Selenskyj nennt Grenzen für Verhandlungen mit den USA und Russland
Präsident Wolodymyr Selenskyj hat vor den geplanten trilateralen Verhandlungen der Ukraine, der USA und Russlands seine roten Linien dargelegt. Eine neutrale Status der Ukraine und eine Begrenzung der ukrainischen Streitkräfte seien nicht verhandelbar; als ersten konkreten Schritt erwartet er ein Energie- oder Schwarzmeer-Waffenstillstandsabkommen.
Das Wichtigste
- Ukraine, die USA und Russland planen für die erste Novemberhälfte ein Treffen ihrer Verhandlungsteams.
- Selenskyj bezeichnete einen neutralen Status und eine Begrenzung der ukrainischen Armee als nicht verhandelbar.
- Territorialfragen können nur auf Ebene der Staatschefs besprochen werden; andere Fragen sollen technische Gruppen klären.
- Ein Energie- oder Schwarzmeer-Waffenstillstand gilt als mögliches Ergebnis der Verhandlungen.
- Selenskyj will die Armee bei ausreichender Finanzierung auf 800.000 Soldaten halten.
- Sicherheitsgarantien sollen entweder über eine NATO-Mitgliedschaft oder durch Garantien der USA und Europas nach dem Modell von Artikel 5 geschaffen werden.
- Die jüngsten dreiseitigen Verhandlungen fanden am 17. und 18. Februar 2026 in Genf statt.
Warum es wichtig ist
Die Aussagen begrenzen den möжlichen Ergebnis der geplanten Verhandlungen und zeigen die Bedingungen, unter denen die Ukraine eine Vereinbarung unterstützen würde. Zugleich könnten ein Energiewaffenstillstand, ein Waffenstillstand im Schwarzen Meer, ein Gefangenaustausch oder die Vorbereitung eines Gipfels erste konkrete Ergebnisse liefern. Die Forderung nach NATO-Mitgliedschaft oder nach Sicherheitsgarantien nach dem Modell von Artikel 5 erhöht zugleich die Hürden für einen künftigen Sicherheitsrahmen.
Was geschehen ist
Die Ukraine, die USA und Russland haben sich auf eine trilateralen Verhandlungstermin in der ersten Novemberhälfte geeinigt. Selenskyj erklärte, die Ukraine werde weder einen neutralen Status noch eine Beschränkung ihrer Truppenstärke akzeptieren. Die Truppenstärke sei eine innere ukrainische Entscheidung, die nicht mit Russland oder den USA verhandelt werde; bei ausreichender Finanzierung wolle er eine Armee von 800.000 Soldaten erhalten. Territorialfragen bleiben laut Selenskyj den Staatschefs vorbehalten, während andere Themen auf technischer рівні обговорені werden können. Als возможliche результаы nannte er einen Energie- oder Schwarzmeer-Waffenstillstand, einen Gefangenaustausch nach dem Prinzip „alle gegen alle“, die Blockade von Seewegen zu lösen, die Ausarbeitung eines Dokuments zur Beendigung des Krieges und die Vorbereitung eines Treffens der Staatschefs. Selenskyj bezeichnete einen Energiewaffenstillstand als ersten Schritt und Signal für die tatsächliche Bereitschaft Moskaus, den Krieg zu beenden. Er lehnte außerdem ab, die territoriale Position der Ukraine zu ändern oder vor einem Treffen der drei Staatschefs sämtliche Sanktionen gegen Russland aufzuheben.
Wie ukrainische Quellen darüber berichten
Die ukrainische Berichterstattung stellt Selenskyjs Position vor allem als Verteidigung klarer Verhandlungsgrenzen dar: kein neutraler Status, keine Einschränkung der Armee, keine territoriale Konzession und keine von Russland diktierte Sicherheitsgarantien. Zugleich wird die Bereitschaft hervorgehoben, auf technischer Ebene konkrete Ergebnisse zu erzielen. Energie- und морські Waffenstillstände sowie die Vorbereitung eines Gipfels werden als важные diplomatic steps toward ending the war framed, während Selenskyjs Weigerung, die Größe der Armee mit Moskau oder Washington zu verhandeln, als Behauptung ukrainischer Souveränität erscheint.
Wo die Berichte auseinandergehen
Die Quellen widersprechen sich bei der question des Gefangenaustauschs vom 23. Oktober: Die meisten Berichte bestätigen die Rückkehr von 270 Ukrainern, während ein bestrittener Bericht keinen solchen Austausch an diesem Tag bestätigt. Zudem sah der von The Economist beschriebene US-Friedensplan eine Reduzierung der ukrainischen Armee auf 600.000 Soldaten sowie Einschränkungen ukrainischer Angriffe auf Moskau und Sankt Petersburg vor, während Selenskyj die Truppenstärte als innere Entscheidung der Ukraine bezeichnete und nicht mit Russland oder den USA verhandeln wollte.
Hintergrund
Die jüngsten gemeldeten trilateralen Verhandlungen fanden am 17. und 18. Februar 2026 in Genf statt. Перед sowie davor fanden Treffen am 23. und 24. Januar sowie am 4. und 5. Februar in Abu Dhabi statt; eine geplante Fortsetzung wurde nach dem Beginn militärischer Handlungen Israels und der USA gegen Iran verschoben. Russland erklärte, die Friedensgespräche nach dem 4. November fortsetzen zu wollen. Als mögliche Ergebnisse wurden neben einem Waffenstillstand auch ein Gefangenaustausch, die Öffnung maritimer Transportwege und die Vorbereitung eines Treffens der Staatschefs genannt.