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Avtostrada stoppt alle staatlich finanzierten Bauprojekte in der Ukraine

Das ukrainische Bauunternehmen Avtostrada stellt die Arbeit an allen staatlich finanzierten Projekten ein. Hintergrund ist die Entscheidung des Finanzministeriums, die Mittel für Investitionsausgaben einzufrieren. Firmeninhaber Maksym Schkil kündigte den Stopp über Facebook an und kritisierte, dass die Entscheidung ohne jede Vorwarnung oder Dialog mit der Wirtschaft getroffen worden sei.

Das Wichtigste

  • Avtostrada stoppt die Arbeit an allen staatlich finanzierten Projekten.
  • Grund ist der Beschluss des Finanzministeriums, Investitionsausgaben einzufrieren.
  • Firmeninhaber Maksym Schkil kündigte den Stopp am 17. September über Facebook an.
  • Betroffen sind in Kiew unter anderem der U-Bahn-Bau nach Wynohradar, der Charkiver Chaussee und der Umbau am U-Bahnhof Tschernihiwska.
  • Anfang September hatte die Regierung nicht geschützte Ausgaben pausiert und Kapitalbauprogramme ausgesetzt.
  • Avtostrada zählt zu den größten Straßenbau- und Infrastrukturunternehmen der Ukraine.

Warum es wichtig ist

Mit Avtostrada legt einer der größten ukrainischen Infrastrukturbauunternehmen seine staatlich finanzierten Arbeiten nieder. Damit geraten zentrale Projekte in Kiew und anderen Landesteilen unter Druck. Der Vorgang verdeutlicht, wie die Verzögerung internationaler Finanzierung den Spielraum für Wiederaufbau und Instandhaltung im Krieg einschränkt.

Was geschehen ist

Das ukrainische Bauunternehmen Avtostrada hat die Arbeit an allen staatlich finanzierten Projekten eingestellt. Auslöser ist die Entscheidung des Finanzministeriums, die Mittel für Investitionsausgaben einzufrieren. Firmeninhaber Maksym Schkil erklärte über Facebook, die Entscheidung sei ohne Vorwarnung, Diskussion oder Dialog mit der Wirtschaft getroffen worden. Avtostrada gehört nach Branchenangaben zu den größten Straßenbau- und Infrastrukturunternehmen der Ukraine und ist in Kiew am U-Bahn-Bau nach Wynohradar, am Charkiver Chaussee sowie an der Reparatur des Verkehrsknotens am U-Bahnhof Tschernihiwska beteiligt. Bereits Anfang September hatte die Regierung nicht geschützte Ausgaben pausiert; Finanzminister Serhij Martschenko erklärte am 10. September, nicht kritische Ausgaben seien auf Dezember verschoben und Kapitalbauprogramme ausgesetzt worden.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Ukrainische Medien stellen den plötzlichen Stopp und das Fehlen eines Dialogs mit der Wirtschaft vor dem Einfrieren der Mittel in den Mittelpunkt. Sie verweisen auf konkrete Auswirkungen auf Kiewer Infrastrukturprojekte wie die U-Bahn nach Wynohradar, den Charkiver Chaussee und den Umbau am U-Bahnhof Tschernihiwska.

Hintergrund

Anfang September hatte die ukrainische Regierung nicht geschützte Ausgaben pausiert; Finanzminister Serhij Martschenko sagte am 10. September, nicht kritische Ausgaben seien auf Dezember verschoben und Kapitalbauprogramme ausgesetzt worden. Premierminister verkündete am 1. September einen strikten Sparmodus für nicht verteidigungsbezogene Ausgaben und betonte, dass Renten und Gehälter weiter gezahlt würden. Die Abgeordnete Olha Wasylewska-Smachljuk berichtete am 15. September, dass nur noch Sozialausgaben, Gehälter im öffentlichen Dienst und die militärische Aufrechterhaltung finanziert würden. Die Regierung warnte zudem, die Ukraine könnte rund 29,5 Milliarden Dollar an internationaler Finanzierung verlieren, wenn erforderliche Vereinbarungen nicht erfüllt werden.