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EU kündigt zusätzliche 3,3 Milliarden Euro für ukrainische Raketen und Drohnen an

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat nach einem Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ein zusätzliches Hilfspaket in Höhe von 3,3 Milliarden Euro für den Kauf von Raketen und Drohnen angekündigt. Die Mittel sollen am Freitag, den 18. September, im Rahmen des Ukraine-Unterstützungsdarlehens ausgezahlt werden. Zudem stellten die Gesprächspartnerinnen eine gemeinsame EU-Ukraine-Verteidigungsinitiative auf Basis des Raketenabwehrsystems „Freya/Freyja“ in Aussicht.

Das Wichtigste

  • EU weist 3,3 Milliarden Euro für Raketen und Drohnen aus, Auszahlung am 18. September geplant.
  • Tranche ist Teil des Ukraine-Unterstützungsdarlehens 2026–2027 mit einem Gesamtvolumen von bis zu 90 Milliarden Euro (60 Mrd. für Verteidigung, 30 Mrd. für Budgethilfe).
  • Mittel fließen in vorrangige Verteidigungsbedürfnisse; Gesamtauszahlungen der EU an die Ukraine 2026 erreichen damit fast 15 Milliarden Euro.
  • EU und Ukraine planen gemeinsames Luft- und Raketenabwehrsystem auf Basis des Systems „Freya/Freyja“, finanziert aus verbleibenden SAFE-Mitteln.
  • Am 11. September hatte die EU-Kommission zusätzlich 6,1 Milliarden Euro für die ukrainische Luftverteidigung bewilligt, die Woche zuvor Patriot-Finanzierung einschließlich PAC-3-Raketen.
  • EU-Mitgliedstaaten-Vertreter genehmigten vorläufig fünf europäische Verteidigungsprojekte mit jeweils 60 Millionen Euro.
  • Von der Leyen kündigte für die UN-Generalversammlung die Botschaft an: „Europa verstärkt seine Anstrengungen. Jetzt müssen andere nachziehen.“

Warum es wichtig ist

Die Auszahlung von 3,3 Milliarden Euro ist die vierte Tranche des 90-Milliarden-Euro-Programms „Ukraine Support Loan“ und bringt die EU-Gesamtauszahlungen an die Ukraine im Jahr 2026 auf fast 15 Milliarden Euro. Die Mittel sind auf vorrangige Verteidigungsbedürfnisse — Raketen, Munition und Drohnen — ausgerichtet, die angesichts der russischen Angriffe auf Städte wie Kiew als kritisch gelten. Mit der Initiative zur gemeinsamen Entwicklung eines europäischen Luft- und Raketenabwehrsystems auf Basis von „Freya/Freyja“ aus den verbleibenden SAFE-Mitteln verfolgt Brüssel das Ziel, die Abhängigkeit von US-amerikanischen Patriot-Abwehrraketen zu verringern.

Was geschehen ist

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kündigte am Abend des 17. September 2026 nach einem Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj an, die EU werde der Ukraine zusätzliche 3,3 Milliarden Euro für den Kauf von Raketen und Drohnen bereitstellen. Die Auszahlung war für Freitag, den 18. September, vorgesehen. Es handelt sich um die vierte Tranche im Verteidigungsteil des „Ukraine Support Loan“-Programms für 2026–2027, das insgesamt bis zu 90 Milliarden Euro umfasst (60 Mrd. Euro für Verteidigung, 30 Mrd. Euro für Budgethilfe). Der ukrainische Ministerpräsident Serhij Korezkyj bestätigte am 18. September den Eingang der Mittel; sie sollen vorrangigen Verteidigungsbedürfnissen einschließlich Raketen und Drohnen zufließen. Am 11. September hatte die EU-Kommission darüber hinaus 6,1 Milliarden Euro für die ukrainische Luft- und Raketenabwehrung bewilligt; in der Woche zuvor war erstmals die direkte EU-Finanzierung von PAC-3-Raketen für Patriot-Systeme genehmigt worden. Von der Leyen und Selenskyj sprachen zudem über eine neue gemeinsame EU-Ukraine-Verteidigungsinitiative auf Basis des ballistischen Abwehrsystems „Freya/Freyja“, finanziert aus verbleibenden SAFE-Mitteln. Weitere Themen waren Reformen, die die Werchowna Rada verabschieden muss, um weitere EU-Finanzierungen freizugeben, und der ukrainische Weg Richtung EU-Beitritt. Vertreter der EU-Mitgliedstaaten genehmigten am selben Tag vorläufig fünf europäische Verteidigungsprojekte von gemeinsamem Interesse mit jeweils 60 Millionen Euro Finanzierung. Von der Leyen kündigte an, zur UN-Generalversammlung nach New York zu reisen und dort an die internationalen Partner zu appellieren, ihre Unterstützung für die Ukraine zu verstärken; mit Selenskyj sei dort ein Treffen vereinbart.

Wo die Berichte auseinandergehen

Ukrainische Quellen schreiben die öffentlichen Äußerungen zum Telefonat überwiegend Präsident Selenskyj zu; nur eine ukrainische Quelle nennt Ministerpräsident Serhij Korezkyj (auch Koretskyi) als Sprecher, der den Eingang der 3,3-Milliarden-Euro-Tranche am 18. September bestätigte. Beim Verwendungszweck der Mittel divergieren die Angaben: Die meisten Quellen nennen Raketen und Drohnen, eine einzelne Quelle (Artikel 24517) schließt zusätzlich Munition ein. Die Schreibweise des gemeinsamen ballistischen Abwehrsystems schwankt zwischen „Freya“ und „Freyja“.

Hintergrund

Das Programm „Ukraine Support Loan“ sieht für 2026–2027 bis zu 90 Milliarden Euro vor (60 Mrd. für Verteidigung inklusive Drohnen, 30 Mrd. für Budgethilfe); die erste Tranche über 3,2 Milliarden Euro wurde im Juni 2026 ausgezahlt, Rückzahlungen sollen aus künftigen russischen Reparationsleistungen gedeckt werden. SAFE („Security Action for Europe“) ist ein EU-Verteidigungskreditinstrument mit einem Volumen von bis zu 150 Milliarden Euro. Die Werchowna Rada verabschiedete ein Gesetz zur Ratifizierung des Abkommens mit der EU über die ukrainische Beteiligung am Europäischen Verteidigungsfonds (EDF).