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US-Vizepräsident Vance: Ukraine soll nicht der NATO beitreten und russische Energieanlagen nicht angreifen

US-Vizepräsident J.D. Vance sagte in einem Interview mit 2WAY TONIGHT, die Ukraine sollte weder der NATO beitreten noch russische Energieanlagen und Dieselproduktionsstätten angreifen. Er bezeichnete die Ukraine zugleich als Partner der USA „in gewissem Sinne“, betonte jedoch, es bestehe kein formeller Bündnisfreundschaftsvertrag und die Interessen der beiden Länder würden nicht immer übereinstimmen.

Das Wichtigste

  • J.D. Vance sprach in einem Interview mit 2WAY TONIGHT über die Ukraine und die NATO.
  • Er erklärte, die Ukraine solle nicht der NATO beitreten.
  • Vance verlangte, Angriffe auf russische Energieanlagen und Ölraffinerien zu beenden.
  • Nach seiner Darstellung erhöhen ukrainische Angriffe auf russische Dieselproduktionsstätten die Energiepreise in den USA.
  • Die USA hätten mit der Ukraine keinen formellen Bündnisfreundschaftsvertrag.
  • Trotz der Distanzierung bezeichnete Vance die Ukraine als Partner der USA „in gewissem Sinne“ und sagte eine weitere Zusammenarbeit in einzelnen Fragen zu.

Warum es wichtig ist

Vances Äußerungen markieren einen öffentlich bekundeten Gegensatz der US-Regierung zur ukrainischen NATO-Mitgliedschaft und zeigen zugleich, dass die Verwaltung bei der Frage russischer Energieanlagen Druck auf Kyjiw ausübt. Seine Beschreibung der Ukraine als Partner „in gewissem Sinne“ und die Betonung, es gebe keinen formellen Bündnisvertrag, weichen sprachlich erkennbar von einer engeren Allianzzusage ab. Zugleich fügen sich die Aussagen in die wachsenden gegenseitigen Vorwürfe zwischen dem Weißen Haus und Präsident Selenskyj ein.

Was geschehen ist

Vance erklärte in einem Interview mit 2WAY TONIGHT, die Ukraine solle nicht der NATO beitreten. Er forderte sie auf, Angriffe auf russische Ölraffinerien sowie die Energie- und Dieselproduktionsinfrastruktur zu beenden, und begründete dies mit steigenden Energiepreisen für US-Bürger. Zugleich stellte er klar, dass die USA mit der Ukraine keinen offiziellen Bündnisvertrag hätten. Er bezeichnete die Ukraine dennoch als Partner „in gewissem Sinne“ und sagte zu, die USA würden in ausgewählten Fragen weiterhin mit ihr zusammenarbeiten, während ihre Positionen in anderen Fragen auseinanderdrifteten.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Ukrainische Medien stellten vor allem die Frage, wie Vance die Ukraine als nur „in gewissem Sinne“ Partner der USA bezeichnete und zugleich forderte, Angriffe auf russische Energieinfrastruktur einzustellen. Sie ordneten seine Aussagen in einen größeren Konflikt mit Präsident Selenskyj ein: Trump forderte bereits ebenfalls das Ende solcher Angriffe, während Selenskyj dem US-Präsidenten vorgeworfen hatte, Druck auf eine Kapitulation der Ukraine auszuüben und die Lieferung von Patriot-Abfangraketen zu verzögern.

Wie internationale Quellen darüber berichten

Das englischsprachige Nachrichtenmaterial stellte vor allem Vances Ablehnung einer ukrainischen NATO-Mitgliedschaft in den Mittelpunkt. International wird sein Auftreten damit vor allem als geopolitisches Signal zur NATO und zur Ausrichtung der Beziehungen zwischen den USA und der Ukraine eingeordnet, weniger als Frage der US-Inlandenergiepreise oder des persönlichen Streits zwischen Trump und Selenskyj.

Wo die Berichte auseinandergehen

Trump erklärte zuvor, ukrainische Angriffe auf die russische Energieinfrastruktur hätten die Rekordpreise für Diesel in den USA verursacht. Vladimir Omelchenko vom Razumkov Center führt die Preise von rund sechs Dollar je Einheit dagegen vor allem auf den Krieg gegen Iran zurück, räumt den ukrainischen Angriffen auf russische Raffinerien aber nur einen begrenzten Beitrag zum Defizit zu.

Hintergrund

Bereits zuvor hatte US-Präsident Trump die ukrainischen Angriffe auf den russischen Energiesektor zu stoppen gefordert. Selenskyj hatte Trump daraufhin vorgeworfen, die Ukraine zu einer Kapitulation vor Russland drängen zu wollen und die Lieferung von Patriot-Raketen zu verzögern. Trump wiederum beschuldigte Selenskyj, das Ende des Krieges nie gewollt zu haben, drohte mit einer Beendigung der Geheimdienstzusammenarbeit und drängte auf die Wahl eines neuen ukrainischen Präsidenten. Selenskyj erklärte zugleich, die Ukraine verliere angesichts eines US-russischen Dieselabkommens einen starken Partner; eine Abschwächung des Drucks auf Russland werde den Krieg nicht beenden.