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US-Verteidigungsminister kündigt mögliche Verlegung von US-Soldaten aus Europa an

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte am 3. Oktober, dass ein Teil des US-Militärpersonals aus Europa in die westliche Hemisphäre verlegt werden könnte. Die Verlegung sei Teil der eskalierenden Kampagne der Trump-Administration gegen Drogenkartelle in Süd- und Mittelamerika. Zugleich läuft im Pentagon eine sechsmonatige Überprüfung der US-Militärpräsenz in Europa.

Das Wichtigste

  • US-Verteidigungsminister Pete Hegseth kündigte am 3. Oktober die mögliche Verlegung von US-Soldaten aus Europa in die westliche Hemisphäre an.
  • Die Verlegung ist Teil der Kampagne der US-Regierung gegen Drogenkartelle in Mittel- und Südamerika.
  • Hegseth nannte Partnerschaften mit Ecuador, Honduras, Guatemala und Panama.
  • Hegseth sagte, die USA verfügten über „eine völlig neue Palette an Optionen für wirtschaftlichen und militärischen Druck".
  • Das Pentagon führt eine sechsmonatige Überprüfung der US-Militärpräsenz in Europa durch, die im Dezember abgeschlossen werden soll.
  • Der General-Oberst der NATO in Europa, General Grinkevich, hatte am 19. Mai den Abzug von 5.000 US-Soldaten aus Europa bestätigt, versicherte aber, die Verteidigungsfähigkeit der NATO bleibe unberührt.
  • Am 17. September berichtete NBC News, die USA könnten ihr Kontingent in Europa trotz der russischen Bedrohung um rund ein Drittel verringern.

Warum es wichtig ist

Eine mögliche Verlegung von US-Truppen aus Europa wäre ein deutliches Signal für eine Verschiebung des US-Militärs hin zur westlichen Hemisphäre und würde Fragen zur künftigen Lastenteilung innerhalb der NATO aufwerfen. Die Maßnahme wird in den Kontext weiterer gemeldeter Reduzierungen gestellt, darunter der für 2026 geplante Abzug mehrerer tausend US-Soldaten aus Deutschland und mögliche Kürzungen des US-Kontingents in Europa um rund ein Drittel. Die gleichzeitige sechmonatige Überprüfung der europäischen Militärlage durch das Pentagon zielt ausdrücklich darauf ab, Routine-Verteidigungsaufgaben an europäische NATO-Verbündete zu übertragen.

Was geschehen ist

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte am 3. Oktober gegenüber Journalisten in Colorado Springs, Colorado, dass ein Teil der in Europa stationierten US-Soldaten in die westliche Hemisphäre verlegt werden könnte. Die Verlegung sei Teil der Kampagne der Trump-Administration gegen Drogenkartelle und solle die Zusammenarbeit mit Partnern in Mittel- und Südamerika stärken. Hegseth nannte konkrete Partnerschaften mit Ecuador, Honduras, Guatemala und Panama und sagte, die USA verfügten über „eine völlig neue Palette an Optionen für wirtschaftlichen und militärischen Druck". Er verwies auf die Ergreifung des ehemaligen venezolanischen Machthabers Nicolás Maduro durch US-Streitkräfte als Beleg für diesen neuen Ansatz und kündigte an, die verlegten Kräfte entweder in eine neue, „große, wunderschöne Basis" im eigenen Land oder an andere Standorte in der westlichen Hemisphäre zu entsenden, an denen sie gegen terroristische Organisationen kämpfen sollen. Bereits zuvor hatte das Pentagon eine sechsmonatige Überprüfung der US-Militärpräsenz in Europa eingeleitet, die im Dezember abgeschlossen werden soll und zum Ziel hat, Routine-Verteidigungsaufgaben an europäische NATO-Verbündete zu übertragen. Hegseth kündigte zudem eine Reduzierung der Generals- und Offiziersstellen in den US-Streitkräften um 20 Prozent an und hatte in einer Rede am Mittwoch US-Gouverneure eingeladen, sich um die Ansiedlung der „nächsten großen amerikanischen Basis" in ihrem Bundesstaat zu bewerben.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Die beiden ukrainischen Quellen – die Nachrichtenagentur Ukrinform und das Medium LIGA.net – berichten über Hegseths Erklärungen aus der Perspektive einer Nachrichtenagentur bzw. eines Mediums. Der Schwerpunkt liegt auf der Bekanntgabe der Verlegung selbst, eingeordnet in den Kontext früherer Meldungen über den Abzug von US-Truppen aus Europa und die laufende Überprüfung der US-Militärpräsenz durch das Pentagon.

Hintergrund

Hegseth traf seine Aussagen in Colorado Springs, Colorado. Er verwies auf die Festnahme des ehemaligen venezolanischen Machthabers Nicolás Maduro, erwähnte Partnerschaften mit Ecuador, Honduras, Guatemala und Panama und sagte, die USA verfügten über „eine völlig neue Palette an Optionen für wirtschaftlichen und militärischen Druck". In einer Rede am Mittwoch hatte er US-Gouverneure eingeladen, sich als Standort für die „nächste große amerikanische Basis" zu bewerben. Am 19. Mai hatte der Supreme Allied Commander Europe der NATO, General Grinkevich, den Abzug von 5.000 US-Soldaten aus Europa bestätigt, zugleich aber versichert, die Verteidigungsfähigkeit der NATO bleibe unberührt. Im August berichtete das Wall Street Journal, die USA planten die Auflösung einer in Europa stationierten Drohneneinheit, die Anfang 2026 auf Grundlage ukrainischer Erfahrungen aufgestellt worden war. Am 2. Mai war bekannt geworden, dass die USA im Laufe des Jahres 2026 mehrere tausend Militärangehörige aus Deutschland abziehen werden.