Kreml: China bereitet mögliches Treffen zwischen Putin, Trump und Xi vor
Nach dem Treffen von Wladimir Putin mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff in St. Petersburg erklärte der Kreml, China bereite ein mögliches Treffen der Staatschefs Russlands, der USA und Chinas im Rahmen des APEC-Gipfels in Shenzhen vor. Thema solle die Beendigung des Krieges in der Ukraine sein. Putin habe zudem ein Treffen mit Donald Trump und Xi Jinping im nächsten Monat vorgeschlagen.
Das Wichtigste
- Kreml-Berater Juri Uschow erklärte, China bereite ein mögliches Treffen der Staatschefs Russlands, der USA und Chinas vor.
- Uschow zufolge könnte China das trilaterale Treffen „bei günstigen Umständen" in das Programm des APEC-Gipfels in Shenzhen aufnehmen.
- Die Möglichkeit eines solchen Gipfels wurde beim Treffen Putins mit Steve Witkoff in St. Petersburg erörtert.
- Putin traf am 21. Oktober in St. Petersburg außerdem den chinesischen Ministerpräsidenten Li Qiang.
- Putin schlug vor, im nächsten Monat ein Treffen mit Donald Trump und Xi Jinping zur Beendigung des Krieges in der Ukraine abzuhalten.
- Trump erklärte am 19. Oktober seine Bereitschaft, sich mit Putin und Xi zu treffen.
- Wolodymyr Selenskyj forderte Klarheit über die Gesprächsgegenstände, um „neue Überraschungen" zu vermeiden.
Warum es wichtig ist
Sollte das trilaterale Treffen zustande kommen, würden die drei größten Atommächte direkt über die Beendigung des Krieges in der Ukraine verhandeln – ohne Beteiligung der Ukraine an der Vorbereitung. Die Ankündigung verbindet eine Kette von Geheimgesprächen zwischen Putin, Witkoff und Selenskyj mit der möglichen Aufnahme der Ukraine-Frage in den APEC-Gipfel in Shenzhen. Selenskyj pochte auf Klarheit über die Gesprächsgegenstände; Trump ließ zugleich offen, eine Friedensvereinbarung auch ohne ein direktes Treffen Selenskyj-Putin zu unterzeichnen.
Was geschehen ist
Nach dem rund dreistündigen Treffen von Wladimir Putin mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff in St. Petersburg erklärte Kreml-Berater Juri Uschow, China bereite ein mögliches Treffen der Staatschefs Russlands, der USA und Chinas vor. Uschow zufolge könnte China das Treffen „bei günstigen Umständen" in das Programm des APEC-Gipfels in Shenzhen aufnehmen; keine der drei Hauptstädte lehne die Idee bislang ab. Die Möglichkeit eines solchen Gipfels sei direkt beim Treffen Putins mit Witkoff erörtert worden. Putin habe zudem vorgeschlagen, im nächsten Monat ein Treffen mit US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping zur Beendigung des Krieges in der Ukraine abzuhalten. Im Anschluss an das Witkoff-Gespräch traf Putin am 21. Oktober den chinesischen Ministerpräsidenten Li Qiang in St. Petersburg. Witkoff hatte zuvor in Oslo Selenskyj getroffen – im Beisein von Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre und Finnlands Präsident Alexander Stubb – und sollte nach ukrainischen Angaben ein Dokument mit Vorschlägen zu Sicherheitsgarantien an Putin übermitteln. Trump hatte bereits am 19. Oktober Gesprächsbereitschaft signalisiert und am 20. Oktober nicht ausgeschlossen, eine Friedensvereinbarung auch ohne ein direktes Treffen Selenskyj-Putin zu unterzeichnen.
Wo die Berichte auseinandergehen
Die vorliegenden Quellen unterscheiden sich darin, wie sie den Status des möglichen Treffens beschreiben. Während eine Darstellung die Einbindung in den APEC-Gipfel als bereits laufende chinesische Vorbereitung und mögliche Programmaufnahme wiedergibt, betonen andere die Bedingung „günstiger Umstände" und behandeln das Treffen eher als ein noch nicht formalisiertes Vorhaben.