drei Monate dauern und soll etwa die Hälfte der Leistungsfähigkeit der bestehenden Brücken bieten. Der stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses der Werchowna Rada, Wolodymyr Kreidenko, erklärte, dass Fähren grundsätzlich zwischen der Metrostation Slavytych und dem Poschtowa-Ploschtscha für Lastwagen und Personenkraftwagen verkehren könnten.