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Russland greift Ukraine in der Nacht zum 8. Oktober mit 142 Drohnen an – mindestens vier Tote in Kiew

Russland hat die Ukraine in der Nacht zum 8. Oktober (ab 18:00 Uhr am 7. Oktober) mit 142 Drohnen angegriffen, darunter 82 reaktive Drohnen vom Typ Shahed, Gerbera-Drohnen und „Parodia“-Attrappen. Die ukrainische Luftabwehr schoss oder unterdrückte bis 09:30 Uhr 126 davon ab. In Kiew schlugen Drohnen in Wohngebäude in mehreren Stadtteilen ein und töteten mehrere Menschen, darunter Kinder. Auch die Gebiete Rivne, Charkiw und Odessa wurden getroffen.

Das Wichtigste

  • 142 Drohnen, gestartet ab 18:00 Uhr am 7. Oktober; 82 davon reaktive Drohnen (Shahed, Gerbera, „Parodia")
  • Luftabwehr schoss oder unterdrückte 126 Drohnen bis 09:30 Uhr; mehrere Drohnen weiter im Luftraum
  • Startrichtungen: Orel, Kursk, Schatalowo (Russland) sowie besetzte Gebiete bei Donezk und Hvardiiske auf der Krim
  • Direkte Treffer an 7 Standorten, Drohnentrümmer an 4 weiteren Standorten
  • In Kiew: Brände in fünfstöckigem Wohnhaus im Solomjanski-Bezirk, Treffer in Wohnhäusern in Obolon und Desnjansky, Trümmer im Holosiivsky-Bezirk; mindestens vier Tote und mehrere Verletzte, darunter Kinder
  • Im Gebiet Odessa: Parkplatz und Tierheim getroffen – 14 Autos zerstört, 13 beschädigt, ein Tier getötet

Warum es wichtig ist

Mit 142 Drohnen handelt es sich um eine der größten Einzelattacken des Krieges, bei der zudem ein Großteil aus den schwerer abzufangenden reaktiven Shahed-Drohnen bestand. Treffer an elf Orten, darunter Wohngebäude in Kiew mit Toten und Verletzten – unter ihnen Kinder – sowie Angriffe auf zivile Infrastruktur in vier Regionen zeigen die Breite des Beschusses.

Was geschehen ist

In der Nacht zum 8. Oktober (ab 18:00 Uhr am 7. Oktober) startete Russland nach Angaben der ukrainischen Luftstreitkräfte 142 Drohnen in Richtung Ukraine, darunter 82 reaktive Drohnen vom Typ Shahed, Gerbera-Drohnen und „Parodia“-Attrappen. Die Startrichtungen waren Orel, Kursk und Schatalowo in Russland sowie besetzte Gebiete bei Donezk und Hvardiiske auf der Krim. Bis 09:30 Uhr schoss oder unterdrückte die ukrainische Luftabwehr 126 Drohnen; mehrere blieben nach Morgenangaben noch im Luftraum. Direkte Treffer wurden an 7 Standorten registriert, Trümmer abgeschossener Drohnen fielen an 4 weiteren. In Kiew brach am 7. Oktober nach Drohnentreffern ein Brand in einem fünfstöckigen Wohnhaus im Solomjanski-Bezirk aus; im Bezirk Obolon fielen Trümmer in den Hof eines Wohnhauses und entzündeten Autos. Ein späterer Drohnenangriff auf ein mehrstöckiges Haus im Bezirk Desnjansky tötete zwei weitere Menschen und verletzte vier, darunter zwei Kinder, und beschädigte Teile des Gebäudes. Am Morgen des 8. Oktober schlugen erneut Drohnentrümmer im Holosiivsky-Bezirk ein. Im Gebiet Rivne traf ein Angriff ein ziviles Unternehmen und löste einen Brand aus, nach vorläufigen Angaben des Gebietsverwaltungschefs Oleksandr Kowal ohne Verletzte. Im Gebiet Charkiw schlug eine Drohne in einem Objekt kritischer Infrastruktur in der Gemeinde Losowa ein. Im Gebiet Odessa wurden ein Parkplatz und ein Tierheim getroffen; 14 Autos brannten aus, 13 weitere wurden beschädigt, und ein Tier kam ums Leben.

Wo die Berichte auseinandergehen

Die Gesamtzahl der gestarteten Drohnen wird in den meisten ukrainischen Quellen mit 142 angegeben; eine Schlagzeile spricht hingegen von „fast 150 Drohnen“. Bei den Opferzahlen aus den Angriffen vom 7. Oktober auf Kiew gehen die Angaben auseinander: Während eine Quelle für den Bezirk Obolon zwei Tote und sieben Verletzte nennt, fassen andere die Angriffe auf die Bezirke Solomjanski und Obolon mit zwei Toten und 13 Verletzten zusammen. Ein späterer Drohnenschlag auf ein mehrstöckiges Haus im Bezirk Desnjansky wird mit zwei Toten und vier Verletzten (darunter zwei Kinder) beschrieben – die Quellen sind uneinheitlich, ob dieser als Teil der Angriffswelle vom 7. Oktober oder als eigenständiger, späterer Treffer zu werten ist.

Hintergrund

Russische Drohnenangriffe auf ukrainische Städte sind ein wiederkehrendes Merkmal des Krieges. Typischerweise werden langsamere propellergetriebene Shahed-136-Drohnen mit neueren reaktiven Varianten sowie Attrappen wie Gerbera und „Parodia“ kombiniert, die darauf abzielen, die Luftabwehr zu überlasten.