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Südkorea bestätigt: Ukraine kündigte Zelekskyjs Rede über nordkoreanische Kriegsgefangene bei der UNO im Voraus an

Südkorea bestätigte, dass die Ukraine Seoul vorab darüber informiert hatte, Präsident Wolodymyr Selenskyj werde in seiner Rede vor der UN-Generalversammlung die Verlegung zweier nordkoreanischer Kriegsgefangener nach Südkorea öffentlich ansprechen – entgegen einer früheren Vertraulichkeitsvereinbarung. Präsident Lee Jae-myung sprach von „tiefem Bedauern" und einer Verletzung der Vereinbarung. Das ukrainische Präsidialamt wies dagegen zurück, eine Nichtveröffentlichungspflicht übernommen zu haben.

Das Wichtigste

  • Zwei nordkoreanische Soldaten waren 2025 im russischen Gebiet Kursk gefangen genommen und später an Südkorea übergeben worden.
  • Die Ukraine habe Seoul vorab über Selenskyjs geplante Erwähnung in seiner UN-Generalversammlungsrede am 23. September 2026 informiert und um Verständnis gebeten, so ein hochrangiger Vertreter des südkoreanischen Präsidialamts in Mexiko-Stadt.
  • Südkoreas Präsident Lee Jae-myung bezeichnete Selenskyjs öffentliche Erwähnung auf X als „zutiefst bedauerlich" und als Verletzung der Vertraulichkeitsvereinbarung.
  • Südkorea habe eine „Strategie der ruhigen und zügigen Lösung" verfolgt und sei mit der Ukraine übereingekommen, den Vorgang nicht öffentlich zu machen.
  • Das ukrainische Präsidialamt erklärte, die Ukraine habe keine Verpflichtung zur Geheimhaltung übernommen, und Südkorea habe keine Nichtveröffentlichung verlangt.
  • Südkorea stellte laufende Unterstützungsverhandlungen mit Kiew unter Außenminister Cho Hyun als separates Thema dar, das vom Konflikt um die Kriegsgefangenen zu trennen sei.

Wo die Berichte auseinandergehen

Kiew und Seoul vertreten unterschiedliche Auffassungen darüber, ob eine bindende Geheimhaltungspflicht bestand. Südkorea argumentiert, die öffentliche Erwähnung durch Selenskyj habe eine gegenseitige Vertraulichkeitsvereinbarung verletzt; das ukrainische Präsidialamt entgegnet, die Ukraine habe keine solche Verpflichtung übernommen, und Südkorea habe keine Nichtveröffentlichung verlangt.