Trump kündigt Treffen zwischen Selenskyj und Putin „sehr bald“ an
US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, dass Wolodymyr Selenskyj und Wladimir Putin bald zusammentreffen werden. Er erwartet durch die Begegnung beziehungsweise dreiseitige Verhandlungen deutliche Fortschritte im russisch-ukrainischen Krieg, nannte jedoch weder Datum noch Ort oder Format.
Das Wichtigste
- Trump kündigte eine „sehr bald“ stattfindende Begegnung von Selenskyj und Putin an.
- Trump erwartete „beträchtliche Fortschritte“ bei der Beendigung des Krieges in der Ukraine.
- Eine direkte Aussprache der beiden Präsidenten war laut Trump nicht ausdrücklich bestätigt.
- Der Kreml plante dreiseitige Verhandlungen mit der Ukraine, den USA und Russland im November in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
- Eine vorläufige Gesprächsdauer von 4. November wurde von westlichen Medien unter Berufung auf Donald Tusk genannt, vom ukrainischen Präsidialamt aber nicht bestätigt.
- Der Kreml und der ukrainische Präsidialamt nannten keine endgültig vereinbarte Verhandlungszeit.
Warum es wichtig ist
Eine direkte Begegnung von Selenskyj und Putin oder eine Teilnahme an dreiseitigen Verhandlungen könnte den Gesprächsprozess über den Krieg in der Ukraine neu beleben. Trumps Ankündigung ist jedoch noch kein bestätigtes Format, und vorangegangene dreiseitige Gespräche fanden nicht statt.
Was geschehen ist
Trump erklärte gegenüber Journalisten, Selenskyj und Putin würden sich bald treffen und die USA, Russland und die Ukraine erreichten seiner Einschätzung nach deutliche Fortschritte in der Kriegsfrage. Er nannte weder Datum noch Ort oder Gesprächsformat und bestätigte auch nicht ausdrücklich, dass es sich um eine persönliche Begegnung handeln würde. Parallel dazu teilte der Kreml mit, dass dreiseitige Verhandlungen von Vertretern der Ukraine, der USA und Russlands im November in den Vereinigten Arabischen Emiraten stattfinden sollen. Westliche Medien unter Berufung auf den polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk nannten den 4. November als vorläufiges Datum, doch weder das ukrainische Präsidialamt noch die russische Seite bestätigten diesen Termin offiziell.
Wie ukrainische Quellen darüber berichten
Ukrainische Darstellungen betonen Selenskyjs Bereitschaft zur Teilnahme an Verhandlungen mit den USA und Russland und прагнення, die vorgesehene Begegnung in Abu Dhabi möglichst schnell abzuhalten. Zugleich wird hervorgehoben, dass die Organisation von der amerikanischen und russischen Seite abhängt. Im Zentrum steht außerdem die Forderung nach konkreten Deeskalationsschritten für die ukrainische Energieinfrastruktur, die Alexander Stubb und Jonas Gahr Støre bei Wladimir Putin angesprochen haben sollen.
Wie internationale Quellen darüber berichten
Im internationalen Material steht vor allem Trumps Ankündigung einer schnellen Begegnung zwischen Selenskyj und Putin sowie seine Erwartung deutlicher Fortschritte im Vordergrund. Ergänzend werden die vom Kreml genannten dreiseitigen Verhandlungen im November in den Vereinigten Arabischen Emiraten und die vorläufige Angabe des 4. Novembers behandelt.
Wo die Berichte auseinandergehen
Trumps Formulierung einer Begegnung von Selenskyj und Putin lässt offen, ob eine persönliche Zweisitzung oder eine Beteiligung an dreiseitigen Verhandlungen gemeint ist. Der Kreml spricht von einer Begegnung der Delegationen aus der Ukraine, den USA und Russland. Zudem ist der Termin nicht konsistent: Ein vorläufiger 4. November wurde aus westlichen Medien genannt, während der Kreml die zweite Novemberhälfte und das ukrainische Präsidialamt keinen endgültigen Termin bestätigte.
Hintergrund
Selenskyj und Putin haben sich seit Beginn des russischen Vollangriffs auf die Ukraine im Februar 2022 nicht persönlich getroffen. Bereits im Oktober waren dreiseitige Verhandlungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten erwogen worden, sie fanden jedoch nicht statt. Selenskyj erklärte, er wäre zu einer Begegnung mit Putin in Miami bereit, während Putins Teilnahme am dortigen G20-Gipfel noch nicht entschieden war. Selenskyj wiederholte zudem seine Ablehnung eines Treffens in Moskau und forderte Putin auf, nach Kiew zu kommen.