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Ukrainische Parlamentskammer streikt Antikorruptionsstrategie von der Tagesordnung

Die Werchowna Rada hat die Antikorruptionsstrategie für 2026–2030 erneut von der Tagesordnung genommen, weil dafür nicht genügend Stimmen vorhanden waren. Die Verabschiedung ist eine Voraussetzung für den Erhalt von 400 Millionen Euro im Rahmen der Ukraine Facility und für den Fortschritt im EU-Beitrittsverfahren.

Das Wichtigste

  • Die Werchowna Rada nahm die Antikorruptionsstrategie für 2026–2030 von der Tagesordnung.
  • Der Beschluss des Parlaments wurde in der folgenden Plenarwoche mangels ausreichender Stimmen erneut vertagt.
  • Die Strategie soll die Prioritäten der ukrainischen Antikorruptionspolitik für die nächsten fünf Jahre festlegen.
  • Der Antikorruptionsausschuss legte im Juli eine Kompromissfassung vor.
  • Die Annahme der Strategie ist eine Voraussetzung für 400 Millionen Euro im Rahmen der Ukraine Facility.
  • Die Ukraine will die Zwischenkriterien für Rechtsstaatlichkeit und Antikorruption möglichst rasch erfüllen, um Verhandlungskapitel im EU-Beitrittsverfahren schließen zu können.

Warum es wichtig ist

Die Strategie würde die Schwerpunkte der staatlichen Antikorruptionspolitik für die nächsten fünf Jahre festlegen. Ihre Annahme gilt zugleich als Voraussetzung für die Ukraine Facility und als Zwischenkriterium im EU-Beitrittsverfahren.

Was geschehen ist

Die Werchowna Rada зняла die Antikorruptionsstrategie für 2026–2030 von der Tagesordnung. Zuvor war der bereits eingereichte Entwurf erneut in der folgenden Plenarwoche wegen fehlender Zustimmung zurückgestellt worden. Angesichts der bisherigen Beratungen war eine erneute Aufnahme des Dokuments in die Tagesordnung damit nicht gesichert.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Die ukrainische Berichterstattung betont, dass die Entscheidung des Parlaments und der fehlende politische Konsens über die Strategie die weitere Umsetzung blockieren. Sie verweist zugleich auf die Bedeutung der Annahme für EU-Finanzierung und die Verhandlungen über den EU-Beitritt.

Hintergrund

Der Antikorruptionsausschuss der Werchowna Rada legte im Juli eine Kompromissfassung der Antikorruptionsstrategie für 2026–2030 vor. Die Ukraine Facility sieht die Annahme eines solchen Strategiepakets als Voraussetzung für die Bereitstellung von 400 Millionen Euro vor.