Trump macht ukrainische Angriffe auf russische Raffinerien erneut für Dieselpreise verantwortlich
US-Präsident Donald Trump hat am 30. September vor Journalisten im Weißen Haus die ukrainischen Angriffe auf russische Ölraffinerien als Hauptursache für die steigenden Dieselpreise bezeichnet. Erneut forderte er Kiew zum Verzicht auf solche Angriffe auf. Analysten sehen dagegen weitere Faktoren wie den US-Konflikt mit dem Iran und schrumpfende globale Treibstoffreserven.
Das Wichtigste
- Am 30. September erklärte Trump vor Journalisten, ukrainische Angriffe auf russische Ölraffinerien seien die Hauptursache für steigende Dieselpreise.
- Trump sagte, Diesel leide "viel mehr" unter den Vorgängen in Russland, weil Raffinerien "in besorgniserregendem Tempo" außer Betrieb gesetzt würden.
- Trump erklärte, ohne den Wegfall russischer Raffineriekapazitäten wären die Dieselprobleme deutlich geringer ausgefallen.
- Bereits am 13. September hatte Trump Präsident Wolodymyr Selenskyj aufgefordert, Angriffe auf die russische Energieinfrastruktur zu stoppen.
- Russland verlängerte das Exportverbot für Diesel bis Ende Oktober und schränkte auch Benzin- und Kerosinexporte ein, um den heimischen Markt zu stabilisieren.
- Die Trump-Administration erwägt Exportbeschränkungen oder -verbote für Diesel sowie freiwillige Lieferkürzungen amerikanischer Raffinerien und hat EU-Staaten gebeten, strategische Dieselreserven anzuzapfen.
- Analysten nennen als weitere Ursachen des globalen Dieseldefizits den US-Konflikt mit dem Iran und sinkende globale Treibstoffreserven.
Warum es wichtig ist
Der US-Präsident macht die Ukraine öffentlich für ein globales Energieproblem verantwortlich und übt damit diplomatischen Druck auf Kiew aus, die Angriffskampagne gegen russische Energieinfrastruktur einzuschränken. Diese Haltung fügt sich in eine breitere US-Linie zur Begrenzung ukrainischer Fernschläge auf russisches Gebiet ein, mit möglichen Folgen für den Kriegsverlauf. Steigende Dieselpreise und russische Exportbeschränkungen sind spürbare wirtschaftliche Folgen der Angriffe auf russische Raffinerien.
Was geschehen ist
US-Präsident Donald Trump sagte am 30. September 2026 vor Journalisten im Weißen Haus, ukrainische Angriffe auf russische Ölraffinerien seien die Hauptursache für die steigenden Dieselpreise. Erneut forderte er Kiew auf, diese Angriffe zu stoppen, und erklärte, Diesel leide "viel mehr" unter den Vorgängen in Russland, weil Raffinerien "in besorgniserregendem Tempo" außer Betrieb gesetzt würden. Es ist nicht die erste Äußerung dieser Art: Bereits am 13. September hatte Trump den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj aufgefordert, Angriffe auf die russische Energieinfrastruktur zu stoppen, und dies mit einem Dieseldefizit verknüpft. Bereits Anfang Juli hatte Trump bei einem öffentlichen Treffen mit Selenskyj die Angriffe als eine Eskalation bezeichnet, die den Krieg beenden könne. In derselben Woche wie seine Erklärung vom 30. September sagte Trump, er habe zu Wochenbeginn ein "wunderbares" Gespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin geführt, der laut Trump ein Ende des Krieges anstrebe. Russland hat sein Exportverbot für Diesel bis Ende Oktober verlängert und auch Benzin- sowie Kerosinexporte eingeschränkt, um den heimischen Markt zu stabilisieren. Die Trump-Administration erwägt Exportbeschränkungen oder -verbote für Diesel sowie freiwillige Lieferkürzungen amerikanischer Raffinerien und hat EU-Staaten gebeten, strategische Dieselreserven anzuzapfen.
Wo die Berichte auseinandergehen
Trump führt die steigenden Dieselpreise in erster Linie auf ukrainische Angriffe auf russische Ölraffinerien zurück. Analysten, die in der Berichterstattung zitiert werden, sehen dagegen mehrere Ursachen für das globale Dieseldefizit, darunter den US-Konflikt mit dem Iran und schrumpfende globale Treibstoffreserven. Darüber hinaus rahmt Trump das Dieseldefizit als Folge des Krieges in der Ukraine, während die russischen Exportbeschränkungen für Diesel, Benzin und Kerosin in derselben Berichterstattung als inländische Stabilisierungsmaßnahmen nach den Angriffen beschrieben werden – was darauf hindeutet, dass die Preisauswirkungen zumindest teilweise auch von der Politik Moskaus geprägt sind.
Hintergrund
Russland hat sein Exportverbot für Diesel bis Ende Oktober verlängert und zugleich Exporte von Benzin und Kerosin eingeschränkt, um den heimischen Markt nach den ukrainischen Angriffen auf Ölraffinerien zu stabilisieren. Die Trump-Administration prüft Maßnahmen zur Senkung der Dieselpreise, darunter Begrenzungen oder Verbote von Dieselexporten sowie freiwillige Lieferkürzungen amerikanischer Raffinerien, und hat EU-Staaten gebeten, strategische Dieselreserven anzuzapfen. Anfang Juli hatte Trump bei einem öffentlichen Treffen mit Präsident Selenskyj die ukrainischen Angriffe auf russische Raffinerien als eine Eskalation bezeichnet, die den Krieg beenden könne. In derselben Woche wie seine Erklärung vom 30. September sagte Trump, er habe zu Wochenbeginn ein "wunderbares" Gespräch mit Wladimir Putin geführt, der laut Trump einen Deal zur Beendigung des Krieges anstrebe.