Selenskyj: Ukraine bereit zu Deeskalationsschritten, falls Russland nachzieht
Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte am 14. September, die Ukraine sei bereit, einen ersten Deeskalationsschritt zu unterstützen — das Ende gegenseitiger Angriffe auf kritische Infrastruktur — sofern Russland ebenfalls darauf verzichte. Wenige Stunden zuvor hatte US-Präsident Donald Trump behauptet, die Ukraine und Russland hätten sich angeblich geeinigt, Energieanlagen nicht anzugreifen.
Das Wichtigste
- Selenskyj sagte am 14. September, die Ukraine sei bereit, gegenseitige Deeskalationsschritte zu unterstützen, wenn Russland nachzieht.
- Trump hatte am selben Tag behauptet, die Ukraine und Russland hätten sich angeblich geeinigt, Energieanlagen nicht anzugreifen.
- Die Financial Times berichtete unter Berufung auf informierte Quellen, dass Wladimir Putin einen solchen Deal vor dem Winter nicht abschließen wolle.
- Die Verhandlungen über ein Ende der Angriffe auf Energieinfrastruktur dauern laut Financial Times bereits seit einiger Zeit an.
- Selenskyj meldete ukrainische Angriffe auf eine Ölraffinerie in Sysran, eine Drohnenproduktion in Taganrog und einen Drohnenstützpunkt in der Region Orjol sowie Treffer im Schwarzen Meer.
Warum es wichtig ist
Die Aussage deutet auf eine mögliche Bewegung in Richtung einer Teilwaffenruhe hin, insbesondere bei Angriffen auf Energieanlagen. Zugleich laufen die ukrainischen Angriffe auf russische Energie- und Rüstungsziele weiter, und die Financial Times berichtet, der Kreml wolle einen solchen Deal vor Wintereinbruch nicht abschließen — beides stellt die Tragfähigkeit einer Vereinbarung infrage.
Was geschehen ist
Am 14. September kommentierte Wolodymyr Selenskyj den US-Vorschlag eines gegenseitigen Verzichts auf Angriffe auf kritische Infrastruktur. Er formulierte die Haltung der Ukraine als offen für einen ersten Deeskalationsschritt unter der Bedingung, dass Russland seinerseits nachzieht. Wenige Stunden zuvor hatte US-Präsident Donald Trump erklärt, die Ukraine und Russland hätten sich angeblich geeinigt, Energieanlagen nicht anzugreifen. Die Financial Times berichtete unter Berufung auf informierte Quellen, dass Verhandlungen über ein solches Abkommen seit einiger Zeit liefen und dass der Kremlchef Wladimir Putin es vor dem Winter nicht abschließen wolle. Selenskyj meldete zugleich neue ukrainische Angriffe auf russische Ziele: eine Ölraffinerie in Sysran, eine Drohnenproduktionsstätte in Taganrog, einen Drohnenvorbereitungs- und Startplatz in der Region Orjol sowie Treffer im Schwarzen Meer.
Wie internationale Quellen darüber berichten
Die englischsprachige internationale Quelle stellt Selenskyjs bedingtes Angebot von Deeskalationsschritten als diplomatische Öffnung an den Anfang und verweist zugleich auf Trumps frühere Behauptung einer angeblichen gegenseitigen Vereinbarung.
Wo die Berichte auseinandergehen
Trump behauptete, die Ukraine und Russland hätten sich angeblich geeinigt, Energieanlagen nicht anzugreifen. Selenskyj stellte die Lage hingegen so dar, dass die Ukraine einen Deeskalationsschritt nur dann unterstützen werde, wenn Russland ebenfalls nachzieht. Die Financial Times berichtete zudem unter Berufung auf informierte Quellen, dass der Kremlchef Wladimir Putin einen solchen Deal vor Wintereinbruch nicht abschließen wolle.
Hintergrund
Nach Angaben der Financial Times liefen Verhandlungen über ein Ende der Angriffe auf Energieanlagen bereits seit einiger Zeit. US-Präsident Donald Trump hatte am 14. September behauptet, die Ukraine und Russland hätten sich angeblich geeinigt, Energieanlagen nicht anzugreifen. Selenskyj hatte zuletzt ukrainische Angriffe auf eine Ölraffinerie in Sysran, eine Drohnenproduktionsstätte in Taganrog, einen Drohnenstützpunkt in der Region Orjol sowie Treffer im Schwarzen Meer gemeldet.