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Selenskyj kündigt neue westliche Lieferungen und Fortschritte bei der Luftabwehr an

Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am 17. Oktober neue Verträge und Partnerzusagen für die Lieferung von Munition für F-16-Kampfjets zur Drohnenabwehr gemeldet. Nach seinen Angaben fängt die Luftwaffe etwa 55 bis 60 Prozent der abgeschossenen reaktiven Drohnen ab. Die EU-Kommission hatte am 14. Oktober ein neues Paket von 2,86 Milliarden Euro im Rahmen eines 90-Milliarden-Euro-Verteidigungskredits angekündigt.

Das Wichtigste

  • Selenskyj erklärte am 17. Oktober, die Ukraine habe zusätzliche Verträge und Partnerbestätigungen für F-16-Munition erhalten.
  • Etwa 55–60 % der abgeschossenen reaktiven Drohnen werden nach Selenskyjs Angaben durch die Luftwaffe abgefangen.
  • Mehrere neue Luftabwehrlösungen westlicher Partner sollen laut Selenskyj bald in der Ukraine eintreffen.
  • Die Ukraine stellt nach eigenen Angaben Luftabwehrtürme inzwischen in Dutzenden Einheiten her, nicht mehr nur als Einzelstücke; die Produktion soll ausgeweitet werden.
  • Verhandlungen über europäische Luftabwehrpakete einschließlich PAC-2- und PAC-3-Munition für Patriot-Systeme fanden am 15.–16. Oktober statt.
  • Am 14. Oktober kündigte die EU-Kommission eine neue Tranche von 2,86 Mrd. Euro im Rahmen des Verteidigungsteils eines 90-Mrd.-Euro-Kredits an.
  • Die 2,86-Mrd.-Euro-Tranche soll laut EU-Kommission für Drohnen, Luftabwehrsysteme, Raketen, Radare, Elektronikkriegsysteme und Munition verwendet werden.

Warum es wichtig ist

Die Ankündigungen verweisen auf eine Intensivierung der alliierten Luftabwehrlieferungen und einen Ausbau der ukrainischen Eigenproduktion als Reaktion auf wachsende Drohnenbedrohungen. Die gezielte Verwendung europäischer Verteidigungsmittel für Drohnen, Luftabwehr und Munition unterstreicht die sicherheitspolitische Prioritätensetzung der EU. Gleichzeitig verdeutlichen die Verweise auf Patriot-Munition und deren Verteilung die anhaltende Abhängigkeit der Ukraine von westlichen Patronenlieferungen.

Was geschehen ist

Präsident Wolodymyr Selenskyj informierte am 17. Oktober Journalisten über neue westliche Zusagen zur Luftabwehr. Die Ukraine habe zusätzliche Verträge und Partnerbestätigungen für die Lieferung von Munition für F-16-Kampfjets erhalten, die zur Abwehr von Drohnenangriffen eingesetzt werden. Nach seinen Angaben fängt die ukrainische Luftwaffe etwa 55 bis 60 Prozent der abgeschossenen reaktiven Drohnen ab. Selenskyj kündigte an, dass mehrere neue Luftabwehrlösungen westlicher Partner die Ukraine in Kürze erreichen werden, und verwies zugleich auf Fortschritte bei der ukrainischen Eigenproduktion: So würden Türme für die Luftabwehr inzwischen nicht mehr als Einzelstücke, sondern in Dutzenden Einheiten hergestellt, mit Plänen zur Ausweitung der Produktion. Zudem seien Gespräche mit Europäern über Luftabwehrpakete einschließlich PAC-2- und PAC-3-Munition für Patriot-Systeme am 15. und 16. Oktober geführt worden; Ergebnisse würden später erwartet. Auf Berichte, wonach Partner die Lieferung von Patriot-Raketen ablehnen, wollte sich Selenskyj nicht äußern. Im Hintergrund hatte die EU-Kommission am 14. Oktober eine neue Tranche von 2,86 Milliarden Euro aus dem Verteidigungsteil eines 90-Milliarden-Euro-Kredits angekündigt, die für Drohnen, Luftabwehrsysteme, Raketen, Radare, Systeme zur elektronischen Kriegführung und Munition bestimmt ist.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Die ukrainische Berichterstattung stellt Selenskyjs Erklärungen in den Mittelpunkt und betont sowohl neue Partnerverpflichtungen als auch Fortschritte der ukrainischen Eigenproduktion bei Raketen und Luftabwehrtürmen. Konkrete Angaben zu Abschussquoten und Verhandlungszeiträumen rücken operative und diplomatische Fortschritte in den Vordergrund.

Hintergrund

Den Ankündigungen Selenskyjs vom 17. Oktober waren am 15. und 16. Oktober Verhandlungen über europäische Luftabwehrpakete einschließlich Patriot-Munition vorausgegangen. Die am 14. Oktober angekündigte EU-Tranche von 2,86 Milliarden Euro ist Teil des Verteidigungsteils eines umfassenderen 90-Milliarden-Euro-Kredits.