Ukrainische Truppen pausieren Angriffe auf russische Ölraffinerien nach US-Druck
Ukrainische Streitkräfte haben ihre Angriffe auf russische Ölraffinerien nach Angaben über den Einsatz faktisch ausgesetzt. Der Schritt folgte dem Druck von US-Präsident Donald Trump, der eine Beendigung der Angriffe verlangt hatte, während Kreml-Chef Wladimir Selenskyj den Militärs die Möglichkeit einer späteren Wiederaufnahme ließ. Parallel griff Russland ukrainische Städte und Energieinfrastruktur an.
Das Wichtigste
- Die faktische Pause bei Angriffen auf russische Ölraffinerien begann Anfang Oktober und wurde nach Angaben über den Einsatz nach Abschluss bereits begonnener Operationen angeordnet.
- US-Präsident Donald Trump hatte Selenskyj zuletzt mehrfach aufgefordert, Angriffe auf russische Raffinerieanlagen einzustellen.
- Selenskyj erklärte, den Vorschlag von Verteidigungsminister Jevhen Chmara zu befolgen, wegen der diplomatischen Lage vorübergehend auf Angriffe auf Ölraffinerien zu verzichten.
- Die ukrainische Regierung kündigte die Einschränkung nicht formell an; Selenskyj sagte zugleich, den Militärs könne kein generelles Verbot auferlegt werden, die Angriffe wieder aufzunehmen.
- Jared Kushner wiederholte Trumps Forderung bei einem Treffen mit Selenskyj am 20. Oktober in Oslo und schlug eine 30-tägige Pause vor.
- Während der Pause griffen ukrainische Drohneneinheiten weiterhin andere Ziele in Russland an.
- Ein Drohnenangriff auf einen Bahnsteig in Dnipro am 30. Oktober tötete mindestens 14 Menschen; 14 weitere wurden verletzt, sechs davon schwer.
Warum es wichtig ist
Die Pause mindert den Druck auf die russische Ölindustrie, deren Anlagen von der Ukraine genutzt werden, um Moskaus Möglichkeiten zur Finanzierung des Kriegs zu verringern. Zugleich verdeutlicht sie, wie stark die Ukraine wegen ihrer Abhängigkeit von US-Unterstützung, Aufklärungsdaten, Patriot und Starlink американischem Druck ausgesetzt ist. Da ukrainische Drohnen weiterhin andere Ziele in Russland angriffen, handelte es sich um eine begrenzte und informelle Maßnahme. Eine Fortsetzung bis zu den US-Zwischenwahlen und darüber hinaus könnte sowohl Russlands Ölleinnahmen als auch die militärischen Optionen der Ukraine beeinflussen.
Was geschehen ist
Ukrainische Einheiten, die weit reichende Angriffe durchführten, wurden in der Mitte des Oktobers angewiesen, ihre Kampagne gegen russische Ölraffinerien nach Abschluss bereits laufender Operationen einzustellen. Die informelle Pause folgte dem Druck von US-Präsident Donald Trump, der Selenskyj aufforderte, die Angriffe zu beenden, sowie einer Empfehlung von Verteidigungsminister Jevhen Chmara, wegen der delikaten diplomatischen Lage vorübergehend Abstand zu nehmen. Bei ihrem Treffen am 20. Oktober in Oslo brachte der US-Sondergesandte Jared Kushner diese Forderung vor und schlug eine 30-tägige Pause vor. Selenskyj погодився на тимчасове утримання від ударів по НПЗ, але залишив військовим можливість самостійно відновити атаки в разі необхідності. Підрозділи безпілотників при цьому продовжували атакувати інші цілі в Росії. На тлі паузи Россия продолжала ракетні та дронові атаки на українські міста та енергетичну інфраструктуру. Загибло працівника Запорізької АЕС, а внаслідок удару по залізничній станції в Дніпрі загинули щонайменше 14 людей; ще 14 дістали поранення, шестеро — у важкому стані. УКиїв загинув ще один мирний житель, також були пошкоджені будівлі та виникли пожежі.
Wie ukrainische Quellen darüber berichten
Die ukrainische Berichterstattung betont, dass die Pause inoffiziell war und der Empfehlung von Verteidigungsminister Jevhen Chmara folgte. Selenskyj betonte, es gebe keinen dauerhaften Befehl, Ölraffinerien anzugreifen, und die militärische Führung könne die Operationen wieder aufnehmen. Zugleich wurde hervorgehoben, dass ukrainische Drohnen weiterhin andere Ziele in Russland angriffen und die Ukraine mehr Schutz für ihre eigene Energieinfrastruktur verlangte, während Russland diese weiterhin mit Raketen und Drohnen angriff.
Wie internationale Quellen darüber berichten
Die internationale Darstellung ordnet die Pause als amerikanisch durchgesetzте Entwicklung im Zusammenhang mit Trumps Forderungen ein und stellt zugleich die tödlichen Folgen des Drohnenangriffs auf den Bahnsteig in Dnipro heraus. Im Mittelpunkt stehen der Druck auf Selenskyj, die mögliche Dauer bis zu den US-Zwischenwahlen und die politische Empfindlichkeit der Kraftstoffpreise.
Wo die Berichte auseinandergehen
Ukrainische und europäische Amtspersonen beschrieben die Pause uneindeutig, während die ukrainische Regierung keinen formellen Beschluss über die Einschränkung ankündigte. Zudem schrieb Trump die висlen Weltkraftstoffpreise der Ukraine zu, während Energieexperten sie überwiegend dem Krieg zwischen den USA und Iran zuschrieben.
Hintergrund
Die Pause war Teil eines angespannten Verhältnisses zwischen Washington und Kyjiw. SpaceX hatte die Nutzung von Starlink durch die Ukraine in der Mitte des Oktobers eingeschränkt, was ukrainische Drohnenoperationen beeinflusste; am 24. Oktober wurde der volle Dienst nach Trumps Anruf bei Elon Musk wiederhergestellt. Ukrainische und amerikanische Amtspersonen bestritten, dass die Starlink-Einschränkung und die Pause bei Angriffen auf Raffinerien miteinander verbunden waren. Die USA bezeichneten die ukrainischen Raffinerieangriffe als Beitrag zu hohen weltweiten Kraftstoffpreisen, die Energieexperten überwiegend auf den US-Iran-Krieg zurückführten. Europäische Partner rieten Selenskyj, die politische Sensibilität der Energiepreise vor den US-Zwischenwahlen zu berücksichtigen.