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Selenskyj trifft Erdogan: Gespräche über Schwarzmeer-Sicherheit, Getreideexporte und Drohnen-Deal

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj traf sich mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan, um die Sicherheit im Schwarzen Meer, den Betrieb des maritimen Exportkorridors und bilaterale Themen einschließlich eines möglichen Drohnen-Deals zu erörtern. Parallel drängten der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha und die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas darauf, russische Angriffe auf ukrainische Getreideexporte zu stoppen.

Das Wichtigste

  • Präsident Wolodymyr Selenskyj traf sich mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan.
  • Themen waren die Schwarzmeer-Sicherheit und der maritime Exportkorridor.
  • Beide Seiten sprachen auch über bilaterale Fragen, darunter eine Freihandelszone und einen möglichen Drohnen-Deal.
  • Selenskyj erklärte, Russland müsse seine Angriffe auf ukrainische Infrastruktur einstellen, bevor die Ukraine ihre weitreichenden Gegenschläge reduziere.
  • Außenminister Andrij Sybiha erörterte mit dem amtierenden Exekutivdirektor des Welternährungsprogramms, Carl Skau, die globale Ernährungssicherheit und russische Angriffe auf den ukrainischen Seekorridor.
  • EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas forderte ein Ende russischer Angriffe auf ukrainisches Getreide im Schwarzen Meer, um eine globale Nahrungsmittelkrise zu verhindern.

Warum es wichtig ist

Das Treffen verbindet die Sicherheit im Schwarzen Meer direkt mit der Fortführung ukrainischer Getreide- und Nahrungsmittelexporte, die mehrere Akteure als globale ernährungspolitische Frage einordnen. Die Erörterung eines möglichen Drohnen-Deals signalisiert eine Vertiefung der bilateralen militärisch-industriellen Zusammenarbeit zwischen der Ukraine und der Türkei. Kiew verknüpft eine mögliche wechselseitige Zurückhaltung bei weitreichenden Angriffen mit der Bedingung, dass Russland seine Angriffe auf ukrainische Ziele einstellt, und setzt damit den Rahmen für eine Eskalationskontrolle nach eigenen Vorstellungen.

Was geschehen ist

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj traf sich mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan. Im Mittelpunkt standen die Sicherheit im Schwarzen Meer und der Betrieb des ukrainischen maritimen Exportkorridors, über den ukrainische Agrarprodukte weltweit exportiert werden. Selenskyj erklärte, die Ukraine sei bereit, ihre weitreichenden Gegenschläge einzustellen, sofern Russland seine Angriffe auf ukrainische Infrastruktur beende. Beide Seiten sprachen zudem über bilaterale Fragen, darunter eine mögliche Freihandelszone und einen Drohnen-Deal. Parallel dazu erörterte der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha mit dem amtierenden Exekutivdirektor des Welternährungsprogramms, Carl Skau, die globale Ernährungssicherheit und die Auswirkungen russischer Angriffe auf den Seekorridor. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas forderte ein Ende der russischen Angriffe auf ukrainisches Getreide im Schwarzen Meer, um die Exporte wiederherzustellen und eine weltweite Nahrungsmittelkrise zu verhindern.

Hintergrund

Der ukrainische maritime Exportkorridor ist seit Langem ein verwundbarer Punkt; ukrainische und EU-Vertreter haben russische Angriffe auf Hafeninfrastruktur wiederholt mit Risiken für die weltweite Versorgung mit Getreide und Sonnenblumenöl in Verbindung gebracht. Die Türkei hat bei früheren Schwarzmeer-Getreideabkommen eine Vermittlerrolle gespielt, was den bilateralen Gesprächen über die Schwarzmeer-Sicherheit einen entsprechenden Kontext verleiht.